ja du ahnst es nicht, da legst di nieder

Ich hab gehört ihr stet auf einfache, halb-fiktive Geschichten. Hier ist eine.

Schließfächer...

Bekanntermaßen habe ich schon an recht unterschiedlichen Orten geschlafen.

Beispielsweise im Bahnhof von Narvik (das oben zu sehende Schließfach stand in selbigem Bahnhof). Daneben nächtigte ich in unzähligen Zügen, Bussen und auch für einige wenige, aber sehr entspannende Minuten in der Bettenabteilung eines IKEA-Möbelhauses. Legendär ist ebenfalls die Geschichte, wie ich in einer eiskalten Nacht nach unzähligen Bieren den Kürzeren zog und im Kofferraum eines Kleinwagens schlafen durfte, während meine beiden Kollegen sich auf den Vordersitzen breit machten. An sich kein Problem, nur das Gefühl mit völlig zerstörtem Rücken in einem Kofferraum aufzuwachen und die ersten Sekunden nicht zu wissen, wie und warum man dort hin kam, ist doch eher unangenehm.

Wie ich heute Abend lernen durfte sind Kofferräume von fahrenden Autos kein geeigneter Ort um zu schlafen. Zumindest, wenn mein Bruderherz am Steuer sitzt. Einer der bedeutenderen Nachteile an ausgebauten Sitzen in Kleinbussen ist ja der, dass plötzlich weniger Leute darin sitzen können. Zwei Sitze und drei Personen sind jedenfalls ein Problem. Zumindest, wenn man mit vierzig Sachen durch Kreisverkehre donnert und Kurven nimmt, als müsste man die schwangere Frau in die Klinik schaffen – oder mit einem DeLorian in der Zeit reisen. Wie dem auch sei. Ich wurde von einer Ecke zur anderen geworfen – Achterbahnfeeling – und bin dankbar um jedes Fettpölsterchen, welches federte. Autsch.

Ein Rat: Die Gurtpflicht gibt es nicht ohne Grund. Glauben Sies mir einfach.

4 Antworten auf „ja du ahnst es nicht, da legst di nieder“

    1. Es gäbe da noch einiges zu erzählen, aber… sowas will doch niemand lesen!

      (Falls ich mal in Stimmung bin schreibe ich darüber, warum man Jugendlichen unfreundlich begegnen sollte und warum meine Mutter noch nicht mit ihrem Mobiltelefon umgehen kann… und eventuell könnte ich auch etwas aus meinem Studentendasein erzählen. Aber, mal ehrlich: Sowas interessiert doch niemand! Dieses Blog war interessant als Coming of age-Geschichte, weil die Leute ihre eigenen Jugenderfahrungen hier noch einmal reflektiert sahen und allgemein ein hohes Interesse an Erzählungen vom Erwachsenwerden hängen, aber jetzt? Das Studentendasein kennen 2/3 der Leser aus eigener, oft aktueller Erfahrung. Das andere Drittel – also du – kennt die ganze Geschichte aussreichend aus ihrer direkten Umgebung. Wozu sowas also noch aufschreiben? Wozu das Internet mit so Zeug vollmüllen, dass eh niemand interessiert? Weil ich es möchte. Ja. Aber, wenn ich das nicht mehr möchte?)

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