Akzeptieren, dass man nicht verstanden wird.

Ein Ladengeschäft, ein Café bei einem Date, die Uni in irgendeinem Eck ihrer Gelehrsamkeit, in jedem Fall stehst du gerade im Kontakt mit einem Menschen, und irgendwie ist das nicht gut. Ja, du kannst inzwischen reden und machst auch ab und an einen Scherz, und mit manchen Leuten klappt das ganz gut. Hier, gerade, mit diesem Menschen… irgendwie nicht.

Du sagst etwas, sagst es laut genug, mit der wahrscheinlich richtigen Betonung… aber dein Gegenüber missversteht es. Vielleicht, weil du es nicht geschafft hast, auch den Kontext mitzuliefern, den deine Aussage zur richtigen Bedeutung bedarf. Vielleicht muss man dich auch ein bisschen näher kennen um zu verstehen, wie du etwas meinst.

Möchtest du diesen Menschen besser kennen lernen? Oder einfach akzeptieren, missverstanden zu werden? Ja, natürlich kannst du erklären, was du meintest. Aber das meiste was du sagst hat keine tiefere Bedeutung – das hast du dir abgeschaut von den anderen, die besser kommunizieren können – und würdest du es erklären, müsste man dich nur als eine_n versagende_n Introvertierte_n erkennen, die_r du ja eigentlich bist.

Wenn man dich nicht versteht oder vielleicht sogar genau umgekehrt, dann kannst du dir die Mühe machen, dich zu erklären. Aber nein, es kommt keine Rechtfertigung. Es ist einfacher, wenn du akzeptierst, dass dieser Mensch dich gerade nicht verstanden hat. Punkt. Weiter im Text.

Denk nicht darüber nach. Es kümmert dich, ja, es tut vielleicht sogar weh. Aber die Welt wird nicht besser, wenn du dich erklärst. Denn eigentlich will niemand zuhören. Eigentlich will es niemand wissen. Die, die wirklich Interesse haben, wollen dich nicht missverstehen. Jene fragen nach. Bleib bei diesen. Es wird besser.

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