In ner Partei?

Die Grünen verwenden in einer Instagram-Story zum Parteijubiläum »Alles verändert sich« von den unsterblichen Ton Steine Scherben. Ich weiß, ich weiß, Claudia Roth. Ich zweifel‘ für eine Sekunden, klicke zurück, höre die Zeilen von Rio, »alles verändert sich wenn du es veränderst, doch du kannst nicht gewinnen, solange du allein bist«, höre die Gitarre von R.P.S., höre Wolfs sanftes Steicheln des Schlagzeug, atme aus, atme ein, und denke … »Und du weißt, das wird passieren, wenn wir uns organisieren« und leise »(in ner Partei? – Neeee!)«.

Aber, geht es ohne? Kann man, ohne dass an den richtigen Stellen Verbündete im Kampf um eine bessere Welt sitzen, etwas erreichen? Braucht man nicht die Abgeordneten, die zu deiner Kraftwerksblockade kommen und mit der Polizei reden? Selbst dann, wenn sie danach doch wieder für einen Kriegseinsatz stimmen?

Kann man sich dem entziehen? Oder ist es sinnvoller, kritisch teilzunehmen? Ich tendiere zu letzterem, denn wie soll es eine bessere politische Alternative geben, wenn wir sie nicht machen. Ob diese nun im Parlament sitzt, oder ob man nur soweit mitwirkt, dass jene, die im Parlament sind, solidarisch bleiben mit jenen, die außerhalb des Parlaments politisch sind, ist eine Detailfrage.

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