The Spiders from Mars

Ein System für alle Drogen

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt.

“Die größten Probleme durch Drogen entstehen nicht durch ihre Wirkstoffe, sondern durch die Nebenwirkungen der unregulierten Märkte.” erklärt er mit glasigen Augen. “Die allerwenigsten Drogendealer haben böse Absichten, fast niemand handelt um anderen zu schaden. Sie alle versuchen nur von ihrer Arbeit zu leben – oder guten Gewinn zu machen. Konkret kann also keiner von ihnen wollen, dass ihre Kunden schaden nehmen, weil sie dann ja durch Tod oder Marktverschiebung Kunden verlieren müssten. Zugleich versuchen sie aus ihrer Ware möglichst großen Profit zu ziehen. Da das kaum über Werbung und ähnliches möglich ist, geht das nur durch erhöhen der Menge unter Inkaufnahme von Qualitätsverlusten. Also Strecken, oft mit gefährlichen Stoffen. Böse Absicht lässt sich hier jedoch nicht ausmachen, sondern lediglich ein unkontrolliertes ungezügeltes Gewinnstreben.”

Ich denke, er hebt gleich die Faust und singt Kampflieder, aber er zündet sich stattdessen nur eine Zigarette an: “Der schwedische Systemboulaget, das staatliche Alkoholmonopol also, ist der beste Versuch Drogenkonsum in gesellschaftlich tragbare Bahnen zu lenken. Ich glaube wir brauchen ähnliche Modelle auch für andere oder gar alle Drogen. Bei moderaten Preisen könnte der Drogenmarkt dem (kapitalistisch orientierten) Verbrechertum entzogen werden.”

Standard
Rant

Geh du da mal lieber ma hin für mich

(Trigger-Warnung: Dieser Text erfüllt Murphys Law.) (Es gibt auch Gegenmeinungen.)

Ein altes Sprichwort aus dem Norden sagt, dass “Arbeit nervt”, und Recht hat es damit. Urheber ist wohl die Crew vom Deich, und wir alle wissen, “Kindermund tut Wahrheit kund”. Und überhaupt, das sind mir jetzt schon zu viele Sprichworte. Denn: Was der Blogger nicht kennt, das schreibt er nicht.

Die größte Lüge des 20. Jahrhunderts ist das Wort “Arbeit”, an dem die beiden zentralen Ideologien dieser Jahre alles – sowohl sich selbst als auch ihre Gegner – aufhängen. “Arbeit macht frei” ist der zynischste Satz unserer Geschichte. Die Metallbuchstaben hängen noch heute in KZ-Gedenkstätten. 2009 stahl ein schwedischer Ex-Nazi und nun Moderaterna-Mitglied – Anders Högström – zusammen mit Komplizen das Schild der KZ-Gedenkstätte in Auschwitz um es in Schweden weiterzuverkaufen. Die Diebe hatten es in die drei Worte zerteilt und in einer Waldhütte versteckt. Anders saß dafür über 2 Jahre hinter – nun – schwedischen Gardinen.

Erstellt wurde das Schild in Auschwitz vom inhaftierten Kunstschlosser Jan Liwacz, der als heimlichen Protest das B falsch herum anbrachte. Woher das Material stammt, durch wessen Hände es ging, lässt sich vermutlich nicht mehr heraus finden. Jedenfalls hat jemand Eisen aus dem Erdboden gekratzt, dieses wurde geformt, transportiert, weiterverarbeitet. Und an all diesen Arbeitsschritten waren Menschen beschäftigt, die nur arbeiten konnten, weil sie Nahrung aufgenommen hatten. In nächster Reihe standen also Bauern, standen Händler, Köche, Mütter und Väter. Fähig dazu, dies alles zu tun waren all diese Menschen nur, weil es ihnen andere Menschen beigebracht hatten. Letztlich, weil ein gesamtgesellschaftliches Netz das Leben dieser Menschen ermöglichte. Und dann kommen Menschen, die andere Menschen demütigen, einsperren, quälen, die ein Loch in dieses Netz reißen, brennen.

