Geniertes gendern (2)

In Bezug auf einen Leserbrief, welches sich über den Vorschlag eines anderen Leserbriefschreibers erregte vom Dienstag, der forderte im Sinne des Gemeinwohls Busführenden-Streiks durch „Freifahrt-Tage“ zu ersetzen, stelle ich folgendes fest:

Die Variante, mit der Sie meinen Leserbrief in der Samstagsausgabe ihrer Zeitung veröffentlichten, stimmt nicht mit der von mir verwendeten und Ihnen übermittelten überein.

Sie verwendeten: „Nahverkehrsnutzer(inne)n“ bzw. „Busfahrer/innen“ (und achteten so mehr die herrschende Grammatik als die Aussageabsicht.)
Ich schrieb dagegen: „Nahverkehrsnutzer_innen“ und „Busfahrer_innen“ (und machte so deutlich, dass ich alle Menschen – also auch jene, die sich von „Mann“ oder „Frau“ nur (unzureichend) angesprochen fühlen – meine. Dass es sich dabei natürlich um eine Übergangslösung von den imaginierten, binären Geschlechtlichkeit hin zu einer gerechteren Welt ist, ist mir bewusst. Ein sinnvolle, geschlechtergerechte Sprache, bei dem alle Genderendungen und -begriffe beispielsweise durch Sterne ersetzt werden, wie es Baumgartinger vorschlägt, finde ich – noch – im Alltag zu abschreckend. (vgl.))

Dazu stellt dieses Blog fest: Interessiert eh keine Sau.

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