snuva

Es nervt einfach krank zu sein.

Am liebsten würde ich mich in eine Decke einhüllen und einfach abwarten, bis es vorbei ist. Aber eine Mischung aus Angst, Wissen um die Fehlzeiten und Erfahrung treibt mich dann doch in die Seminarräume. An der Universität Tübingen gibt es schließlich eine Fehlzeitenregel (grässliche Verschulung) mit drei Ausnahmen. Man darf in jeder Veranstaltung 2 mal fehlen. Aber: 1. Nicht in der ersten Sitzung, 2. Nicht, wenn Leistung geprüft wird (Vortrag, Prüfung, etc.) und 3. Es ist den Leitern der Veranstaltung freigestellt, auf die Anwesenheitskontrolle zu verzichten oder diese anders zu handhaben.

Nun kann ich einerseits nicht in der ersten Veranstaltung fehlen und andererseits will ich nicht schon so früh meine Fehlzeiten aufbrauchen. Also schleppe ich mich dahin, wo ich hin muss: ein Seminar, ein Tutorium. Die beiden Vorlesungen am Vormittag lasse ich sein. Mit meinem Schnupfen-Kopf kann ich mich so oder so nicht konzentrieren.

Interessant finde ich, dass offenbar jede erste Veranstaltung gleich abläuft. Erstmal wird man nett begrüßt, die Dozenten rattern ihren Stoffplan herunter, den es dann auch in nicht ausreichender Anzahl als Kopien gibt. Dann heißt es, man bräuchte unbedingt dieses oder jenes Buch und man solle sich das doch (Wintersemester) zu Weihnachten wünschen oder (Sommersemester) zum Geburtstag schenken lassen. Aber, das sei wirklich unerlässlich und auch wenn man irgendwie darauf verzichten könnte, dieses wichtige Lehrbuch direkt zu verwenden, so seien doch als Arbeitsgrundlage folgende 25 für sich sehr günstigen Bücher superwichtig und möglichst schnell zu beschaffen. Außerdem gibt es einen Reader und und und.

In meinem Schnupfen-Kopf kam dementsprechend nur eine Botschaft an: Auch nächsten Monat wirst du dir weder Fleisch noch Gemüse leisten können.

Nebenbei erwähnt: In meinem – wie ich heute feststellte – viel zu optimistischen Kostenplan habe ich weder Medikamente noch die Menge an Lehrbücher eingeplant, die nun auf mich zukommt. Ach, und, einen Drucker habe ich auch noch keinen. Vielleicht kann mich mich dazu aufraffen, morgen mal den Gang nach Canossa anzutreten und meine Eltern Mutter (die ist da kooperativer) zu fragen, ob sie mir da eventuell weiterhelfen könnten.

Krank sein nervt.
Krank und finanziell an der Grenze sein … nervt sehr.
Yay, noch 5 Euro für den Rest des Monats!

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