Generationen von Menschen, Jahrzehnte an Arbeitszeit für ein Schild, das die verhöhnt und entmutigen soll, die man durch Zwangsarbeit in den Tod treiben wollte. Nach 1945 noch “Arbeit” zu sagen ist unmöglich geworden. Mir verknotet sich die Zunge und ich lasse mich krankschreiben. Und wenn ich alle Krankheitstage aufgebraucht habe, rufe ich an und melde mich tot.

Die “Arbeitswelt” ist an Zynismus nicht zu überbieten, weil sie in einer direkten Begriffstradition zum nationalsozialistischen Zynismus steht. “Arbeit macht frei”. Entleert von seiner Geschichte, sofern dies überhaupt vorstellbar ist, ist dieser Satz immer noch falsch. Arbeit macht nicht frei. Arbeit knechtet. Arbeit verbraucht.

Wir hätten uns vom Arbeitsbegriff lösen müssen, hätten ein neues Netz spannen müssen – Nächstenliebe? Menschenwürde? Katzenbabys? -, anstatt das alte verrotten zu lassen. Arbeit ist eine falsche Ideologie, weil sie gegen die Würde des Menschen gerichtet ist. Arbeit ist eine falsche Ideologie, weil sie knechtet, anstatt aufzubauen, weil sie Waffen belohnt, aber Umarmungen ignoriert (zumindest solange sie umsonst sind).

Leg’ deine Arbeit nieder und heb’ sie nie wieder auf. Gute Dinge entstehen nicht aus harter Arbeit, sondern aus guten Ideen. Aus dem Willen, etwas besseres zu schaffen, an Aufgaben zu wachsen. Und dem Durchziehen, dem Schuften, dem Aufblühen. Marx hätte nicht falscher liegen können, als er die Menschen an ihre Arbeitskraft kettete, anstatt sie in ihrer Würde zu befreien.

Wenn im Frühling die Blumen blühen, die Bäume ausschlagen, dann arbeiten sie nicht, sondern wachsen. Und was wächst, verschwindet auch wieder. Ein Kreislauf, keine Wachstumskurve, keine Produktivitätssteigerung. Das Ziel ist erreicht, wenn man im Gleichgewicht ist. Nicht mehr tun, als nötig. Arbeitsverweigerung, würden Ökonomen das nennen, das Blumen nur einmal im Jahr blühen, wo sie doch vier- und fünfmal blühen könnten. Das Vögel nur einmal im Jahr neuen Nachwuchs zeugen, wo sie es doch jeden Tag tun könnten. Die Produktivität ist noch zu gering. Stagnation sei schlecht. Arbeit mache Spaß, sei erfüllend.

Doch so funktioniert die Welt nicht. Die Natur straft die Fleißigen mit Resourcenmangel. Sie sterben aus. Die “Faulen” bleiben übrig, weil sie nicht mehr nehmen, als sie brauchen. Weil sie nicht mehr tun, als nötig ist.

Ameisen arbeiten nicht. Sie erledigen Aufgaben. Wer weiß schon wirklich, wie es im Ameisenbau aussieht. Die letzten Jahre betrachteten wir das ganze aus der marxistisch-kapitalistischen Arbeitsbrille. Dabei wollen die Arbeiterinnen keine Königin stürzen, um das Proletariat zu befreien und sich auch nicht die Konsumbäuche vollschlagen. Die Ameisen spielen nur. Für jede Aufgabe gibt es Punkte und wer am Ende der Woche am meisten geschafft hat wird in die Highscore-Liste eingetragen. Arbeiten tut da keiner. Die daddeln.

Die fleißigen Bienen sind tatsächlich nur Blütenjunkies. Immer auf der Suche nach dem nächsten Schuss Bienenbrot, nach der nächsten Spritze Honig… Aber arbeiten tun die nicht.

