Elementary (S01E01 bis S01E12): Meh.

Kurz ein paar Worte zu „Elementary“, der „Sherlock Holmes“-Adaption aus den US of A., nachdem ich die zwölfte Episode gesehen habe und damit am Midseason-Whatever stehe, die vor allem daran leidet, dass wir mit dem BBC „Sherlock“ einen so hervorragende, aktuelle Adaption haben.

Erstmal: Einerseits ist es erfreulich, wie hier versucht wird Holmes in die Jetzt-Zeit zu holen, durch Verlagerungen und Umstrukturierungen – und einen Gender-Swap (?) – etwas mehr Fleisch rein zu bringen, andererseits: Meh. Elementary ist US-Fernsehen, aber nicht die Sorte, von der immer alle reden. Der US-Sherlock hat schwache bis okayische Fälle, mit Lucy Lu völlig ungenutzte Starbesetzung als weibliche Nebenrolle und Drehbücher, die die 40 Minuten Laufzeit immerhin füllen. Hm. Offenbar wird hier versucht Monk ohne Phobien neu abzudrehen, es fehlt allein der Satz „Es lief so ab“. Ja, Krimiserien wiederholen sich, und nein, wir brauchen nicht überall die Alleskönner. Aber gerade, dass US-Sherlock von niemand hinterfragt oder in seine Grenzen verwiesen wird, gerade, dass so herzlich nichts passiert, was von Interesse wäre (wobei: vielleicht wird die Moriarty-Storyline halbwegs interessant).

Hätten wir es hier mit „Schörlog“ und „Dr. Weston“ zu tun hätte ich keinerlei Einwände, aber sich für eine derart mittelmäßige – nicht schlechte, nur mittelmäßige! – Krimiserie ausgerechnet an DEM Ermittlerstoff schlechthin zu vergreifen ist… wüst und unwürdig.

Trotzdem schaue ich das ganze vermutlich zuende. Warum? Kommt ja nichts.

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