Die Frau im Heizkörper

Es gibt Dinge, die müssen einfach so gemacht werden. Kleine Traditionen, Gewohnheiten und Rituale. Das abgeknubbelte Eck an der Bierflasche, der tägliche Blick ins soziale Netzwerk, dass man das Radio anzündet, wenn es Carly Rae Jepsen spielt, oder eben das erste Video in einem Blog. Für mich ist das stets „In Heaven (Lady in the radiator song)“ aus dem Film Eraserhead.

Lady in the Radiator (Eraserhead Vinyl-Soundtrack) – Photo by Sam Howzit (CC-BY)

Gesungen und komponiert übrigens von Peter Ivers im Jahr 1976. Laurel Near, Schauspielerin und Sängerin – die Wikipedia zufolge aber nur in Eraserhead auftrat – riskierte für den Film zwar dicke Backen (höhö), aber nicht ihre Stimme. Die Gesangsszenen lip-syncte sie „lediglich“ zu Peter Ivers‘ Song.

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(attention)

Manchmal stolpert man aus irgendwelchen Gründen über einen YouTube-Kanal einer großartigen Band und ist dann überrascht, dass es so wenig darin zu hören gibt, wo doch das Vorhandene so unglaublich gut ist. Und dann beginnt man sich zu fragen, ob die Band wirklich großartig ist, oder man nur der extremen Verknappung aufgesessen ist, die dazu führt, dass man das wenige für unglaublich wertvoll erachtet. Andererseits … kann ich mir schwer vorstellen, dass ich Elisa Works nur deshalb gut finde, weil sich lediglich 4 Videos in ihrem YouTube-Account befinden. Meinen aktuellen Lieblingssong der vier hören Sie vermutlich jetzt gerade. Falls nicht warte ich so lange. Los. Ich hab Zeit. …

(mindestens in 1000 jahren)

Irgendwie habe ich gerade wieder Lust auf Frittenbude. Der obrige Song ist zwar schon gut 3 Jahre alt, aber, ich finde, man kann ihn immer noch hören. Genauso wie Jung, abgefuckt, kaputt und glücklich.
Und, wem das alles zu elektronisch und deutschsprachig und überhaupt ist, und der gerne Frauen mit kleinen Klavieren durch die Sommerlandschaft laufen sieht, dem empfehle ich jetzt einfach mal BOY mit Little Numbers. Übrigens, auch eine „deutsche“ Gruppe – die eine Dame aus Zürich, die Andere aus Hamburg – und trotzdem ganz hübsche Musike.

Und, damit man mir nicht vorwirft, hier mehr Bundesdeutsche als Schweizerische Musik zu erwähnen – Frittenbude sind bekanntermaßen aus Geisenhausen – empfehle ich nochmal schnell Sophie Hunger, die auf sehr bezaubernde Weise eine kraftvolle Art Musike macht (machen). Beispiel: 1983.

(if your dad doesn’t have a beard, you’ve got two mums)

Just sayin‘. Die Gruppe heißt übrigens – wie treffend – The Beards. Haben eigentlich „Bär“ und „Bart“ sprachlich die gleiche Herkunft? Und warum werden Männer mit Gesichtshaar entweder zur Rasierfetischisten oder fangen an, selbiges zu vergöttern? Und warum sehen für mich die meisten bartlosen Kerle ziemlich weicheiig aus? Just askin‘.

(gefunden bei JerikoOne)