Bei meinem letzten Schnupfen ist mir George Clooney begegnet.

Ich hasse es krank zu sein. Mit erschreckender Regelmäßigkeit werde ich, sobald ich Zeit habe – zum Beispiel in der Vorlesungsfreien Zeit -, unheimlich krank. Aktuell ist meine Nase verstopfter als Nord-Süd-Autobahnen in den Osterferien. Unregelmäßig huste ich Schleim aus und fülle Taschentuch um Taschentuch mit … lassen wir das. Ich bin jedenfalls krank.

Eine der Begleiterscheinungen – also neben Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl, Verlust des Geschmackssinn und Müdigkeit – ist ein Problem mit der Wahrnehmung. Was ich mich frage – und ich vermute, ich bin mit dieser Frage bereits auf dem Weg der Genesung – ob der Anteil meiner Wahrnehmung – also was ich Sehe – durch das Kranksein geringer wird oder die Auffüllentscheidungen meines Gehirns unlogischer. Aber, halt, was sehe ich denn genau?

Wenn ich krank bin sehe ich Prominente. Gesichter fremder Menschen werden plötzlich zu den Gesichtern mir bekannter fremder Menschen. Ich sehe in der rothaarigen Frau aus der Nachbarschaft plötzlich Nicole Kidman. Und der Hund beginnt wie ein Comichund zu sprechen. Alles unlogische passiert, was ich aus Serien, Filmen, Vorstellung und dergleichen kenne.

Die Frage ist nur: Stützt sich kranksheitshalber meine Realität auf weniger Wahrnehmung, oder werden die Prognosen meines Hirns über die Realität unzutreffender? Oder: Was das wirklich Cameron Diaz da im Supermarkt?

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