//: Einen wunderschönen Guten Tag, hier gibts Blogposts wie sie jeder mag. Lieblingsblog so heißen wir, Melancholien zum verlieben die gibt’s hier. Jetzt und hier, jetzt und hier… ://

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Ich schreibe sehr gerne Blogpostings. Manchmal nervt es auch, immer wieder Bezug zu nehmen, sich immer wieder Dinge auszudenken, aber würde ich es länger als ein paar Tage lassen, bekäme ich wohl Entzugserscheinungen. Dabei ist es gar nichts großes. Die Buchstaben müssen nicht riesengroß auf Plakatwänden stehen. Es reicht sie unleserlich klein auf Bildschirmen zu sehen. Die süße kleine Schrift. Dazu bücherweise Notizen, Gedanken, Ideen. Nichts von Belang, nichts großes. Keine Propaganda, keine Gehirnwäsche. Ich bin kein guter Autor. Schreibe keine fancy Texte. Trotzdem sage ich ja, ja zum Augenblick, ja dazu, dass sich mit der Zeit Meinungen und Ansichten ändern können. Dass ich heute aggressiven Idioten aufs Maul geben will, morgen aber vielleicht schon völlig pazifistisch handeln mag. Ansichten ändern sich. Die Widersprüche im Leben, die ein solches Blog nicht erzeugt, aber sichtbar, durchsuchbar macht, die mich möglicherweise irgendwann an einen Abgrund stellen können, sind auszuhalten. Müssen ausgehalten werden. Es gilt mit Widersprüchen zu leben. Punk mag nicht tot sein, aber die ehemaligen Iro-Träger_innen sind heute oft sozialversichert. Das ist kein kleiner Weltuntergang, aber zeigt, wie viel – alles? – möglich ist. Handele ich dabei so, wie die aggressiven Hooligans – nur ein Vorurteil? -, zerschlage nach dem Stadionbesuch die Innenstadt und Polizistenköpfe? Ich denke nein. Aber der Blick lohnt sich. Den eigenen Horizont – auch in sich – zu erweitern. Zu sehen, wie sich nicht nur die Welt jenseits des eigenen Ichs ändert, die Tellerränder größer und kleiner werden, sondern auch, was auf diesen Tellern sitzt. Sich zu ändern, neues zu denken und zu entdecken, dein und mein Leben lang, ist so eine Aufgabe. Never ending. Dafür muss man keinen Klub angehören, keine kulturelle oder geistige Elite sein. Vielleicht reicht es wie Johnny Rotten sich die Wut zu bewahren, kaputt zu machen was kaputt macht. Stimmt das überhaupt? Nur weil Neil Young ein Lied über dich schreibt wirst du nicht zum Traummann, andererseits hilft es schon. Ich weiß gar nicht wie Johnny heute aussieht. Lebt er noch? Schreibt er? Schrieb er jemals? Mochte er Katzen und falls nein, warum sollte ich nur eine halbe Zeile mehr an ihn verschwenden?

Irgendwie hängt alles zusammen und alles ist in irgendwas anderem und wie und nur holistisch zu begreifen, aber das würde jetzt zu weit führen.

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