Und du weißt, das wird passieren, wenn wir uns organisieren … in ’ner Partei – Neee.

Herr Lauer, über den man durchaus differenzierte Meinungen haben sollte, ärgerte sich kürzlich™ (Dezember 2016) über einen Artikel in der ZEIT. Darin ging es um Jugendbewegung, und, dass die Autorin sich aber nicht in einer Partei engagieren wolle, sondern mit Menschen reden. Sie sagt das, in einem Nebensatz, und obgleich ich den Plan herumzufahren und mit Menschen zu reden, als eine schöne Idee für eine Artikelserie empfinde, so erschließt sich mir nicht, was daran eine „Jugendbewegung“ sein soll. Viel mehr bade ich mich in seichten Texten des Selbstmitleids und des kulturellen Bla-Blahs, anstatt etwas zu tun.

Wir brauchen eine Form der Organisation. Weil sie uns alleine ein machen, aber auch, weil wir uns alleine eins machen. Einsam, vor allem. Niemand*e kann allein*e die Welt verändern, selbst Bob der Baumeister braucht die Hilfe seiner belebten Maschinen. Selbst Pipi Langstrumpf, das stärkste Mädchen der Welt, braucht die Hilfe ihrer Freunde. Was bedeutet das also?

Brauchen wir Parteibücher? Brauchen wir Fahnen und Symbole? Brauchen wir Gemeinderatssitzungen? Ja? Nein? Ich weiß es nicht. Grundsätzlich brauchen wir Menschen. Andere Menschen. Wir können die anfallenden Aufgaben nicht alleine schaffen, wir brauchen Freunde. Müssen wir uns dazu fest organisieren? Nein. Aber wir sollten mitarbeiten, anstatt neues zu gründen. Sollten helfen, statt zu erwarten, dass andere das machen, was wir wollen.

Reih dich ein, bei uns ist immer noch Platz?
[…]

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