Neues Semester, neues … Meh

Langsam wechseln die Fragen, die mir Leute verwundert bezüglich meines Studiums stellen. Früher war das „Skandinavistik? Was kann man denn damit machen?“, heute fragen die Leute, die sich eigentlich nur in eine Small-Talk-Situation gedrängt fühlen und nicht wirklich interessieren, wie lange ich denn noch studieren wöllte.

‚Nun,‘ erkläre ich dann, ‚aufgrund mehrerer Wechsel bei den Lehrenden und einer Umstrukturierung der Sprachkurse muss ich zirka 2 Semester länger studieren als die Regelstudienzeit wäre.‘ Die Leute schauen mich dann an mit einem Blick, der wohl „d.h.?“ ausstrahlt, und ich ergänze: ‚Also noch etwas über einem Jahr.‘

Die Sprachkurse strecken also mein Studium – ich hätte aber wohl so oder so länger benötigt -, was mich in die angenehme Lage bringt, nicht mehr allzuviele Kurse jeweils in den verbleibenden Semestern belegen zu müssen. Ein bisschen Schlüsselqualifikationen hier, die Sprachkurse, zwei Hauptseminare, zwei Sitzscheine, bisschen hier und da, das eine Proseminar, welches ich seit Ewigkeiten vor mir her geschoben habe… Wäre machbar in einem Supersemester mit 40+ Wochenstunden Anwesenheit und anschließender Notschlachtung, verteilt auf drei Semester geht das allerdings… hoffentlich. Wie meine Bachelorarbeit werden könnte, davon habe ich noch keinen richtigen Plan. Ideen, ja, aber nichts, womit ich mich trauen würde, jetzt zu beginnen.

Und was geht dieses Semester so?
Schön, dass du fragst.

Belegen – und bestehen – sollte ich auf jedenfall Schwedisch IV. Um da ein bisschen sicherer zu gehen habe ich auch Schwedisch III noch einmal belegt – als Wiederholung -, beide Kurse finden Samstags statt, weshalb ich dann leider nicht arbeiten gehen kann. Meh. Der dazugehörige Konversationskurs ist am Dienstag.

Hauptseminar in Skandinavistik benötige ich – sofern das letztes Semester als bestanden gewertet wird – nur noch eins. Dafür kommt am ehesten eines zu Kriminalliteratur bei unserer Professorin G. in Frage. Immer Donnerstags. (Die Romane habe ich schon bestellt und lese gerade. Zirka 500 Seiten pro Sitzung. Und das, wo ich so quälend langsam lese…)

Ebenfalls am Donnerstag könnte ich in meinem Nebenfach Germanistik ein Hauptseminar zu Implikaturen und Perspektiven belegen, was vom Ankündigungstext schon sehr interessant klingt. Auch ein Germanistik-Hauptseminar, welches in Frage käme, ist Modelle des Satzverstehens. Hm. Vielleicht gehe ich auch – wenn ich mich motiviert halten kann – in beide.

Eventuell wiederhole ich auch die Einführung in die Literaturtheorie bei Frau L., einfach, um meine Kenntnisse noch einmal aufzufrischen.

Dazu kommt ein Online-Seminar zu Gesprächskompetenz – welches mich jetzt schon nervt, aber möglicherweise in zweien der Hauptseminaren weiterhilft, und… es gibt 8 ECTS-Punkte – und dann ist da noch die unausweichliche Fachschaftsarbeit. Yeah.

Nebenher müsste ich noch Zeit finden, zwei Webseiten zu erstellen und zu betreuen (ohne WordPress. :( … meh). Außerdem sollte ich mich echt mehr in meinen Vereinen und Gruppen einbringen. Und Privat steht auch viel an. Darüber möchte ich aber erstmal noch nichts erzählen.

Und dieses Blog. Immer wieder dieses Blog.

Mal schauen, wies weitergeht. Bis Mai sind hier noch einige Texte in der Warteschleife – teilweise uralte Entwürfe, neue Texte, Geschehenes und Fiktives -, es dürfte also in diesem Blog weitergehen, auch wenn ich mich erstmal mehr aufs Studium, mein Leben und die Menschen darin konzentrieren möchte.

Im Juli feiern wir dann mein 10jähriges. Mal sehen, ob ich das irgendwie würdigen werde. (Ideen sind herzlichst willkommen.) Auf jeden fall geht es weiter. Weil das halt so ist.

2 Antworten auf „Neues Semester, neues … Meh“

  1. Ich finde ja immer noch, du solltest nach dem Studium eher sowas wie ein Volontariat anstreben oder evtl einen Master in richtung journalismus oder sowas … schreiben liegt Dir deutlich mehr als mir z.b. lesen (warum lese ich immer du belegst Schweinisch IV?)

    1. Master und Volontariat bei ’ner Zeitung, Praktikum bei Verlagen, usw. stehen natürlich auch auf der Vielleicht-Zukunft-Liste und wollen in nächster Zeit mit meinem Bewerbungsschreiben belästigt werden. Aber ich tue mir – wie schon immer – recht schwer damit, mich auf eine Richtung komplett festzulegen. Zumal ich glaube, dass das in Zukunft eher hinderlich wäre.
      Ich werde definitiv weiterhin schreiben. Was und ob das dazu dienen soll, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten ist noch angenehm ungewiss.

      Ist halt so: Hätte ich die Sorgen um meine Zukunft erster genommen, hätte ich kein Blog begonnen, euch nicht kennen gelernt, keine Mittlere Reife, kein Abitur und kein Studium angefangen. Und auch wenn ich natürlich nicht wissen könnte, was mir dann gefehlt hätte, bin ich doch froh, keinen geraden Weg irgendwohin genommen zu haben. :)

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