"Nur, wenn du ein Schrotthaufen bist, bist du frei."

DIE KYNGZ SIND BACK!!!1
Jajaja, Antilopen Gang, ihre Lieder laufen jetzt auf Radiosendern und YouTube und trotzdem sind Gefühle da, die sich zusammenfassen lassen als „nicht gut“. Sie erzählen von „Molowtovcocktails auf Bibliotheken“, bezeichnen sich selbst als „Stück Dreck“ und sind „Alkilopen“. Download-Mixtape? -Album? Whatever. Abwasser jedenfalls.
Auch der Sumpf hat seine Rückkehr. Und ich schätze weiterhin diese Metapher. Stimmen aus dem Sumpf ist ein starker Track. Weil wir diese Gefühle kennen. Insbesondere die Refrainzeile „Nur, wenn du ein Schrotthaufen bist, bist du frei.“ brennt sich mir gerade in die Ohren (so wie „Spring“ vom letzten Album).
Wollen wir wirklich frei sein? Wenn kaputt und allein sein der Preis ist, den wir für Freiheit bezahlen?
Ich habe das Gefühl, darüber lange nachdenken zu können, ohne je auch nur ein Wort dazu sagen zu können.
Und während ich hier sitze, ruft mich der Sumpf. Und ich versuche wegzuhören.
[…]

Aufhören, etwas zu verfolgen. (3)

[Ungelesen veröffentlicht.]
Serien sind in der Regel auf die Unendlichkeit ausgelegt. Nur wenige Macherinnen trauen sich, ein Ende festzulegen. Viele Serien – insbesondere Komödien – laufen theoretisch unendlich. Die Simpsons laufen seit Dezember 1989. Viele, der Menschen die ich kenne, existieren kürzer. Als die Simpsons das erste mal über die Fernsehschirme flimmerten, da lag beispielsweise Taylor Swift gerade ihre vierte Nacht in einem Bettchen. Selbst „Eine himmlische Familie“ lief volle 11 Jahre, bis es 2007 endlich eingestellt wurde.
Natürlich sind Serien deshalb so ausgelegt – etwa im Gegensatz zu alleinstehenden Filmen (bei Filmreihen oder „Universen“ ist das wohl nochmal ein wenig anders) -, damit man weiterschaut. Irgendwie will man ja wissen, wie es mit der Haupthandlung weitergeht, oder dieser Nebengeschichte. Also erfährt man auch die anderen 324 Ereignisse, die nebenher und völlig unterinteressant ablaufen. Manchmal nerven Serien. Vieles, von dem, was ich lange verfolgt habe, hat mich irgendwann genervt – einerseits, weil es nie gut laufen kann, andererseits, weil es nie ganz schlecht laufen kann -, oft wurden Charaktere schlecht geschrieben oder ich bekam das Gefühl, hier hingehalten zu werden. Manchmal sorgte auch eine Fangemeinde dafür, dass ich mir etwas nicht weiter anschauen wollte. Oder, dass die Autorinnen dahinter rausgeworfen wurden. Vielem merkt man das deutlich an, dass nur ein Gewinninteresse, nicht aber ein Interesse am „Werk“ einer Arbeit zugrunde liegt. Und manche Sachen haben sich auch einfach nach drei Staffeln abgefrühstückt. Schema-Folgen, die man schon tausendfach gesehen hat. Und dann immer die gleiche Geschichte ohne das je wirklich etwas passieren kann. Oder alternativ: Das immer etwas passieren muss (Grey’s, du bist gemeint!).
Jedenfalls wählte ich mir bei manchen Serien einen willkürlichen Punkt, auszusteigen. Nicht mehr weiterzuschauen. Ich bin kein Fan mehr von XY. Klicke mir nicht mehr die neusten Episoden. Hab den Anschluss verloren. Passiert ja eh nichts.
Natürlich ist es eine Sache, das sich Beschäftigen mit einer Serie einzustellen, wie es Blamayer ‚kürzlich‘ mit Walking Dead tat, und eine andere, nichteinmal mehr beim Essen halbaufmerksam sich die nächste Folge reinzuziehen.
Im Grunde ist das der Größte Protest, zu dem eine Konsumentin – hier von einer Serie – fähig ist. Einfach nicht mehr einschalten. Stiller Boykott. Nah, I don’t care. lässt die Fernsehmachenden ehrfurchtsvoll erzittern, so wie sonst nur Sky-Händlerinnen über abendlichen Koitus erschrocken sein können. Filterbubble, Blocken und Aufmerksamkeitsentzug sind die Massenvernichtungswaffen gegen den wiederholten Bullshit der Medienschaffenden.
Wie dem auch sei. Ganz entziehen, zumindest, wenn man sich nicht ganz dem Medium entzieht, lässt sich nicht. Ab und an gerät man in eine Folge hinein, sieht ein paar Werbeausschnitte, merkt, dass es richtig war nicht weiter zu schauen. Die gleichen Witze, die gleichen Probleme. Alles eine Wiederholung einer Wiederholung. Trotzdem sehen sie verändert aus, die Figuren, die man mal so gut kannte. Ein anderes Schwert, ein anderer Job, eine neue Frisur. Aber im Kern doch immer noch so enttäuschend, wie es der Grund war, nicht weiter zu schauen. Die Notleine zu ziehen. Schluss mit dem, ich schaue lieber eine andere Serie.
Und ja, es gibt noch das Sehenswerte Programm. Das, welches dich erfreut, welches mich erfreut und für das ich nie Zeit gefunden hätte, hätte ich nicht aufhört, dieses oder jenes zu verfolgen.
[…]
(Aktuell schaue ich bewusst nicht weiter: The Big Bang Theory, 2 Broke Girls, Family Guy, Simpsons, New Girl, Veep, Grey’s Anatomy, Girls, Elementary, The Daily Show, ….)

