Schöne oder frohe Weihnachten?

Es entbrennt gerade wieder ein Streit um eine Grundsatzfrage: Wünschen wir uns schöne oder frohe (oder gar fröhliche) Weihnachten, Feiertage, etc.? Die Kirchen sind natürlich bei dieser Grundsatzfrage ebenso fein raus, wie beim Thema Evolution. Sie sprechen einfach von einer besinnlichen, gesegneten Weihnachtszeit, und umgehen damit den alten Kampf schön gegen froh.

Team Froh ist mit seinem Bruder fröhlich seit jeher sehr gut aufgestellt. Jedoch holt Team Schön von Jahr zu Jahr auf. Es ist anders, geschliffener, übergreifender, anerkannter. froh zährt lediglich Jahr für Jahr von seiner Substanz. froh bleibt die Weihnachtszeit nur, weil der Begriff über so lange Zeit Verwendung fand und die alljährlichen Standardbriefe nicht angepasst werden. Aber die gesprochene Sprache hat die alten Schriftstücke längst überholt. Das viel allgemeinere schöne Weihnachten hat längst seinen widrigsten Widersacher überrumpelt. Bis zum Sieg dauert es aber noch. Zu fest sitzt die alte Wortkombination in den Köpfen. Aber längst rollen alte Köpfe. Wird schön am Ende also siegen?

Vielleicht nicht: Eine letzte Chance bleibt der fröhlichen Weihnachtszeit, sich gegen ihre Widersacher zu behaupten. Ausgerechnet der Anglikanische Raum mit seiner „Merry X-Mas“ könnte das fröhliche wieder populär machen – und damit auch seinem Bruder froh helfen.

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