Es ist nur folgerichtig, wenn künftig auch Drogenhandel, Schwarzarbeit, Rüstung und Zigarettenschmuggel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufbauschen (vgl). Schon seit Jahren wird Prostitution mitgerechnet. Ob Anders Högström das schwedische BIP gesteigert hätte, wenn der Weiterverkauf von “Arbeit” “macht” und “frei” geglückt wäre? Seine Inhaftierung und alle daran hängenden Dienstleistungen dürften es jedenfalls getan haben.

Wenn ich eine Katze streichele, mit Freunden ein Kartenspiel spiele oder meine Freundin küsse, dann bedeutet das für uns alle nichts. Aber wenn ich mir eine Kugel in den Kopf jage ist das ein Wachstumsimpuls für die Waffenindustrie – und den örtlichen Bestatter, seinen Blumenhändler, die Holzindustrie und so weiter und so weiter. Wenn Anders Högström ein altes Schild stiehlt, dann löst das eine endlose Kette von Arbeit aus. Polizeiarbeit, Resturationsarbeit, Gerichtsarbeit, Wiedereingliederungsarbeit … Eine endlose Kette. Wenn wir Menschen einsperren, sie zwangsarbeiten lassen, wenn wir sie verbrennen und hinrichten, dann “macht [das] frei”, sagten wir. Aber es stimmte nicht und stimmt nicht. Arbeit macht nicht frei, Arbeit macht keinen Sinn, Arbeit macht nicht glücklich, Arbeit erfüllt nichts, hilft nichts, schafft nichts. Arbeit ist die eine große Lüge, von der wir uns noch immer nicht frei gemacht haben. Arbeit ist die Mär, an die wir uns weiter klammern, obwohl sie uns nur weiter sinken lässt.

Ich kann an Arbeit nichts Gutes erkennen.

Standard
Oberlehrer

Wozu eigentlich noch Buchstaben?

(Geschrieben Februar 2013.)

Das Finnische wurde dank der Unterdrückung durch die Schweden erst sehr spät zur Schriftsprache. Entwicklungen, wie die anderer europäischer Sprachen musste das Schrift-Finnisch folglich nie durchmachen. Man hatte keine alten Schriften und es ist keine Veränderung festzustellen, weil es schlicht praktisch keine schriftlich festgehaltene Sprachgeschichte gibt. Eine Differenz zwischen Aussprache und Schrift ist damit weder historisch noch ideel zu begründen – und damit auch nicht vorhanden. (Diclaimer: Ich kann kein Wort Finnisch.) Die Isländer dagegen konnten sehr früh praktisch alle Lesen und Schreiben, was zu einer Verfestigung der Sprache führte. Aber, zu den Isländern wollte ich jetzt gar nichts sagen.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass es keine Eindeutige Bezeichnung für Buchstaben gibt? Oder anders: A, E, I, O und U sind als Vokale sowohl Buchstaben als auch Laute. Aber ein B oder ein K? Sagen sie da “Be” oder “Ka” oder etwa “b” und “k”? Und sagen Sie “S C H” oder “sch”?

In meiner Grundschulzeit stellte man eine Lese-/Rechtschreibschwäche bei mir fest. Ich war daraufhin jahrelang in Behandlung, habe aber bis heute ein komisches Gefühl bei Sprache. Nicht, dass das irgendwas komisches wäre, aber dass ein “B” zugleich ein “b” und ein “Be” sein soll, damit habe ich doch so meine Probleme. Zumal das Alphabet ja eine reine Zeichenlehre ist und so überhaupt nichts mit unserer Sprache direkt zu tun hat. Aus mir völlig fremden Gründen lernen wir, zusätzlich zu den Lauten, eine Verbindung zu Buchstaben. Aber wozu? Man könnte Laute doch auch direkt schreiben! Schließlich lernen wir ja nicht, dass “sch” das Zeichen “SCH” habe, sondern wir vermurksen unser Gefühl von “sch” zu einer Mischung aus “S”, “C” und “H”. Warum eigentlich? Warum übersetzen wir Laute in Buchstaben, wenn es doch längst Möglichkeiten wie das IPA (Internationales Phonetisches Alphabet) gibt, um nicht diesen Umweg zu gehen?

