Du würdest gern riesig sein, versuchst ein G zu sein / Doch jeder weiß, dass du nur davon träumst / Dass dich jemand in den Arm nimmt

Haben wir ernsthaft gerade wieder eine Diskussion über knutschende Männer im Hip-Hop? Toll, Danger Dan knutscht Monchi von Feine Sahne Fischfilet (facebook) weil B.S.H. irgendwas mit küssenden Männern postet und dann verkackt und Sookee wünscht sich mehr Substanz als „Gay okay“ (Materia). Dabei ist die Diskussion so alt wie der Rap. [Hier irgendwas mit Tupac vorstellen.] Captain Gips beispielsweise ruft 2014 statt einem Einzelkämpferdasein zu einen Kuschel-Lifestyle auf. Inklusive Knutschen. (Mein aktueller Ohrwurm.)

Ob das kollektive Knuddeln und gegenseitige Unterstützen – auch wenn man sich nicht kennt – wirklich die Lösung sein kann? Küsschen links, Küsschen rechts. Okej, aber müssen wir jetzt ernsthaft alle Leute feiern, die knutschen? Yay Antilopen, yay Sookee, yay Fettes Brot, yay Macklemore, yay Cpt. Gips, yay @jaanthiesen, …

Wenn Diggi-Dende sagt „Es hört nich‘ auf.“ Da kannst du Gift drauf nehm‘, Man, es hört nich‘ auf.

Vielleicht kann man Homophobie nicht ausrotten, sondern nur aussitzen. Besser sein als der Hass. Zeigen, wie bunt und warm unsere Welt sein kann. Darauf vertrauen, dass wir am Ende noch da sind. Die besseren Lieder schreiben, die schöneren Texte, die festeren Umarmungen. Da sein. Komm an meine Brust, komm. Weniger Selbstzerfleischung, weniger sich Feiern lassen, mehr da sein, wenn wir gebraucht werden. Team Angry Cat? Eher ne Katzen-Gang, kuscheln und Solidarität, wenn’s gebraucht wird (und wir das geben können), aber auch Krallen zeigen, wenn wir’s müssen.

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