Enteignet fefe! (1)

In irgendeiner der hunderten WG-Küchen der BRD muss er entstanden sein. Am Frühstückstisch. Eine Frau, ein Mann, jedenfalls noch ohne richtige Kleidung . Vielleicht trug er oder sie keine Hose, vielleicht kein Hemd, jedenfalls muss es warm gewesen sein an diesem Morgen. Auf dem Frühstückstisch lag eine der hunderten Zeitungen, die in anderen WG-Küchen-artigen Redaktionsräumen als Reaktionsräume auf die kapitalistische ‚Einheitspresse‘ entstanden ist. Linke Tageszeitungen, sowas wie man heute die ‚taz‘ nennen würde. Jedenfalls saßen dort, so jedenfalls stelle ich mir das vor, ein paar junge Menschen Anfang Ende Zwanzig zusammen und redeten einmal mehr, was genau falsch läuft in diesem Land. Und dann sagte eine oder einer, der oder die ohne Hemd oder Hose dasaß und Kaffee trank, dass das Übel doch die Bildzeitung sei, und man diese doch gefälligst verbieten sollte. Und ein anderer, der immer die Parolen formte, rief laut aus: ‚Ja, ganz genau!! Enteignet Springer!!‘ Und da war es in der Welt. Zumindest, zündet er sich eine Zigarette an, denke ich, dass es so war. Dabei war ich ja nicht. Ich weiß nicht, ob das so gemeint ist, wie ich es verstehe.
„Wie verstehst du es denn?“ fragt mich eine verschlafene Mottenfrisur vom anderen Ende des Sperrmülltisches. Ich schmiere mein Brot ungeachtet weiter und sage dann, „Na, vielleicht so wie bei fefe. Den sollte man auch enteignen.“ Dabei lache ich leicht, so dass man hört, dass ich das eigentlich nicht ernst meinen kann.
Aber damals war das sicher ernst gemeint. Es war eine Parole, aber der Hass auf das kapitalistische Herrschaftssystem und die BILD als deren Sprachrohr, als deren willfähigen Henker, war ernst. Wer fefe kritisiert, sagt oft wenig gegen Felix von Leitner, der eben seine Meinungen und Ansichten hat – oft begründet, oft kritikwürdig, oft eben vom beruflichen Background geprägt, … Was kritisiert werden muss, ist die fefearmy, die ihm blind folgende Leser_innenschaft, die auch den größten Unsinn glaubt – obwohl von Leitner auf seine Medienkompetenz-Spielchen mehrfach hingewiesen hat. Dazu kommen die „Ich lese fefe nur wegen des Sportteils“-Leute, vergleichbar nur mit „ironischen“ BILD-Lesern. Vielleicht mag ich auch fefe nicht, weil er sich immer raushalten will und so tut, als wisse er alles besser.
[…]
Ich meine, ich lese es ja selbst. (Böser Blick von Mottenfrisur.) Und ich merke, wie sich mein Weltbild darüber verändert hat. Nein! Doch! Oh! Wie ich zynischer geworden bin. Wie ich kapitalismus- und staatskritischer wurde. Leute, die Bild lesen, sehen die Welt auch anders. Sehen mehr Ausländerheime, mehr „Pleite-Griechen“, mehr potenzielle Grillstellen. Nein, hier kommt kein Max-Goldt-Zitat. Und so, wie die Bild-Lesenden langsam zu Bild-Lesern mutieren, Empathie verlieren, Lügen glauben, so verändert Fefe auch seine Leser. Und das macht ihn gefährlich. Das macht seine Leserschaft gefährlich.