Ich tippe ja auf historische Gründe. In den aller meisten Fällen liegt man damit zumindest halb richtig. Warum ausgerechnet die Finnen mich aber im Stich lassen und ein Alphabet statt einer Lauttafel verwenden… kann ich mir nicht mal historisch erklären. Vielleicht Gruppenzwang, wenn sie schon nicht bei den Indogermanischen Sprachen mitmachen wollten?

Standard
Regenbogen Katzen und das unendliche Internet

Wir brauchen mehr politische Katzenvideos!

(Titel zitiert nach einem Tweet von René)

100_0329

Unsere Sprache ist verloren. Nazis machen sich in Montagsdemos montäglichen Demonstrationen breit, Demokratiefeinde ziehen ins Parlament ein, die Sozialdemokraten haben uns verraten (again), die NSA überwacht uns wie ein_e verrückte_r Ex-Freund_in, überall nur Phrasen und was wir glaubten zu wissen wird verändert und verwaschen und the Bullshit is rising – again.

Eine ganze Generation interessiert sich nicht mehr für Politik, wohl, weil es umgekehrt auch so ist. Die Kinder unserer Eltern sind in keinen Krieg gezogen, aber auf dem Schlachtfeld Arbeitsmarkt mussten sie überleben. Sie haben keine Panzersperren errichtet und Gräben gebuddelt, aber sehen müssen, wie ihre Firewall einbricht gegen die Übermacht eines fremden – und des eigenen – Staats. Die, die heute ihren Schulabschluss machen, wissen gar nicht mehr wie es vorher war. Sagen, wenn wir gegen Hartz IV aufstehen, ob man die Arbeitslosen den verhungern lassen solle? Wir können die Mario Barths, die Schlecky Silbereisens, die heftig.co’s und Facebook-Nasen nicht einfach Französische-Revolution-Style beseitigen, denn das hat damals schon nicht viel genützt.

Nein. Wir müssen in das Dumme eindringen, den Bullshit übernehmen und ihm Inhalt geben. Wir brauchen wieder Märchen, die zeigen, wie Leben sein soll und kann. Wir übernehmen die Sprache, die Botschaften. Die Menschen müssen wieder begreifen, dass es Gerechtigkeit gibt, wenn wir sie geben und fordern. Und dass es mir nicht gut geht, wenn es meinem Nachbarn dreckig geht. Wir brauchen Vorbilder, die sich nicht an gewerblichem Erfolg, sondern an moralischer Größe messen lassen. Wir müssen das Game übernehmen – und ja, du hast gerade verloren.

Katzenvideos müssen politisch werden. Nicht so, dass es niemand versteht, nicht inhaltsleer und unverständlich, sondern so, dass wir die Menschen da abholen, wo sie sind. Wir brauchen Pornos über Frauenrechte und mehr Videos von Thilo Jung.

Und ich erkläre hiermit alle lustigen Katzenvideos zur politischen Botschaften. Wir werden rausgehen und “Oh long Johnson” rufen, weil unsere alten Parolen niemand mehr hören will. Weil “Hoch mit der internationalen Solidarität” so alt klingt und “Schwerter zu Pflugscharen” niemand mehr versteht. Während wir mit den alten Mittel nichts erreicht haben und Stück für Stück alte Errungenschaften verlieren, kopieren unsere Gegner_innen das letzte, womit wir erfolgreich waren. Und die breite Masse versumpft vor Bildschirmen. Wir holen niemand raus auf die Straße mit den Mitteln, die schon seit Jahren nicht mehr ziehen.

Kurz gesagt:
Raus mit dem Bullshit. Rein mit den Katzenvideos.

