Genosse, der Vorteile willen. (I)

(Im Oktober 2013 war ich wohl etwas genervt.)

Werte der Jugend sind das Weiterkommen, aber nicht als Gemeinschaft. Egoismus, weil jeder für sich alleine kämpft.

Wir beheben keine Fehler mehr, außer, sie könnten auf uns zurückfallen. Wir sind obrigkeitshörig. Machen uns klein. Und groß. Und wenn wir die Internationale absingen, dann im Glauben, wir würden damit Karriere machen. Mitglied der örtlichen Antifa, auch nur, um nachher von der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Studium gefördert zu werden. Die Welt ist so zynisch, weil wir im Kampf um Aufmerksamkeit großgeworden sind, im ständigen Wettbewerb, weil wir nichts anderes kennen und nichts anderes anbeten. Markt ist Gott. Dabei war die Arbeiterbewegung mal „the guy who brought you the weekend“. Heute schaufeln sie ihre eigenen Vorteile, kämpfen um Lohnerhöhungen nur für Genossen. Warum soll ich meinem Nächsten mit dem Spreizen im Auge helfen, wenn der Balken vor meinem Kopf mich doch so angenehm runterzieht. Gib mir da noch einen Rabatt. Ohne ECTS-Punkte mache ich diese Veranstaltung nicht. Wozu auch? Regelstudienzeit, weil man nicht schnell genug arbeitslos werden kann. Und dann muss ich mein Wahlrecht in Frage stellen lassen, von Leuten, die ebenfalls vom Staat bezahlt werden. (Nur indirekter.) Mir wird schlecht. Und auf unser Sparguthaben wollen wir Zinsen und vergessen, dass das nur alles teurer macht für uns alle.

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