TüBurger: HendleHouse ./. Hoons

HendleHouse Big Chickenburger

Ist Tübingen groß genug für zwei Hähnchen-Ketten im Stile von KFC? Die eine befindet sich am Ende der Wilhelmstraße in Lustnau im ehemaligen Wienerwald. Heute heißt dieser Laden HendleHouse. Es gibt einen großen Gastraum und die Karte hat ungefähr alles, was man aus Geflügel machen kann, wirkt aber weitgehend auch recht fastfoodig. Ich vermute, das ist gewollt. Überhaupt macht sich HendleHouse mit seinen 7 Standorten etwas größer, als er eigentlich ist. Seis drum.

Weil ich schräg gegenüber an der Kreuzstraße meinen Anschlussbus verpasst hatte – jaja, nicht unabsichtlich -, kaufte ich mir einen „Big Chickenburger“. Meinem Eindruck nach die gleichen Geflügelbuletten wie beim Konkurrenten im Blauen Turm – „Hoons“ (getestet, allerdings Foto vergessen), welche ebenso wie das HendleHouse über eine kleine Filialkette mit 6 Standorten verfügen. „Big“ wird der Chickenburger im HendleHouse durch die Doppelung der Buletten. Kann man machen, finde ich eher… ok. Im Nachhinein bereue ich, nicht den „Megaburger“ getestet zu haben. Andererseits wäre es wohl ein nicht gerade kleiner Fauxpas, in einem Geflügelrestaurant einen Rindfleischburger zu bestellen. Die Cocktailsoße ist wie bei der Konkurrenz sehr gut gelungen, wenn hier auch beidseitig – oben und unten! – angebracht. Dafür Pluspunkte. Optisch verliert der Salat zwar, schmeckt dann aber doch überraschend knackig. Der Koch im HendleHouse – an der Theke werden nur Hähnchen gebraten, von der weiteren Zubereitung erfährt man nichts – scheint zudem Tomaten zu lieben. Gefühl eine ganze holländische Plantage fand ihren Weg auf meinen Burger – und danach in einer öffentlichen Mülltonne. Das Brötchen? Ziemlich Standard mit Sesam, allerdings nicht schlecht.

Auch hier scheitert der Versuch sich als Marke zu präsentieren am mangelnden Herz und Erfolg. Ein Fastfood-Laden, in welchem kaum Gäste sitzen und die Mitarbeiter sich langweilen ist traurig. (Lag möglicherweise auch an der Uhrzeit (14:00)).

Kommen wir zu Hoons. Auch hier wird der einfache Chickenburger in bedrucktes Papier eingepackt. Das Standard-Modell- Salat ok, Brötchen Standard, Bulette (eine) wie bei Konkurrenz, Soße auch hier ziemlich gut (Notiz: „Soße: ein Traum“) – ist aktuell für 2 Euro zu haben. Damit völlig ok in Preis und Leistung. Bonuspunkt hier: Zubereitet wird vor den Augen des Gastes in einer eher Imbissartigen Küche. Finde ich persönlich sehr gut wenn man, sollte Bedarf bestehen, mit dem Koch reden zu können. Nächstes mal frage ich vermutlich noch nach Zwiebeln.

Für Fußgänger wie mich ist das Hoons besser zu erreichen, für Autofahrer bietet das HendleHouse mit seinem großen Parkplatz ausreichend Platz. Zukünftig soll es bei ersteren noch einen Lieferservice geben.

Wer besser ist müsste das Los entscheiden. In jedem Fall würde ich beiden größeren Erfolg wünschen. Als ich jeweils dort war fanden sich neben mir nur wenige andere Gäste. Andererseits ist es auch mal schön, nicht so lange auf sein Essen warten zu müssen.

2,5 von 4 rotierenden Brathähnchen ./.
5 von 8 Leuchtschildern.

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