Ett besviket Kök.

Wie lange habe ich auf den vergangenen Freitag gewartet? Im Oktober 2012 bin ich mit Kind und Kegel eingezogen. Die Küche kommt bald. Bald bald bald. Ich malte mir aus, was ich alles backen würde und welche aufwendigen Gerichte es gäbe, wenn erst einmal eine Küche da wäre. Doch es kam keine Küche. Es dauerte bis vergangenen Freitag – also über 10 Monate – bis die Küche auch eine Küche wurde. Und dann wusste ich doch nichts mit ihr anzufangen.

Küche

Vermutlich wäre ich nicht so enttäuscht gewesen, wenn nicht diese lange Wartezeit bestanden hätte, das ewige Vertrösten, das ewige „bald kommt sie“. Ich weiß, dafür kann niemand was und eigentlich sollte ich richtig glücklich sein, nun endlich mehrere Herdplatten verwenden zu können, einen Platz für mein Geschirr und – nun gut, darüber bin ich doch positiv gestimmt – eine Spülmaschine zu besitzen. Aber die vielen kleinen Unsinnigkeiten – tiefe Schränke, in die man kriechen muss, um etwas heraus zu holen; 13 Schubladen, gerade hoch genug für Besteckkästen, aber nichteinmal Toastbrot passt hinein; einer dieser unsinnigen Mülleimer unter der Spüle, die aus dem Gedanken heraus erfunden wurden, seinen Müll durch möglichst viele Gefäße laufen zu lassen, anstatt ihn direkt in den ‚großen‘ Mülleimer zu werfen; und anderes mehr – nagen doch an mir.

Dabei ist es eigentlich genau umgekehrt. Nun sitze ich in einer doch recht hübschen und nützlichen Küche und weiß so rein gar nichts mit ihr anzufangen. Ich koche nicht. Ich esse dort kaum. Den Backofen nutzte ich bisher gar nicht. Den Herd nur um mir Reste warm zu machen. Einzig die Spülmaschine konnte ich einsetzen.

Vielleicht brauche ich aber auch einfach ein bisschen Zeit, mich an die neuen Möglichkeiten zu gewöhnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.