Wie überlebt man eigentlich das alles?

Narviknacht

Vielleicht lässt sich meine momentane Überlebensstrategie an der Uni auf eine Formel bringen:

Lieben, was man macht, aber es nicht ernst nehmen.

Ich wöllte nichts anderes machen, auch wenn ich die Berge an Aufgaben und das frühe aufstehen hasse, auch, wenn ich kaum soziale Bindungen flechten konnte in den letzten Wochen, auch, wenn ich endlich auf eigenen Beinen stehen will. Aber, ich will nichts anderes machen. Ich will nirgendwo anders sein. Ich bin mir nicht sicher, ob der Abschluss wirklich meiner ist, aber Uni fühlt sich nach Zuhause an.

Andererseits darf und kann ich es nicht ernst nehmen. Ich würde an meiner Unwissenheit zerbrechen, an moralischen Ideologien („Ja, genau, ich studiere in der Tierversuchsstadt“.) und letztendlich verzweifeln müssen, weil nichts funktioniert und alle anderen ihren Weg zu finden scheinen.

So gesehen ist es nur eine Fortsetzung des Blogmotto „Das Blog bin ich“ und dem davor liegenden Lebensmotto „Fuck. That. Shit.“, dass ich nach einer recht ungemütlichen Übernachtung in einem Zug nach Bergen endgültig übernahm. Ja, da ist eine gewisse Ähnlichkeit sichtbar in den drei Weisheiten. Und dennoch ist es nicht einfach danach zu leben. Es gibt so viel zu erzählen – zum Beispiel wollte ich schon vor tausend Jahren die kleine Anekdote erzählen, wie eine Dozentin mitten in ein Referat hineintrollte und ich (einer gewissen Übermüdung geschuldet) tatsächlich ein Trollface sah – und ich schaffe so wenig davon. Und es tut weh, weil ich es eben doch ernst nehme.

So ist das mit der Liebe. Und der Uni. Und Blogs.
… aber eigentlich ist es auch ganz anders.

Wie war Ihr Leben in letzter Zeit so?

4 Antworten auf „Wie überlebt man eigentlich das alles?“

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