Standard
Politik-Pudding

“Wer nach allen Seiten offen ist kann nicht ganz dicht sein.”

(Geschrieben im Oktober 2012)

“Eigentlich halte ich mich für relativ tolerant. Ich beschäftige mich leicht stärker als mein direktes Umfeld mit Feminismus- und Gerechtigkeitsthemen, ordne mich politisch eher links ein und fühle mich eher der unteren Mittelschicht zugehörig (wenn überhaupt).

Die Frage, die sich mir seit einem Besuch des ALDI stellt, ist recht einfach: Wo hörts bei mir auf? Welche Indiologien (Indie/Idiologie? Oder ein Schreibfehler?), welche Meinungen, welche möglicherweise Fehleinschätzungen würde ich – unter normalen Diskussionsbedingungen – nicht aufgeben wollen. Darüber zu spekulieren, was überhaupt nicht aufgegeben werden kann, egal was passiert, halte ich für unsinnig.

Das Grundgesetz? Würde ich sofort aufgeben. Nicht, weil das Grundgesetz Unsinn wäre oder die Mängel darin nicht überwunden werden könnten. Aber, wenn eine bessere Verfassung möglich wird, wenn die Gegebenheiten eine – beispielsweise eine EU-Verfassung – nötig machen würden, die die Werte des Grundgesetz nicht auslöscht, sondern noch übersteigt, dann würde ich lächelnd das Grundgesetz wegwerfen. Würde sich herausstellen, dass die neue Verfassung keinen Wert hat, würde ich aber auch sofort mich – vielleicht sogar gewaltvoll – dafür einsetzen, die “alte Ordnung” wiederherzustellen.

“Die Würde des Menschen ist unantastbar.” Das würde ich unterschreiben. Vielleicht auch: “Die Würde des Lebens ist unantastbar.”, auch wenn eine solche Formulierung problematisch wäre. “Die Würde des Menschen” ist aber nicht weniger problematisch. Schließlich lässt sie die Möglichkeit offen, über die Anpassung des Menschen-Begriffs die Würde einzelner nun Nicht-Menschen einzuschränken – so wie ja Frauen zunächst nicht inbegriffen waren.

Ich habe kein Problem damit, dass Menschen sterben. Ich habe auch kein Problem damit, dass Tiere getötet werden. Ich bin aber der Meinung, dass Tiere – egal ob für den Verzehr, die Zucht oder als Haustier gedacht – eine Würde haben sollten.

Und dann? Abgesehen von der Würde der Lebewesen? Letztlich also ein Respekt vor dem Seienden und einem selbst. Abgesehen davon? Abgesehen davon scheint für mich alles – relativ – verhandelbar. Über die Lebendwürde und die daraus resultierenden Notwendigkeiten lässt sich mit mir aber nicht reden. Lebendwürde, dazu gehört Respekt vor dem Seienden. Respekt also vor allem vor Mitmenschen, vor Tieren, Pflanzen, der Natur, all dem. Dazu gehört dann aber auch, dass ich niemand als Person angreife. Ich kann die Rolle, die eine Person einnimmt, in der Luft zerreißen. Ich kann “ACAB” brüllend durch die Stadt ziehen und ich kann einen Burschenschaftler aus übelste kritisieren. Genau, wie ich auch anderen zugestehe, mich zu kritisieren. Wenn die Diskussion aber vorbei ist, dann gehe ich mit dieser Person auch gerne noch ein Bier trinken.

Das ist für mich eine notwendige Unterscheidung. Personen und ihre Ansichten, Personen und ihre Taten sind niemals deckungsgleich. Es kann durchaus sein, dass ein Massenmörder ein ganz wunderbarer Abendgast ist.

Andererseits, wie soll man “schlechte Taten” behindern oder kritisieren, wenn man danach mit den Tätern auf Du-und-Du ist? Alles nicht so einfach.”

“Lass uns da mal bei einem Bier drüber reden.”

Standard