Was der Analogwelt die Filterung und Veränderung durch BILD ist, ist im Internet die gefilterte und veränderte Welt auf blog.fefe.de. Es gibt eine Bevölkerungsschicht – und die ist nicht gerade klein -, die vertraut diesen Medien blind.
Weil sie eine Linksammlung liest, statt Nachrichten. Weil sie subjektive Kommentierungen einer Einzelperson für absolute Wahrheit hält. Fefe hat seine Berechtigung, BILD hat seine Berechtigung. Aber dennoch, für mich, für diesen Typen mit den Parolen, für die Morgenzigarette und den kalten Kaffee, für die eine oder den einen ohne Hose oder ohne Hemd, jedenfalls, für all das rufe ich:
Enteignet fefe!
Dabei trinke ich meinen Tee, schaue aus dem Fenster und klicke mich wieder rein. Hat er was neues gepostet? Wann gibt’s endlich neue Links?
button-fefe
Fefe lesen muss peinlich werden. Wir müssen ihn auf dem Klo lesen, heimlich, kritisch, wohl wissend, wie er die Welt zeichnet. Natürlich gibt es auch die gebildeten, die klugen, die verständigen fefe-Leser_innen. Aber vielen schäumt der Mund. PI-News für Leute, die was von Computern verstehen. BILD für Leute mit Internetanschluss. Die gelebte Selbstüberschätzung, bei allem und jedem mitreden zu können – und damit hat er Erfolg. So wie Spreeblick nur ein mittelmäßiges Großstadtprovinzblog ist, welches für die Qualität der Einträge eine schon lächerlich große Reichweite besitzt, ist fefe zu groß für was er macht.
Die Folgen sind nicht abzuschätzen.


Hinweis: Der Bild/fefe-Vergleich stammt von Michael Seemann. (Jüngere fefe-Kritik.)
Hinweis II: Natürlich schlage ich nicht wirklich vor, fefe zu enteignen. Ist ja völlig ok, dass es das gibt. Fand den Vergleich zu Springer – insbesondere die Frage, ob das Blog vergleichbar ist mit der Bild-Zeitung in den 1970ern – interessant. (Und ja, es gibt tatsächlich Buttons. Frankierter Rückumschlag an die Adresse im Impressum oder sehr freundliche Mail. Solange Vorrat reicht.)
Hinweis III: Als dieser Text im August 2015 entstand, hatte ich für die (gewagte wahnsinnige) These, fefe’s Blog verändere die Wahrnehmung seiner Lesendenschaft so wie die Bild-Zeitung die Wahrnehmung ihre Lesendenschaft beeinflusst, kaum einen konkreten Hinweis. Nun lieferte fefe selbst einen nach. Anfang November fragte er seine Leser_innen nach ihrem Eindruck zur Presse: Die große Mehrheit habe, so eine erste Drübersicht über die Mails, kein Vertrauen in Presse und äußere dies mit emotionalen Begriffen. Stichwort Lügenpresse. Ich bin davon überzeugt, dass diese Ansichten nicht an der Altersgruppe o.Ä. liegt, sondern dass die fefearmy überdurchschnittlich kritisch bis hin zu nichts-mehr-vertrauenfähig gegenüber Presse ist. Das Lesen von fefe’s Blog mit allem Realitäts-Bullshit und Verschwörungs-Shit verändert die Wahrnehmung seiner Leser_innen. Daher sind sie als ’neutrale‘ Untersuchungsgruppe nicht mehr brauchbar.

