Einen Sitzen haben.

ich-modischuntalentiertIch steht irgendwie auf Sitzsäcke. Als ich noch sehr klein war, war das kein Problem (siehe Bild rechts). Da war jedes Kissen ein Sitzsack. Heute muss ich mir komplizierte Bettdecken-Kissen-Zusammenbauten leisten, um ein Sitzsackgefühl auch nur ansatzweise zu spüren. Aber es ist einfach nicht das selbe. Ein echter Sitzsack muss mehr. Zu meinem und seinem Wohl!

Der Sitzsack ist im Innersten ein zutiefst verwirrtes Kind. Es nennt sich selbst „Sack“ und wünscht, dass man auf ihm platz nimmt, während er selbst auch Platz nimmt. Uns. Weg. Ein Sack, also etwas – für Stadtkinder – wie ein Kopfkissen, drei Seiten zu, eine Seite offen, in den man etwas rein tun kann, ist er ja nun nicht direkt. Der Sitzsack ist viel mehr eine Art großes Kissen, dass – anstatt nur dem Kopf und Rücken gut zu tun -, dem ganzen Körper – vor allen Dingen dem viel geplagten und plattgesessenen Gesäß – die Gabe der Erholung schenkt. Zu gerne würde ich mich auf dieses Sitzmöbel fallen lassen, es umarmen, und trösten, damit es erkennt, wer und was es eigentlich ist: Nämlich ein ziemlich cooler Platz zum Büffeln, Bloggen, Musik hören und Lesen. Ein Sitzsack würde in meinem Heim, einer Zufluchtstätte für verwirrte Möbel- und Einrichtungsgegenstände – z.B. dem „Ich bin ein Schlafsofa“-Kissen -, einen Rückzugsort finden, und ich fände das auch ziemlich toll. Weil ich eben nicht den comfortabelsten Arsch der Welt habe, nicht genug Geld auf der hohen Kante und erst Recht nicht ausreichende Fähigkeiten, um mir mit irgendwelchen Taschenspielertricks einen solchen Sack zu beschaffen. Daher bleibt nur eins: Marcel von UARRR davon überzeugen, dass ein Sitzsack von Smoothy bei mir ein neues, fürsorgliches Zuhause finden sollte.

Warum sollte also ausgerechnet ich den Sitzsack bekommen? Weil es sowohl den verwirrten Sitzsack als auch mich glücklich machen würde. Punkt.

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