Persönliches & Erfundenes

Seufzsingle (3)

Realtalk: Ich bin unglaublich schlecht im Verknallt sein. Zum einen werde ich noch viel tollpatschiger als ohnehin, mir rutschen dumme Sachen raus und ich kann – kann einfach nicht – das Verhalten anderer Menschen, deren Reaktionen und Gesichtszüge richtig deuten. Ich weiß nicht, was ich sagen soll oder was ich denken soll und…

Ich war bereits in einer Beziehung, und auch wenn sie nur ein Jahr lang hielt, denke ich doch, dass sie nicht komplett schlecht lief. Ich müsste also wissen, wie das funktioniert. Das Kennenlernen, das herausfinden, ob man jemanden mag und diese Person einen auch mag. Und ob man mal schauen soll, ob man gerne miteinander Zeit verbringen mag.

Und trotzdem. Pinguin-Modus. Fuck.

(Undatierter Notizzettel. ~März 2015?)

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Persönliches & Erfundenes

Seufzsingle (2)

(Entwurfstatus. Als Serie veröffentlicht.)

Für einen Moment fühle ich mich heute verzweifelt alleine.
Eigentlich lehne ich prinzipiell Beziehungszeugs ab. Eigentlich versuche ich mich gegenüber derartigen Lebensumständen und -zielen abzugrenzen. Ich will in keiner Beziehung sein, sage ich.

Aber ich vermisse es, ab und zu, von eine_n Partner_in zu wissen, auf die_den ich vertrauen kann. Jemand_e, mit der_dem ich – wenn er_sie das auch will – kuscheln, knutschen und kumpeln kann, ein Genosse zum Genuss, ein Bis-zum-Weltende-Freund, yada yada.

Habe ich einen bestimmten ‘Typ’? Ich stehe auf consensual, abgesehen davon tue ich mir mit Eingrenzungen recht schwer. Möglicherweise ist eine Folge davon, dass ich in beinahe jedem Seminar jemanden cute finde, von Crush‘chen zum nächsten wandere, aber mit niemand es richtig wagen möchte. Wozu auch? Es endet eh immer böse. Und in den wenigsten Fällen haben Menschen Interesse an mir. Nicht mal ich selbst bin mein Typ, warum sollte ich dann der von anderen sein? “Consensual”, wenn auch einziges Ausschlußkriterium, schließt praktisch alle* aus. Nicht nur partnerschaftlich, auch als potenzielle Freunde.

Im Moment wäre ich wohl gar nicht fähig, Teil einer Partnerschaft zu sein. Wie gesagt: Ich kann mich nicht mal selbst leiden und Leute, die mich mögen, können nicht ganz richtig sein – oder ehrlich. Eine Beziehung würde auch nicht allzu lange halten. Eine Freundschaft, die zu manchen Momenten manche von mir gemissten Aspekte beinhalten kann, dürfte beständiger sein als der sinnlose Versuch, mit jemandem als Partnerschaft zusammen zu sein.

Vom Gefühl des Alleine sein – und dem daraus genährten Drang, mich bei irgendeinem Partner-Shit anzumelden oder (OH GOTT!) mich von meinem Freunden verkuppeln zu lassen – rettete mich glücklicherweise eine Katze, die mich lange genug abzulenken wusste, damit ich meinem Schmerz wieder dorthin schieben konnte, wo er hingehört.

Vielleicht habe ich ja noch die Chance, eine Crazy Cat Lady zu werden. Hörte, das dürfen jetzt auch Jungs werden.

[…]

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Persönliches & Erfundenes

Seufzsingle

(Entwurfstatus. ~Juli 2014. Als Serie veröffentlicht.)

Jaja, du bist ganz toll. Für irgendjemand.
Du bist halt nicht mein Typ, und ich bin sicherlich auch nicht deiner.

