Nicht Spielen bedeutet Chancen wegwerfen.

Karten- und Brettspiele geben einen zeitlich begrenzten Sinn und geben mir zeitlich begrenzte Ziele in einem ansonsten sinn- und ziellosen Dasein. Eines nicht zu können – seine Regeln nicht zu lernen -, etwa von Poker oder Binokel, Mühle oder Schach, all den tausend Spielen, diese nicht zu können bedeutet, die Möglichkeit eines Sinns zu verpassen. Sprache, Hobbies, Berufe, Studien, Spiele erlauben es in neue Sinnsysteme einzusteigen. Vielleicht ist die Inspiration zur Rettung der Welt in einem Pfannkuchenrezept versteckt, oder in einem Kartenspiel. Diese nicht zu können, sich diesen Sinnangeboten zu verweigern, bedeutet sich Hoffnungen und Chancen zu verschließen.

Zugleich: Brett- & Kartenspiele sind im Gegensatz zu (stereotypen) Computerspielen keine reine Reproduktion eines vorgefertigten Sinns. Man folgt nicht (nur) vorgefertigten Pfaden und erhält so die Konserve eines menschlichen Denken, Erzählen, Handeln und Schaffen, sondern statt reiner Konserve zumindest eine angereicherte Fertigspeise mit frischen Zutaten.

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