Ahja… Bank… soso… Finanzkrise… war da nicht was?….

Wie soll man im Bildungsumfeld mit Unternehmen umgehen? Wie soll man mit Menschen umgehen, die einem helfen wollen – aber auch etwas verkaufen? Oder blicken wir zu kurz, wenn wir unterstellen, jemand, der im Namen eines Unternehmens auftritt, vertrete und verkaufe auch deren Produkte?

forever... alone.

Am 20. April besucht jemand von der Volksbank unserer Unterricht, um uns in den ersten beiden Unterrichtsstunden etwas über Finanzanlagen und nun notwendigen Versicherungen zu erzählen. Nun handelt es sich bei den Volksbanken in Deutschland um eingetragene Genossenschaften, wenn man so will also Vereinen mit wirtschaftlicher Zielsetzung. Aber eben nicht nur wirtschaftlicher Zielsetzung – so zumindest mein Eindruck nach einem kurzen Wikipedia-Ausflug.

Als im Internet Aufgewachsene sind wir eigentlich immun gegenüber jeder Form der Werbung. Wir ignorieren sie einfach. Eigentlich. Aber, ist das nicht eigentlich nur eine Ausrede, weiterhin werbefinanzierte Dienste zu nutzen? Lügen wir uns nicht in unsere eigene Tasche, wenn wir behaupten, für uns sei Werbung nur Information, und nicht Manipulation? Und wer kann überhaupt sicher sagen, dass es Werbung ist, bevor man es sich betrachtet hat? Vielleicht informiert die Volksbank tatsächlich nur zu unserem Wohl?

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Und ich weiß erst recht nicht, wie ich damit umgehen soll. Boykott? Aber ich habe auch Firmen besichtigt, warum jetzt damit beginnen? Kritik? Nachfragen? Belüge ich mich nicht selbst? Stört es mich nicht eigentlich nur, dass uns dieser Termin aufgezwungen wird – als Pflichtveranstaltung – und man zuvor nicht einmal fragte: Wollen Sie das? Will ich als selbsternannter „Erwachsener“ nicht eigentlich nur entscheiden, ob ich mich einer Werbeveranstaltung aussetze oder nicht?

Wahrscheinlich würde ich weniger murren, müsste nicht ausgerechnet mein geliebter Deutschunterricht hierfür bluten. Die Volksbank hat mein Misstrauen nicht verdient, meine Lehrer wollen uns nur auf die Zukunft vorbereiten – und trotzdem habe ich ein flaues Gefühl im Magen. Soll ich einfach fragen, ob ein Unternehmen, das von dieser Entscheidung lebt, tatsächlich der richtige Ansprechpartner ist? Ich weiß nicht.

4 Antworten auf „Ahja… Bank… soso… Finanzkrise… war da nicht was?….“

    1. … Hab mir heute mal nen Flyer von McDonalds einem großen amerikanischen Fleischverfütterungsbetrieb angesehen. Offenbar bin ich sogar zum Pommes schütteln noch unterqualifiziert. ;-)

      Daher neuer Plan für die Zukunft: Erstmal studiere ich Hartz I – III, und mach dann einen Bachelor in Hartz IV.

      (Bei mir auch.)

  1. Nicht schlecht für einen Aprilscherz. Sch von den Banken, die die ganze Misere erst eingerührt haben, die Finanzlage erklären lassen. Schenkelklopfer!

    Wiewas? Kein Aprilscherz?

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