Titel hier eingeben (Nr. 14958122)

Ich frage mich, ob Heulen ein kommunikativer Akt ist. Sage ich damit meiner Außenwelt, dass es ein Problem gibt, welches ich nicht in der Lage bin, selbst zu lösen? Bei Kleinkindern mag das Sinn machen. Sie schreien und weinen bitterlich, wenn irgendetwas ist. Sie sagen „Die Außenwelt versteht mich gerade nicht“, „Die Sachen funktionieren nicht“, „Ich mag dieses Gefühl nicht“ oder sie kommen einfach mit der Gesamtsituation nicht klar.

Ich frage mich manchmal, ob sich das erhalten hat. Ob wir, wenn es Probleme gibt, die wir selbst nicht im Stande sind zu lösen, weinen. Und je älter wir werden, desto weniger kommen Menschen und versuchen unsere Probleme für uns zu lösen. Mit diesem Gedanken in meinem Rucksack komme ich plötzlich besser klar, wenn nicht mit der Gesamtsituation, doch zumindest mit den Sachen, die nicht funktionieren und den Gefühlen, die mich nicht mögen. Aber der Rucksack wird langsam schwer und ich muss ihn ablegen und Pause machen, wenn ich nicht auf meinem Lebensweg abhalten und weinen möchte.

Vielleicht ist weinen das Eingeständnis, dass wir andere brauchen? Zum Beispiel einen Augenarzt, die dieses nervige Steinchen endlich aus meinem Auge holt. Arrrrg!

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