RoBurger: Imbiss

Ein kleiner Laden zwischen der Brunnenstube und der Bäckerei Sternenbäck. So austauschbar, dass ich mir keinen Namen notiere. Eigentlich verkaufen sie hier Gyros, aber auf der Karte steht auch „Hamburger 3 Euro“, also gehe ich rein in den völlig leeren Laden – es ist Nachmittag – und bestelle einen Hamburger.

Burger

Die Dame, die dort arbeitet, holt schwerfällig einen Fertigpattie aus dem Gefrierschrank, legt ihn auf den Grill, holt Fertigbrötchenhälften, die sie auch auf den Grill legt, bereitet – „Einpacken?“ – eine Alufolie vor, zupft ein Salatblatt zurecht. Ich betrachte ihr schaffen und bereite mich mental auf einen schlechten Burger vor. Ich bat darum, keine Tomaten zu bekommen, und als sie doch mit einer Zange danach greifen will, erinnere ich daran. „Gurken?“ „Ja.“ Oben drauf Ketchup und Majo, ich bin resigniert. Darüber legt sie Zwiebeln, die so geschnitten sind, wie sie auch im Gyros landen würden. Ich bezahle, und wünsche einen schönen Tag. Sie lächelt und wünscht mir ebenfalls gutes.

Daheim öffne ich die Alufolie. Will ich das wirklich … essen? Es ist gleich drei. Entweder ist das mein Mittagessen, oder ich warte bis zirka 20 Uhr, bis mein Mitbewohner von der Arbeit kommt, wir uns auf irgendwas geeinigt haben und das Essen dann endlich fertig ist. Nein, solange kann ich nicht warten. Hastig mache ich ein Foto und schiebe dieses Speisekartenfüllmaterial zwischen meine Zähne.

Oh.

Dieser Burger ist nicht schlecht. Er ist natürlich nicht gut, kann natürlich nicht mit einem aus einem reinen Burgerladen mithalten, aber… Ich bin positiv überrascht. Ob ich hier die Ausnahme erwischt habe, oder dieser Burger immer so schmeckt? Gierig schiebe ich auch das letzte Stückchen rein. Nur die Salatgurken lasse ich rausfallen. Doch nicht so meins.

3/5

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