Es ist so, dass du fehlst

Eine Wohnung zu beziehen hatte ich mir deutlich weniger kompliziert vorgestellt.

Diese 10 qm warten auf meinen Einzug.

Nicht, dass es tatsächliche Probleme gäbe. Ich selbst bin ganz zufrieden. Ein paar Flecken an der Wand, noch keine Küche und auch dem Badezimmer fehlen noch relevante Teile. Tatsächlich stört mich nur, dass es im Moment weder Telefon- noch Internetanschluss gibt („Ich kann so nicht arbeiten!“) und ich – wenn ich denn Geschirr hätte – dieses im Badezimmer spülen müsste.

Aber, immerhin hängen jetzt Lampen in den meisten Zimmern und wirklich gestört von all den kleinen Mängeln und „Abers“ fühlen sich nur meine Freunde. Für sie sind „diese Zustände […] unzumutbar“. Ich könnte damit leben. Ich würde vermutlich mit wehenden Fahnen dort einziehen, wenn es denn, ja, wenn es denn einen Internetanschluss gäbe. Und ich einen Schlüssel für den Briefkasten hätte. Und ich all die kleinen Kleinigkeiten, die zu einer vernünftigen Erstausstattung einer Wohnung gehören („Ein Besen!“, „Ein Eimer!“, „Spülmittel!“, „Ein Duschvorhang!“, „Ein paar Pfannen, ein Wasserkocher, Gabeln, Messer, Teller und Gläser“, …) habe ich natürlich auch noch nicht. (Spotify-Link)

Andererseits muss ich natürlich bedenken, je später ich einziehe, desto später beginne ich Miete zu bezahlen und desto früher muss ich erkennen, wie aufgeschmissen alleine ich eigentlich für mich allein bin.

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