hjärterum, stjärterum, kisserum (173)

Daheim sehe ich überall Katzen. Durch jede Tür, die ich öffne, huschen sie. In der Küche gebe ich ihnen Essen, im Wohnzimmer spielt eine in einer großen Pflanze.

Wir haben keine Katze.

Mein Kopf generiert sie aber, aus Müdigkeit, Frust oder anderem Grund. Jack (the Narrator) halluziniert sich eine Armee zusammen aus seinen Persönlichkeiten – zumindest so eine Theorie. Ich jedenfalls sehe nur Katzen, die nicht existieren.

(Bis hierhin aus Notizbuch abgetippt. Weiteres hinzugefügt.)

Warum sehe ich Katzen, die nicht existieren? Halt, nein, lauft nicht über diese Tastatur. Oh, sie schreiben meine Gedanken mit ihren Tatzen. Das verwirrt mich. Ich denke nach, und sie halten ihre Tatzen ruhig, doch rattert mein Kopf weiter, laufen sie weiter über die Tastatur. Einem Wunder gleich entstehen die Buchstaben. Warum tun sie das? Und wenn ich weiß, dass sie dies nicht tun, wer tippt dann? Es müssen meine Hände sein. Ja, ich müsste meine Fingerspitzen über die Tastatur huschen fühlen. Doch meine Fingerspitzen sind taub. Sie interessieren sich nicht für jene Berührungen, die nicht kribbeln.

Soll ich sich verscheuchen? Ihnen kein Essen mehr hinstellen? Aber auch wenn sie nur in meinem Kopf existieren, wäre es nicht Tierquälerei, sie sterben zu lassen. Warum nur existierendes Leben schützen, wenn… Halt.. bleibt hier? Die Katze zeigt mir ihren Hintern. Danke.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.