Shit. Was soll ich darauf bitte sagen? Autsch. Nein, ich wöllte nicht mit dir zusammen sein. Ehrlich nicht. Aber nicht, weil du nicht mein Typ bist. Ich weiß nicht, ob ich einen ‘Typ’ habe. Es gibt schon Menschen, die ich mag. Leute, mit denen ich in bestimmter weise gut funktionieren. Mit denen ich Zeit verbringen will. Reden; nicht alleine allein sein; nachts chatten; kuscheln; Konsole zocken; Bier trinken; wissen, dass die Welt nicht so sein muss; vielleicht auch mal knutschen. Mit jedem Menschen und in jedem Moment funktionieren manche Sachen, und andere halt nicht. Wo ist da das Problem? Wenn ich mit jemandem verdammt nochmal jetzt kuscheln möchte, und dieser Mensch das auch jetzt will, verdammt… dann muss man da einen Zettel draufkleben? Dann ist das jetzt X und nicht Y, und blah… Bullshit. Alle erwarten immer “Dies” oder “Jenes”. Aber das funktioniert für mich nicht. Nicht im Moment.

Ich kann keine Beziehung eingehen. Ich kann mit jemandem zusammen sein, jaja, vielleicht, aber das würde nicht halten. Nicht lange genug.

Die Alternative sind Kuschelfreundschaften, Knutschfreundschaften, Nicht-alleine-allein-Freundschaften, usw.

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Studium

Neues Semester, neues … Meh

Langsam wechseln die Fragen, die mir Leute verwundert bezüglich meines Studiums stellen. Früher war das “Skandinavistik? Was kann man denn damit machen?”, heute fragen die Leute, die sich eigentlich nur in eine Small-Talk-Situation gedrängt fühlen und nicht wirklich interessieren, wie lange ich denn noch studieren wöllte.

‘Nun,’ erkläre ich dann, ‘aufgrund mehrerer Wechsel bei den Lehrenden und einer Umstrukturierung der Sprachkurse muss ich zirka 2 Semester länger studieren als die Regelstudienzeit wäre.’ Die Leute schauen mich dann an mit einem Blick, der wohl “d.h.?” ausstrahlt, und ich ergänze: ‘Also noch etwas über einem Jahr.’

Die Sprachkurse strecken also mein Studium – ich hätte aber wohl so oder so länger benötigt -, was mich in die angenehme Lage bringt, nicht mehr allzuviele Kurse jeweils in den verbleibenden Semestern belegen zu müssen. Ein bisschen Schlüsselqualifikationen hier, die Sprachkurse, zwei Hauptseminare, zwei Sitzscheine, bisschen hier und da, das eine Proseminar, welches ich seit Ewigkeiten vor mir her geschoben habe… Wäre machbar in einem Supersemester mit 40+ Wochenstunden Anwesenheit und anschließender Notschlachtung, verteilt auf drei Semester geht das allerdings… hoffentlich. Wie meine Bachelorarbeit werden könnte, davon habe ich noch keinen richtigen Plan. Ideen, ja, aber nichts, womit ich mich trauen würde, jetzt zu beginnen.

Und was geht dieses Semester so?
Schön, dass du fragst.

Belegen – und bestehen – sollte ich auf jedenfall Schwedisch IV. Um da ein bisschen sicherer zu gehen habe ich auch Schwedisch III noch einmal belegt – als Wiederholung -, beide Kurse finden Samstags statt, weshalb ich dann leider nicht arbeiten gehen kann. Meh. Der dazugehörige Konversationskurs ist am Dienstag.

Hauptseminar in Skandinavistik benötige ich – sofern das letztes Semester als bestanden gewertet wird – nur noch eins. Dafür kommt am ehesten eines zu Kriminalliteratur bei unserer Professorin G. in Frage. Immer Donnerstags. (Die Romane habe ich schon bestellt und lese gerade. Zirka 500 Seiten pro Sitzung. Und das, wo ich so quälend langsam lese…)

Ebenfalls am Donnerstag könnte ich in meinem Nebenfach Germanistik ein Hauptseminar zu Implikaturen und Perspektiven belegen, was vom Ankündigungstext schon sehr interessant klingt. Auch ein Germanistik-Hauptseminar, welches in Frage käme, ist Modelle des Satzverstehens. Hm. Vielleicht gehe ich auch – wenn ich mich motiviert halten kann – in beide.

