Alle Räder stehen still, wenn deine Mutter es will.

Es gibt keine Arbeiter mehr. Die Hebelwirkung, die ein Streik der Arbeiterschaft auf die Wirtschaft gehabt hatte, ist verloren gegangen. Heute laufen die Maschinen automatisch, und für jede_n Programmierer_in, für jede_n Einräumer_in im Supermarkt, für jede studentische Hilfskraft, für alle stehen schon dutzend andere bereit. Arbeiterparteien gibt es nicht mehr, und die Lieder ihrer Bewegung klingen abgestanden wie der alte Wein, dessen Weinstein mir in den Zähnen steckt.

Mir der Arbeiterbewegung können wir keine Revolution mehr machen. Mit den Soldaten will ich keine Revolution machen. Und die Studenten demonstrieren nur, wenn es dafür ECTS-Punkte gibt. Wer soll die Welt also noch retten?

Nur die Befreiung der Frau, die revolutionäre Befreiung der Frau, kann die gesellschaftlichen Verhältnisse nachhaltig ändern. Denn die Welt des Patriarchats stürzt, wenn eure starken Schultern es nicht mehr stützen. Frauen haben die Möglichkeit und das Recht, so wie einst die Arbeiterklasse, die Verhältnisse umzustürzen. Zu unser aller Gunsten.

Ein Ende der Diskriminierung auf Grund von Geschlecht, Gender, Sexualität, Herkunft, Religion, Rasse, Hautfarbe, … ist möglich! Und Feministinnen und Feministen – also alle, die an Menschenwürde und -rechte glauben – haben es in ihrer Hand. Wir sind viele und wir können die Zustände nachhaltig ändern, wenn wir es nur wollen.

Ich warne eindringlich davor, sich in Definitionen zu verlieren. Natürlich kann man auch sagen, man sei, weil man an Menschenrechte und Wiederstand glaube, Antifaschist_in oder Kommunist_in, Sozialist_in oder Demokrat_in, man sei Anarchist_in oder Revolutionär_in oder Weltbürger_in oder irgendwas anderes. Es geht aber letztlich darum, dass es uns um das selbe Ziel geht: Die bessere Welt für alle. Und es reicht nicht, dass wir alleine für unser Ziel arbeiten, dass wir andere kritisieren, weil sie mit ihren Forderungen nicht weit genug gehen oder ähnliches: Wir können unser Ziel alleine nicht erreichen, wir brauchen alle, damit es für alle besser wird.

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