Kommt zusammen, Leute. Lernt euch kennen. (337)

Freundschaften schließen ist schwer. Von Beziehungen müssen wir gar nicht erst reden. Jemandem so zu vertrauen, um diese Person in die eigenen Arme zu schließen, oder in fremde Arme geschlossen zu werden, das ist… unvorstellbar. Jemand so zu vertrauen, dass man mit diesem Menschen spricht, ehrlich, wie funktioniert das?

Wie man Freundschaften aufrecht erhält? Heeeh? Keine Ahnung.

Ich habe Freunde, habe mit Menschen also irgendwann einmal Freundschaft geschlossen. Ich war auch an mindestens einer Beziehung aktiv involviert – wie irritierend das klingt -, müsste also wissen, wie so etwas Zustande kommt.

Aber… shit. Wie funktioniert das? Es fühlt sich dabei nicht an, als wäre es das erste Mal. Es hat etwas aufregendes, euphorisierendes, aber die Komponente des Neuen fehlt. Ich kann nicht behaupten, keine Erfahrung zu haben. Kann keine Rücksicht für mich beanspruchen. Es sind nur die Ängste und das Ungelenke, dass gleich ist. Müsste man nicht besser werden darin? Freundschaften schließen müsste doch leichter werden? Nach all den Jahren müsste mir das doch leichter fallen?

Aber ich fühle mich mit neuen Menschen immer noch komisch. Gerade auch, wenn ich sie mag. Weil ich oft nicht weiß, warum ich diese Menschen mag. Ich habe Angst, dass was sich aufbaut, verloren geht. Dabei habe ich ja – eigentlich – nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen. Trotzdem fühle ich mich … komisch.

Bin ich zu alt für diesen Scheiß? Das würde bedeuten, mit den gleichen Leuten den Rest der Ewigkeit zu verbringen. Allenfalls noch Kollegen kennenzulernen, mit denen man nicht viel mehr teilt als die Arbeitszeit. Diese Vorstellung ermüdet mich ungemein. Ich will, dass neue Menschen in mein Leben treten können. Und ich will in die Leben anderer Menschen treten können. Will da sein, will neu sein. Mich nicht fürchten.

[…]

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