Und alle warten auf einen IKEA in Reutlingen.

Tübingens Nachbarstadt Reutlingen verfügt über diverseste Einrichtungshäuser mit komischen Namen. Rieger, Roller, Wohnland und Braun sind dabei die – flächenmäßig – Größten und füllen auch hier die Anzeigenblätter und ungesicherten Briefkästen mit Hochglanz-Photoshop-Broschüren. Dabei wissen wir alle: Die einzige Werbung, die die Deutschen gerne bekommen, ist der IKEA-Katalog (und ich frage mich manchmal, warum). Was fehlt ist also ein IKEA. Zwar gibt es eine Filiale in Sindelfingen, dieser fehlen aber aufgrund ihrer geringen Größe einige Artikel. Sindelfingen liegt zudem gut 40 Minuten entfernt und ist auch ansonsten keine Reise wert.

Tübingen als Universitätsstadt mit wachsender explodierender Zahl an Studierenden, aber auch immer mehr jungen Familien, böte durchaus ausreichendes Potenzial für ein weiteres Einrichtungshaus in seinem Einzugsbereich. Die ganze Region wächst. Selbst meine Heimatstadt Rottenburg wird immer größer. Warum also nicht?

Erst vor einem halben Jahr eröffnete die „opti-Wohnwelt“ in der Nachbargemeinde Mössingen. Und diese wirbt, um überhaupt wahrgenommen zu werden, während IKEA schon aufgrund von Twitter-Gerüchten Blogeinträge heraufbeschwört. (Q.e.d.) Und Emails. Aufgeregte Emails, mit ernüchternden Antworten. Frau Schulz von der IKEA Callcenter Services GmbH in Rostock antwortete mir auf mein wirres Fragen-Geschwurbel souverän:

„Informationen zu geplanten Bauvorhaben haben wir derzeit nicht vorliegen.“

Hm. Wir hängen uns jetzt alle ans „derzeit“ und hoffen, dass sich das bald ändert.

(Update: Auch 2015 wird es kein IKEA Reutlingen geben, schreibt die GEA. Seufz.)

2 Antworten auf „Und alle warten auf einen IKEA in Reutlingen.“

  1. fahr mal nach Betzingen, ich sah da gestern ein neu gebautes Haus, das sieht wie IKEA aus. Das muss er sein, fand leider noch kein Hinweisschild, aber das sieh aus, als ob es ein IKAE wird.

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