Pornos sind Sex-lets plays. Bildungsromane Erwachsenwerd-lets plays.

Die Zeit ist gekommen, eines meiner zahlreichen peinlichen Geheimnisse zu lüften. Ich schaue mir ab und an sogenannte „Let’s play“’s an. Für die Generation, die sich teilweise von der SPD verraten fühlte – also alle vor 1995 geborenen, für die das noch Sozialdemokraten waren -, muss ich das kurz erklären: Leute filmen sich, wie sie ein – i.d.R. – Computerspiel spielen und kommentieren das – i.d.R. -, oft auch recht unterhaltsam. Ich höre bis hier – also durch Raum- und Zeit hindurch – wie Du dich wunderst: Warum sollte man sich so etwas anschauen?
Zum einen: Computerspiele sind heutzutage oft unheimlich komplex, spannend und inhaltsreich. Viele Computerspiele erzählen unterhaltsamere, aufregendere, glaubhaftere Geschichten als es die Mehrheit der Romane, Fernsehserien oder Filme schafft. Ich werde jetzt nicht „das nächste große Ding“ ausrufen, aber die Sache ist die: Eine gute Geschichte erzählt man heute nicht mehr nur durch erzählen. Viele gute Geschichten werden durch die Aufbereitung als Computerspiele erlebbar.
Nun habe ich wie die meisten jungen Menschen nicht das Geld, um mir alle mich interessierenden Spiele zu kaufen, die ich gerne einmal durchspielen würde, und die gefühlt 150 unterschiedlichen Konsolen, Betriebssysteme und Controller, daher kann es gut sein, dass ich mir ein Spiel auch nur im Let’s Play ansehe.
Hinzu kommt, und da beginnt mein Literaturwissenschaftler Herz wie wild zu pochen, dass wir in Let’s Plays „Leser“ erleben können, sehen können, wie diese einen „Text“ erfahren, aufnehmen, begleiten, kontextuieren, usw. usf.
Dass eine bestimmte Erfahrung – hier eben das Spielen eines Spiels – festgehalten wird und wohl oft auch Fiktionalisierungsmechanismen unterworfen ist (bspw. dem Schneiden/Kürzen der Videos), ist an sich keine neue Kulturtechnik. So könnte man auch Tagebücher als Erinnerungs-Lets-Plays, Pornografische Filme als Sex-Lets-Plays oder der berühmt-berüchtigte Bildungsroman als Erwachsenwerd-Lets-Plays begreifen. Dass dort natürlich unterschiedliche Fiktionalisierung betrieben wurde, ist ebenso klar, wie dass unterschiedliche YouTuber (Leute, die auf der Videoplattform YouTube aktiv sind) sehr unterschiedliche Lets Plays produzieren.
[…]

Solltest du mich finden, will ich nix hören; Nur ein dummer Satz würde alles zerstören

