Andere haben ein Bett. Ich habe Bierkästen.

Update: Wie bautest du ein Bett aus Bierkästen?

Bierkastenhochbett

Da sehr viele Google-Suchen diesen Text finden mit der Frage, wie man ein Bett aus Bierkästen baut, hier einmal in aller Kürze, wie ich vorgegangen bin: Gekauft hatte ich mir lediglich fünf Bierkästen (wobei wohl vier auch ausreichend wären), einen recht stabilen Lattenrost mit Strahlrahmen (Amazon-Partnerlink), ein paar Filzgleiter und ein paar Kabelbinder. Lattenrost aufgebaut, Bierkästen umgedreht am Lattenrost mit den Kabelbindern an den Ecken des Lattenrosts fixiert und unter die Bierkästen Filzgleiter geklebt, damit der Boden nicht zerkratzt. Fertig. Wenn ich möchte kann ich das Bett noch etwas höher machen (einfach nochmal ein paar Bierkisten drunter. Rechts sieht man einen Aufbau mit fünf Kästen (zirka 1,60m). Ohne Leiter war das dann nichts für mich.) So dürfte theoretisch auch ein Hochbett aus Bierkästen möglich sein. Vorteil ist hier natürlich, dass man nur recht wenige Bierkästen benötigt und wie bei einem „normalen“ Bett ein wenig Stauraum darunter hat. (Im Gegensatz zur Rund-um-Bierkästen-Methode)

Ursprünglicher Text:
Neulich war der Sohn meines Onkels (in der Bezeichnung von Verwandschaftsverhältnissen bin ich nicht besonders stark. Ist er jetzt mein Neffe?) mein Cousin (danke an Uli und mykke.) hier und hat sein Bett vorbei gebracht. Es ist ein Holzbett, welches offenbar auch als Hochbett eingesetzt werden konnte. Außerdem hat er eine Rollmatratze, die nur darauf wartet ausgepackt zu werden. Außer dem Bett – an dem im Moment noch ein Teil fehlt – ist noch nichts von ihm in der Wohnung. Ich bin also in der angenehmen Situation mich hier entsprechen breit machen zu können – der Kühlschrank ist voll mit meinem „Zeug“, im Flur steht ein Regal und eine Netzwerkfestplatte von mir, vor meinem Zimmer liegt ein großer Teppich und ein Schuhregal, außerdem habe ich mich auch schon in der Küche und im Bad ausgebreitet – und werde vermutlich um jeden Quadratzentimeter kämpfen… Unsinn. Zwar habe ich mich breit gemacht, aber das nur temporär. All meine Sachen – abgesehen vom Küchen-Kram und dem Flurzeugs – steht dort in praktischen Kisten, die ich sofort wieder in mein Zimmer stellen könnte.

Als er neulich hier war und die Teile seines Betts mir durchs Fenster gab (Erdgeschoss rockt übrigens), da stellte ich fest, wie unterschiedlich unsere Einrichtung doch ist und sein würde. Er hat sein altes Bettgestell aus Holz, ich habe eine selbst-„gebaute“ Konstruktion aus einem metallverstärkten Lattenrost, fünf leeren Bierkästen und ein paar Kabelbindern. Es schläft sich darauf hervorragend und ich genieße, dass ich durch die Kästen jederzeit die Höhe ändern könnte oder am Monatsende Teile des Bettes zum vollständigen Wareneinsatz zurückbringen könnte. Wäre mir danach könnte ich ohne große Anpassungen ein Hochbett bauen. Ziehe ich irgendwann hier aus, kann ich den Lattenrost wieder auseinanderschrauben, die Kästen zurückbringen und alle Kosten, die vom Bett selbst bleiben, sind 1,50 Euro für die Kabelbinder (wobei davon noch einige übrig sind).

So ist das also. „Studentenbude“. Ich bin… hoch zufrieden damit.