Stark wars.

Bis vor einigen Jahren vergötterte ich die Star-Wars-Saga. Ich sah die Filme, wieder und wieder, verlor mich stundenlang in der Jedipedia, redete mit Freunden über Figuren und deren Bedeutung und entdeckte all die kleinen Hinweise und Anspielungen, die praktisch jedes Kulturgut nach 1977 auf den Krieg der Sterne beinhaltete.

Doch irgendwann, es muss um die Zeit gewesen sein, als Wookie-Shirts in C&A / H&M / etc. auftauchten, als Tchibo USB-Sticks in Yoda- und Darth-Vader-Form herausbrachten und „The Big Bang Theory“ Nerdhumor zugleich medial adelte und gesellschaftlich hinrichtete, da hörte ich auf diese einzig wahre Trilogie zu lieben. Weiterhin schrieben mir Freunde, wenn sie irgendwas im Fernsehen sahen, wir redeten über Padme und ich über die großen Fehler der Filmgeschichte. Je älter ich mit Star Wars wurde, desto klare wurde mir, wie schlecht diese Filme doch waren im Vergleich zu dem, das sie hätten sein können.

Jajaja, enttäuschter Fan heult rum. Jammern auf hohem Niveau. Verzeihung. Die Sache ist die: Ich liebte Star Wars nicht mehr. Ich kann weiterhin verstehen, dass Leute diesen Film mögen. Ich freue mich weiterhin über Anspielungen und ja, ich werde sicher noch einige male die Reihe sehen. Aber, es ist nicht mehr das, was es mal war. Ich bin kein Fanboy mehr.

Star Wars ist meine Ex-Freundin. Ich weiß noch immer aberwitzige Dinge über sie, habe großartige Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit. Aber ich will keine verregneten Sonntage mehr mit ihr verbringen. Und ich mag es nicht, wenn alle immer über sie reden.

Trotzdem. Es ist schön, wenn es meiner alten Liebe gut geht. Ich wünsche ihr alles gute für die nächste Trilogie. Und ja, ich werde mir die Filme ansehen. Aber… es wird wohl nicht mehr so, wie früher werden. Vielleicht bin ich dazu aber auch einfach nur zu zynisch geworden.

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