Eventuell wiederhole ich auch die Einführung in die Literaturtheorie bei Frau L., einfach, um meine Kenntnisse noch einmal aufzufrischen.

Dazu kommt ein Online-Seminar zu Gesprächskompetenz – welches mich jetzt schon nervt, aber möglicherweise in zweien der Hauptseminaren weiterhilft, und… es gibt 8 ECTS-Punkte – und dann ist da noch die unausweichliche Fachschaftsarbeit. Yeah.

Nebenher müsste ich noch Zeit finden, zwei Webseiten zu erstellen und zu betreuen (ohne WordPress. :( … meh). Außerdem sollte ich mich echt mehr in meinen Vereinen und Gruppen einbringen. Und Privat steht auch viel an. Darüber möchte ich aber erstmal noch nichts erzählen.

Und dieses Blog. Immer wieder dieses Blog.

Mal schauen, wies weitergeht. Bis Mai sind hier noch einige Texte in der Warteschleife – teilweise uralte Entwürfe, neue Texte, Geschehenes und Fiktives -, es dürfte also in diesem Blog weitergehen, auch wenn ich mich erstmal mehr aufs Studium, mein Leben und die Menschen darin konzentrieren möchte.

Im Juli feiern wir dann mein 10jähriges. Mal sehen, ob ich das irgendwie würdigen werde. (Ideen sind herzlichst willkommen.) Auf jeden fall geht es weiter. Weil das halt so ist.

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Schlechte Laune

And i still haven’t found my place

Ich habe keine Talente. Ich habe keine Hoffnung. Ich bin nur frustriert.

Da gehen die Menschenhasser demonstrieren, skandieren die moderne Form von “Ausländer raus!” und “Schwule verbrennen!”, und ich habe echte Schwierigkeiten, ob diesen Leuten nicht auch zum Misanthropen zu werden.

Wie umgehen mit dem Hass? Wie umgehen mit den Fragen? Mit dem kleinen Weltuntergang jeden Tag? Ich ertrage das nicht, einfach so weiterzumachen. Aber ich weiß auch nicht, was ich sonst tun sollte. Im Schreiben entsteht die Welt. Im Denken geht sie unter. Wenn wir eh nichts bewegen können, es eh kein Richtig im Falschen gibt, wozu es dann noch versuchen? Für frustrierende Blogpostings?

Ich bin abhängig, liege der Welt auf der Tasche – Flächenverbrauch, Wasser, Finanziell -, und ich werde in diesem Leben nichts daran ändern können. Die einzige sozial verträgliche Form des Umweltschutz ist der Massensuizid. Die einzige sozial verträgliche Form der Arbeitsnehmerfürsorge ist proaktive Sterbehilfe. Wir retten unsere Arbeitsplätze nur, wenn wir alle sterben. Wir stoppen die “Überalterung” der Menschen nur per Zwangsableben. Die Antifas und Linken und Wutbürger mag eh niemand… und Vergewaltigung ist in Wirklichkeit eine gute Sache.

Stehen Sie auf der Kante eines hohen Gebäudes und machen Sie den ersten Schritt in eine bessere Zukunft.

Aber, jaja, man sollte nicht zu Suizid aufrufen. Die Folgekosten sind da einfach nicht absehbar. Und es wird ja nichts besser, wenn wir uns alle umbringen.

Ich hab halt nur wieder häufiger das Gefühl, dass es nichts bringt, dass ich mich besser anpasse und dann eben Antidepressiva schlucke oder eine ernstzunehmende Alkoholikerkarriere beginne. Die tun wenigstens was für unser Sozialsystem!

Disclaimer: Nein. Ich bringe mich nicht um. Mich werden Sie leider nicht mehr los.

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