Ich wäre gerne mal wieder verliebt. Aber das ist schwierig heute. Jede_r hat komische Meinungen und ich bin so unglaublich unbegabt im direkten Kontakt. Aber ich kann ganz gut akzeptabel mit Menschen schreiben. Zumindest haben Leute, mit denen ich schreibe, ein besseres Bild von mir, als jene, mit denen ich rede.
Das Problem am Internetkontakt – denn mal ehrlich, niemand mehr schreibt Briefe – ist, dass wir über alle unglaublich viel wissen können. Da ist diese unheimlich süße flicka, oder dieser obercute pojke und du schwärmst – und sabberst – beinahe deren Facebook-Profil-Foto voll, und, oh, ihm_ihr gefällt die Bild-Zeitung. Instant-Impotenz, Sofort-Sahara, och nee! Das will ich nicht wissen, bevor mir jemand seine guten Seiten zeigen konnte. Wenn aber das Profil privat ist oder nur sehr wenig online, dann halte ich die Leute für paranoid. Und für mich Internetkind … nunja.
Ich habe Angst davor, zuviel zu erfahren, weil dann alles sofort aus ist.
„Ich könnte dich nicht lieben“ rappen die Antilopen Gang in ihrem Lied „Verliebt“, und erzählen, wie sie sich verstecken, um nicht die Wahrheit über jemande_n, in den_die man verknallt ist, zu erfahren. Oder um zu verhindern, dass das Gegenüber die Wahrheit über dich erfährt.
Sascha Lobo nannte das in seiner SPON-Kolumne mal „Die Gnade des Nichtwissens“ und schrieb davon, dass das Wir-Gefühl, das wir™ früher so viel hatten, davon lebte, dass wir viele Dinge über unsere Kollegen, Freunde, Familie nicht wussten (oder ausblenden können). Jetzt, wo alle alles über alle wissen können wird ein „Wir“ schwierig. Lobo endet damit, dass er Hoffnung macht, dass wir™ ein neues Wir-Gefühl schaffen können mit… nun, dem Internet.
Das ganze lässt sich auch auf Partnerschaften übertragen. Zumindest würde es erklären, warum sich Leute trennen. Weil man sich „zu gut“ kennengelernt hat.
Ist der Ausweg dann jemande_n zu finden, der genau passt? Hej Bullshit-Partnervermittlung, bitte einmal klonen! Also wieder nur die Filterbubble anpassen? Und dann findet man eben die_den perfekte_n Partner_in in Panama? Und wir tigern da hin, und zeigen am Ende doch nur wieder Bärentatzen? Ne. Ich glaube nicht an die „große Liebe“ und Wreckless Eric. Außerdem ist das eh höchst problematisch.
Ich glaube, es gibt viele Menschen, mit denen ich gut funktionieren könnte. Die mich und sie (plural) in unseren Leben weiterbringen – oder zumindest eine gute Zeit machen würden. Lieber gehe ich jeden Abend in eine Kneipe und gebe Schnäpse aus, als dass ich das Geld irgendeiner Agentur in den Rachen werfe. (Wobei es mir widerstrebt, da durch „Schnaps ausgeben“ ein Machtverhältnis etabliert werden soll, was ich ablehne. Außerdem bin ich schlecht im Reden.) Egal wo ich hinginge: Ich würde eh nur Leute finden, die ich aus irgendwelchen unsinnigen Gründen nicht mögen kann – oder die mich nicht mögen.
Dabei will ich das alles nicht. Ich will ausblenden können, dass du in der AfD/NPD/CSU bist – irrght! – und bei PEGIDA/Montagsmahnwache/Chemtrailzeugs mitmarschierst – hirrzt! – und die Backstreet Boys mitsingen kannst – oh, das ist eigentlich ganz cool – und Helene Fischer – HIRGZNT!! -, aber ich kann das nicht. Ich kann das nicht!* Ich würde mich fühlen, als würde ich mich verraten. Und dir wird es ähnlich gehen, wenn du dieses Blog liest, wenn du Dinge von mir erfährst, – dass ich in der Gewerkschaft sei, jW las, fefe verbreitete, Emanzipation versuche zu fördern, blogge; all sowas; – die mich nicht gut repräsentieren. Dabei habe ich noch so viele andere schlechte Eigenschaften, und du hast selbst noch so viele andere und ich will alle davon kennenlernen – ja, cuter kille, bezaubernde tjej, ich meine Dich – und ich will mit dir vielleicht … auch ein bisschen knutschen.
Aber ich kann das halt nicht ausblenden.* Und ich will nicht, dass du dich änderst. Denn so, wie du gerade bist, bist Du ganz großartig für jemand_e. Und ich wünschte so, diese Person könnte ich sein.
(*Ich sollte das nicht.)
Ab wie vielen verkackten Dates darf man sich eigentlich eine Katze kaufen?
(Geschrieben im Januar 2015)