Wir können Nichts, wir sind Nichts, wir wollen Nichts und wir werden Nichts: In diesen Sinn.

Die Prüfungszeit naht in unaufhaltbarem Tempo heran. Eigentlich sind es zwei Phänomene, die hier aufeinander treffen: Einerseits war die tatsächliche Zeit zu Schulzeiten zwischem dem eigentlichen Lernen und der großen Prüfung am Ende viel länger – ich erinnere mich, dass die nächste Prüfung einmal 3 Jahre weg lag -; andererseits erscheint einem, wenn man älter wird, der Zeitablauf viel schneller. Während zwischen zwei Weihnachten als Kind Welten lagen, reicht es jetzt gerade noch um aufgeschreckt „Was, schon wieder?“ zu rufen.

Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber mich überrascht, wie schnell die Zeit vergeht. Seit ich angefangen habe, Worte in dieses Textfeld zu tippen, sind sicher schon 5 oder 10 Minuten verstrichen. Ich starre den kleinen Strich an, der markiert, an welcher Stelle ich gerade im Text Worte eingeben kann, und der aufblinkt, sobald ich aufhöre, ihn mittels meiner Worte vor mir herzutreiben, als wäre er ein ungeduldiger … ja, genau, mir fehlen die Worte und dann beginnt dieser Strich vorwurfsvoll zu blinken. Er sagt: Hast du gerade nichts besseres zu tun, als dir Worte aus den Fingern zu saugen? Gibt es nichts wichtigeres, was zu erzählen oder lernen oder begreifen wäre?

Ich fühle mich gerade so leer und – auch – dumm, und … in zwei Wochen ist die ganze Aufregung schon wieder vorrüber.

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