Im Schwitzkasten

egal

Die Baden-Württembergischen Schülerinnen und Schüler bejubeln mit als letzte Schüler Deutschlands den Sommerferienbeginn. Erst Ende Juli dürfen sie urlauben, während beispielsweise die Schüler aus Bremen um diese Zeit schon die letzte Ferienwoche haben. Wirklich stören tut mich das nicht, schließlich sind die Ferien überall gleich lang, egal, wann sie anfangen. Was mich aber stört, sind die bundesweiten Einzelhandelsketten (zum Beispiel Müller), die schon eine Woche vor unserem Ferienbeginn (also für Bremer in der vorletzten Ferienwoche) für ihre „Schulanfang“-Produkte werben. Häßliche, sehr sehr häßliche Kinder werben dann für Füller, Papier und allen anderen Unsinn, den man in der Schule eben braucht – oder eben nicht.

Durch diese Einzelhandelsquälerkampagnien kommt bei mir nicht wirklich Ferienstimmung auf (wir verreisen ja auch dieses Jahr nicht). So kommt es dann, dass ich meine Ferien über krank war, früh aufstand (um How I met your mother zu sehen) und tatsächlich auch Hausaufgaben machte – wenn auch unwillig und nur so halb. Was ist mit diesen – noch zwei Wochen dauernden – Ferien nur los? Warum sind meine letzten Sommerferien nur so… unbedeutend?

Neulich stand ich in der Küche, um das Mittagessen zuzubereiten (ja, wenn man früh aufsteht, kann man auch das Mittagessen machen) und der Backofen heizte auf. Ich schälte Kartoffeln und geriet in verschlossenen Raum derart ins Schnitzen, dass… naja. Mir fällt kein Vergleich ein. Heute kümmere ich mich – „Brauchst du noch irgendwas?“ – um meine Mutter, die dank einer Knieoperation gerade außer Gefecht gesetzt ist. Wieauchimmer.

Vor lauter Zeitvergehen, vor lauter Zukunftsangst, vor lauter Verpassenspanik renne ich in meinem kleinen Käfig auf und ab und gerate so ins Schwitzen.

Aber, was solls. Noch 2 Wochen, und die Sommerferien sind genauso vergangen und vergessen, wie meine Pläne dafür.

2 Antworten auf „Im Schwitzkasten“

  1. Da fällt mir eine uralte „Mädchen“ ein, die ich mal durchblättern durfte. Auf einer der hinteren Seiten ein Gewinnspiel und abgebildet die „Gewinnerin des Mädchen-Füllers…“ Dachte ich: Das klingt nach einen Traumjob. ;D

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