I, I follow you, dark boom honey, I follow you

Ich erwähnte unser Fasnetsthema heuer – „Umzug 2014“ – schon mehrfach und nun, nach den üblichen drei Einsätzen am Schmotziga Donnerstag, Fasnetssamstag und Rosenmontag, wird es Zeit ein wenig zu resümieren.

Unsere Laufgruppe lief als "Umzug 2014".

Wir tranken weniger, unser Wagen war so wenig aufwendig wie nie, wir wurden in der Zeitung mit einem ganzen Absatz erwähnt (namentlich!) und kamen teils super, teils eher so meh an. Mir machte es wie auch die letzten Jahre großen Spaß.

Donnerstags waren wir ein wenig auf der Straßenfasnet unterwegs. Die Batterie hielt recht lange und nach einer kurzen Stärkung im Laden ging es dann auch abends nochmal auf die Gasse.

Samstag war der kleine, wunderschöne Umzug von der Morizkirche zum Marktplatz. Wir reiten uns ein zusammen mit den Pustefixbären, vollbrachten mit mitgetragenen Kartons Kunststücke und alberten mit dem mitgefahrenen Bürostuhl herum. Gerade dieser war eine große Freude, wenn man seinen Mitnarren darauf Platzen nehmen ließ und dann mit möglichst hoher Geschwindigkeit durch die Gassen schob und drehte. Herrlich. Dass die kleinen Rädchen nicht ewig halten würden war klar und auf dem harten Pflasterstein neben dem Dom durfte dann ich den Stuhl und meinen Bruder, der mich rasant anschob, mit vollem Körpereinsatz bremsen. (Kurz: Mich hats auf die Fresse gehauen. Ordentlich.) Trotzdem tobte man weiter herum.

Umzugswagen am Rosenmontag.

Rosenmontag war eigentlich kurz davor auszufallen, da die Mehrheit unserer Gruppe keinen Urlaub beantragt hatte. So trommelten wir meine Mutter, die Mutter von O. und dessen Schwester zusammen. Mit meinem Bruder waren wir immerhin 5. Als M. dann noch früher aus dem Praktikum (?) kam konnten wir in gewohnter Stärke, aber anderer Zusammensetzung wie schon in den vergangenen Jahren die Umzugszuschauer mit Blumen beschenken. Wir führten – teils auch zusammen mit den Zuschauern – gewagte Wurfmanöver der Pappkartons durch und hatten einfach einen riesen Spaß.
Eine kleine Prinzessin zusammen mit ihren Eltern, die uns höflich fragten, ob sie mitgehen dürften, lief auch mit. Einzig, dass wir unsere Musik ausschalten mussten, da wir uns falsch zwischen zwei Kapellen eingeordnet hatten, störte.

Abends begleitete ich noch meine Eltern zur Höfischen Fasnet, einer der wenigen Sitzungsveranstaltungen im Ort. Das ganze war lustig, wenn natürlich auch nicht auf dem Niveau der Karnevalssitzungen, die wir aus dem Fernsehen kennen. Trotzdem beschlich mich dieses Gefühl, zuhause zu sein. Albert Dietrich brachte es 1985 mit seinem Text „Fasnet in Raoteburg“ zur Melodie von Freddy Quinn’s „Tampico“ auf den Punkt – und natürlich sang es die ganze Halle voller Freude: „Oamohl en Raoteburg, ällweil en Raoteburg,“ („Einmal in Rottenburg, immer in Rottenburg“)

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