Wer täte nicht viel für den Ruhm, aber wer tut’s für das Schweigen.

Vor einiger Zeit las ich zufällig in einem der ältesten Erhaltenen Schriftstücke der Unabhängigen Studierendenvertretung an der Universität Tübingen. Weit älter als ich war der Text, und bereits damals stand darin, wie die Fachschaften Probleme dabei haben, Öffentlichkeitsarbeit für sich zu machen. Sicherlich gilt das nicht für alle Fachschaften und sicherlich gilt dies auch nicht für alle Zeiten, aber ich schmunzelte dennoch, daran denkend, wie auch diese Generation an Studierenden lieber für andere und Künftigte arbeitete, als sich nach Außen hin als die großen Retter*innen darzustellen.

Rund 1,6 Millionen Euro der Landesmittel, welche an die Universität fließen, dürfen nur über Studierende vergeben werden. Ein unglaublicher Kraftakt, welcher wenn er gut funktioniert – also alle Fächer und Fakultäten beteiligt werden und an den zentralen Einrichtungen sinnvolles gefördert wird, exakt nicht auffällt. Wenn es schlecht läuft sind die Klagen über die ‚Unfähigkeit der Studierenden‘, welche alle Arbeit rein ehrenamtlich ohne Sekretariate, Hilfskräfte, Mittelbau und neben dem Studium zu erledigen haben, jedoch schnell ausgesprochen.

Wer sich engagiert, verliert nur.

Studierende arbeiten zusammen, um ihre gemeinsamen Ziele – gute Studienbedingungen für alle, gute Chancen für alle, – gemeinsam durchzusetzen. Solidarität, Zusammenarbeit und das Umgehen der sehr engen Grenzen sind dabei nur drei der Punkte, mit denen Studierende gegen die Übermacht der Universtität anarbeiten kann.

[…]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.