Leserkontext bestimmt, wie du Texte verstehst. Auch deine eigenen.

Wenn ich alte Texte lese – von vor 5 Jahren -, dann habe ich das Gefühl, dass ich mich nicht besonders weiterentwickelt habe. Dinge, die mir damals klar gewesen sind, sind es mir heute auch noch. Formulierungen, die ich damals wählte, verwende ich heute manchmal auch noch. Bin ich also kein anderer als früher? Oder, um noch eine alte Vorstellung aufzukochen: Hat sich noch keine neue Zwiebelschicht gebildet?

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gewinne ich den Eindruck, dass die Texte von damals gerade nicht so sind, wie jene, die ich heute schreibe. Ich habe mich verändert. Nur: Wenn ich heute einen alten Text lese, dann bin ich natürlich der gleiche Leser, der ich auch bin, wenn ich einen neuen Text lese.

Vielleicht setzt aber auch langsam eine Professionalisierung… … ‚Tschuldigung, der Witz musste sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.