Der Kampf geht weiter (427)

Eine junge Frau auf Twitter, die ich sehr schätze, schreibt:

Jemand halte bitte die zunehmende Rechtsradikalisierung und den wachsenden Konservatismus auf. Bitte danke.

Ich musste da erstmal etwas schlucken. Den Rechtsruck spüre ich auch – auch wenn ich die Radikalisierung – Links wie Rechts, aber auch die Radikalisierung der Wirtschaft, des Konservativismus, all jenes – allgemein anprangern wöllte. Es fühlt sich vieles gerade sehr schlimm an, aber ich rede mir ein, dass wenn die Nacht am tiefsten ist, sei der Tag am nächsten.

Vermutlich sitzen viele von uns gerade zu Hause vor ihren Bildschirmen und denken sich, lesend, twitternd, kommentierend, jetzt müsste aber mal jemand was machen.

Irgendwann muss der Moment kommen, an dem du merkst: Ich bin auch jemand. Ich könnte etwas tun. Und dann stellst du vielleicht fest: Es kann die Befreiung der Arbeiterklasse nur die Sache der Arbeiter sein. (Bert Brecht) Wir sollten nichts machen ohne die Betroffenen.

[…]

Wir können da gerne etwas machen. Offener Eintreten für unsere Überzeugungen, offener Menschen beschützen. Geht zu offenen Treffen, arbeitet im Jugendzentrum mit, politisiert euren Freundeskreis. Ihr seht zwar verdammt gut aus mit Hut, aber dafür sollte euer Kopf nicht allein da sein.

Am wichtigsten: Alleine machen sie dich ein.

[…]

Es wird niemand kommen. Wir können uns nur selbst befreien. Vom Rechtsradikalismus, von falschem Konservatismus, von unserer eigenen Radikalität. Und gewinnen können wir nur zusammen. Die Letzte Schlacht gewinnen wir.

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