Warum jeder Versuch die Welt zu retten zum Scheitern verurteilt ist.

apfelgesicht

Neulich fiel mir ein schönes Bild für unsere Situation ein:

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Wir sitzen in einem Auto, welches auf eine Mauer zu rast.
Im Wageninneren diskutieren wir:

Sollen wir das Lenkrad verwenden, um abzudrehen? Vielleicht streifen wir die Mauer dann nur. Sollen wir die Bremse drücken? Oder wenigstens runter vom Gas? Dann kommen wir vielleicht mit Blechschaden davon. Unsere Rettungsvorschläge werden alle abgelehnt. Manche glauben nicht an die Mauer, andere nicht an den gemeinsamen Wagen. Manche Insassen wollen sich nicht anschnallen. Zu bequem ist die Fahrt, um an ihr Ende zu denken.

Außerdem: Unsere Ideen könnten ja den Reifen schaden.
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Bestimmt habe ich das nur irgendwo gelesen. Und zu lang ist es eigentlich immer noch.

Unsere Ohnmacht deprimiert mich. Eigentlich weiß ich, dass diese Welt nicht mehr zu retten ist. Weil wir zwar begreifen, uns aber weigern, zu handeln, weil wir Ja sagen, jedoch immer nur mit „aber“. Wir haben es nicht mehr verdient, gerettet zu werden. Es wird keine Arche geben für uns Menschen, keinen Gott, der uns rettet, wir können nur hoffen, dass es schnell vorbei ist.

Wer begreift, wird ohnmächtig. Wer ignoriert, verschwendet Chancen. Wer handelt, dessen Tun verpufft im Nichts.
Und wehe jemand kommt mit diesem verdammten Schmetterlingsspruch.

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7 Antworten auf „Warum jeder Versuch die Welt zu retten zum Scheitern verurteilt ist.“

  1. wenn man sich die arche wie ein schiff vorstellt, dann würd ich auch an der ganzen sache zweifeln. aber ich glaube, es kommt ein bisschen auf die definiton von… rettung an. ich denke immer, der zusammenhalt einer familie, das wäre am ende aller tage, meine ganz persönliche rettung xD
    hmm. ich habe keine angst vor der zukunft oder dem tod, nur vor der leere, die der tod bei manchen hinterlässt.

    1. Die Arche Familie mag Rettung sein, aber sie führt uns ja nirgendwo hin. Wir sehen kein Land irgendwo und keine Taube bringt uns Zweige.

      Aber, ich bin wahrscheinlich einfach nur schlecht gelaunt und sehe deshalb alles so negativ.

  2. Ich finde die Geschichte spannend, ich sitze auf der Kühlerhaube sehe in das innere vom Wagen und genehmige mir ein Gläschen Wein. Ich will wenigstens die seltsamen Gesichtsausdrücke miterleben, wenn die begreifen, dass die Mauer echt ist.
    Möchtest du auch ein Glas Wein?
    lg
    amad

    1. Wäre doch schade, wenn ich das Glas Wein beim Aufprall verschütte. Und sowieso: Alkohol am Steuer ist ja schon gefährlich, aber auf der Kühlerhaube? ;)

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