Hey, ich hab meine PIN-Nummer vergessen, kann ich vielleicht deine haben?

Es ist ein Krux mit den dem elektronischen Bankensystem. Als hätte ich nicht schon genug Probleme damit, das Bargeld in meinen Hosentaschen nicht zu verlieren oder sinnlos zu verprassen (Beispiel), nun soll ich auch noch eine Bankkarte mit mir herumschleppen, mit der sich überall an Automaten auf praktisch mein ganzes Geld zugreifen kann. An sich ist das natürlich zu begrüßen, da ein Automat weniger Kosten und Umweltbelastung verursacht als die mit Mitarbeitern befüllte Bankfiliale um die Ecke. Aber ich als alter, vergesslicher Internetgroßvater habe da dennoch meine Probleme.

1… 1.. 1… 1….?

Die Bankkarte führe ich inzwischen in einem zu einem „Geldbeutel“ umfunktionierten Flyer mit mir. Das ist ja alles höchst praktisch, immer und überall auf sein Geld zugreifen zu können, würde ich nicht… nun ja. Es war Montagmorgens, ich gerade aus dem Bett gekrochen und dementsprechend verplant. Nun ja:

Der Montag ging danach übrigens nicht besonders besser weiter. Wobei: Das Ende der Geschichte ist doch ganz positiv: Ein Anruf und nach weniger als 3 Minuten war meine Karte wieder entsperrt.

5 92 7?

Mein Problem ist vermutlich, dass ich mir die Zahlen selbst nicht merken kann, sondern im Kopf stets das Tastenfeld habe, und weiß, an welcher Stelle ich drücken muss. Was das ist? Wie diese Tasten „heißen“? Dafür müsste ich mir ein solches Tastenfeld nochmal ansehen.
Bedauerlicherweise merken sich alle anderen, die ich daraufhin fragte, ihre PIN als Zahl. Man müsste nur ausreichend viele Menschen nach vier Zufallszahlen fragen, und bekäme so sicher jede Menge PIN-Nummern. Bei mir käme man wohl eine Wegzeichnung.

9 7 8 3 …

(Funfact: Die PIN-Nummer meiner ehemaligen Videothekenkarte – selbige ist inzwischen geschlossen – musste ich mir auch über die Position der Tasten auf dem Feld merken. Die Nummer selbst konnte ich mir nie merken. Nach Blick auf ein Tastenfeld muss sie wohl so gelautet haben: 1 1 1 1.)

6 Antworten auf „Hey, ich hab meine PIN-Nummer vergessen, kann ich vielleicht deine haben?“

  1. Uh ich kenne das- obwohl ich nach bravem Üben jetzt auch weiß welche Zahlen ich drücke- schlussendlich fühlt es sich immer ein bisschen seltsam an und ich merke mir praktisch nur den weg den mein finger am tastenfeld zurücklegt.

    Geübt habe ich das peinlich lange am Tastenfeld meines Mobiltelefons..

    1. Klar, ist nicht unzumutbar, aber einerseits finde ich den Weg, wie man sich das merken soll/tut ganz interessant und andererseits sind es ja letztlich nicht nur diese vier Zahlen und ihre Anordnung, sondern dazu kommen die PINs bei Mobiltelefonen, SIM-Karten, in Videotheken, bei verschiedenen Banken, usw. usf.

  2. Ich merk mir die PIN auch überwiegend über die Position der Tasten. Ist schon so ein Automatismus, dass ich die Tasten drücke ohne überhaupt dabei an die Zahlen zu denken. Sollten die Tasten mal aus irgendeinen Grund anders angeordnet sein als sonst, müsste ich definitiv erst kurz überlegen damit ich die PIN nicht falsch eingebe. Würde es aber nach einer kurzen Phase der Irritation doch noch auf die reihe kriegen. Meine Kontonr. und die BLZ kann ich ja auch auswendig.

    1. Was hat dich dazu gebracht, dir deine BLZ merken zu können? Kontonummer verstehe ich. Die gibt man doch häufiger – grade bei Onlinebanking – an. Aber die BLZ?

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