Schüttel dich, wechsel nich‘?

Es ist die alte Frage. Should I stay or should I go? Bleibe ich bei Blog.de, oder traue ich mich endlich in die freie Welt hinaus? Mache mich unabhängig, wie Thomas, Simon, Uwe, Christian und alle die anderen?

Srly?

Warum kein eigenes WordPress? Ich müsste nur z. B. bei Uberspace 10 GB Webspace für einen frei gewählten Betrag mieten und ehrlich gesagt hätte die Domain leblogcestmoi.de dann wenigstens ein bisschen Sinn.

Warum aber wechseln, wenn man sich hier schon über sieben Jahre lang mehr als gut eingerichtet hat? Mit den FreeHTML-Design gehe ich inzwischen halbwegs sicher um – wenn auch immer noch sehr stümperhaft, aber die Zurückhaltung des Anfangs ist verflogen. Die Community, die hier so viele Leute zu halten scheint, ist für mich nur noch ein untergeordneter Punkt. Die meisten Freunde, die ich auf dieser Plattform fand, sind bereits weitergezogen oder würden ebenfalls weiterziehen. (Zumindest so mein momentaner Eindruck). Und längst ist der Feedreader Ersatz für die Freundesliste.

Die Untergangsstimmung wäre ja da. (Wie ich schon vor zirka einen Monat hier beschrieb). Blog.de hat nicht mehr den Charm, den es noch versprühte, als ich vor gut 2 Jahren entschied, nicht zu wechseln. Auch die vielen, kleinen Probleme verzeiht man nicht mehr, jetzt, wo diese Plattform kein junges Start-up mehr ist, sondern Teil eines großen, internationalen Internetkonzerns (nein, nicht Google oder Facebook).

Bei Blog.de finde ich nur noch Veralteten Mist oder Zeug, das mich nicht interessiert. Aber deshalb gehen? Würde es bei mir aber nicht laufen wie bei Christian oder Simon (Links oben), die nun noch weniger bloggen als ich? Einen Neuanfang wagen, um dann ganz unauffällig ganz zu gehen? Nach dem letzten Relaunch kommt das Ende?

Klar ist: Ich bin kein Marcel und erst Recht kein René. Und in diesem Leben werde ich auch keiner mehr. Aber das will ich auch nicht. Aber ich will auch kein Maikinet werden (nicht, weil der doof wäre, sondern weil er eine ganze Weile alles mögliche probiert hat, WordPress, Tumblr, Podcasts, Nachrichten, alles, ohne bei irgendwas zu bleiben und man als Leser schlicht den Überblick verlor).

Ich will zumindest sowas wie „ich“ sein können. Muss ich dazu einer der WordPress-Lemminge werden? Muss ich dieses Blog loslassen? Oder ist das Blog doch ich?

Soll ich bleiben oder gehn?

Darüber werde ich die nächsten Wochen nachdenken. Wie-der-ein-mal.

10 Antworten auf „Schüttel dich, wechsel nich‘?“

  1. falls du gehst sag bescheid, ich kann dir jederzeit nen wordpress blog geben, müsstest nur ne domain kaufen, bzw auf von mir übermittelte daten konfigurieren :) du kannst auch gern einen frei wählbaren betrag dafür entrichten wenn du das toll findest

  2. Hmm, zumindest würde es mir das Kommentieren erleichtern, da macht mir blog.de nämlich prinzipiell immer Problem – eine Art Strafaktion dafür, dass ich schon gegangen bin.

    Aber ernsthaft, wäg es ab. Die Unabhängigkeit hat viele Vorteile, aber durchaus auch den ein oder anderen Nachteil. (Ich z.B. hab schon mindestens einmal mein Weblog geschrottet und wurde bekanntlich auch schon mal gehackt.) Ganz ehrlich, am Ende glaube ich, dass ist eine glatte 50:50-Entscheidung nach Fakten und letztlich entscheidet dann der Bauch.

    1. in meinen augen ist der grosse vorteil bei blog.de nur die community bzw die damit verbundene anzahl der kommentare die man bekommt – das ist aber ein thema was vor allem für „einsteiger“ interessant ist.

      „Richtige“ unabhängigkeit erreicht man wohl nur mit viel technischem knowhow.

      1. Die Community ist für mich gar nicht das Entscheidende. Eher, dass ich inzwischen die Leute, die hinter dieser Plattform stehen, kenne und denen vertraue. Seit du und Grit fehlen verliere ich eh zusehens die Bindung an Blog.de, warum also nicht ganz gehen? Im Grunde halten mich nur noch der Name Vasco Sommer im Blog.de-Impressum und Blaubeerina im Support.

          1. Hi! (faulit und cYzzie)

            2006-2008 – Da war noch was los bei blog.de
            (Ich erinnere z.b. an Blogger wie Plumpaquatsch)
            Mir wurde es ja schon 08 irgendwie zu heavy.
            Wenn ich jetzt all diese dämlichen Produkttest-Blogs
            seh, drehts mir die Zehennägl hoch.
            Bin noch mit zwei Bloggerinnen bei blog.de verknüpft.
            Ansonsten interessiert mich dieser Laden eigentlich
            gar nicht mehr.
            Probier’s halt mal mit blogspot, faulit.
            Keine Kosten – Keine Kackwerbung – Völlig freie Hand,
            was Gestaltung/Design betrifft. Das System läuft seit
            Jahren stabil. Wie aber schon cYzzie erwähnte –
            wenn dir reger Kommentarzulauf wichtig ist, dann wechsle
            besser nicht. Es führt in der Regel zu Vereinzelung..;-)

            Gruß aus der guten Stube!
            (An euch beide)

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