"Es gibt schon zu viele Kopf-Arbeiter"

Samstags steht ein Mann auf dem Wochenmarkt, den ich durch jemanden kenne. Selbiger Selbstständiger (Du siehst, ich versuche redlich keine Namen oder anderen Eindeutigkeiten zu nennen) sprach mich auf die Leserbriefe an, ob die von mir seien oder ich die irgendwo geklaut hätte (Funfact: Ich habe weder Worte noch Buchstaben erfunden. Und meine Gedanken können auch nicht neu sein. Zu einem gewissen Maß sind das also Plagiate.).
Er sagte mir dann, sinngemäß, dass es doch schon zu viele Leute gäbe, die mit dem Kopf arbeiten, und zu wenig Leute seinen Beruf ausüben, oder sonst mit den Händen arbeiten. Ich solle doch besser da etwas machen.
Was sagt er damit eigentlich?

Er traut mir nicht zu, mit dem Kopf zu arbeiten. Wenn er glaubt, ich würde Briefe fälschen oder – was er auch sagte – auf Kleinigkeiten herumreiten, dann ist das eine Beleidigung. Ich habe damit kein Problem (abgesehen davon, dass ich erst ein paar Stunden benötigte, um zu realisieren, dass er mich beleidigen wollte). Es haben mich schon viele Leute beleidigt und die wenigsten haben es gut gemacht. Aber: Als ich (aus eben genannten Grund) freundlich versuchte zu reagieren, in dem ich meine ehrliche Meinung über seinen Beruf äußerte – nämlich höchsten Respekt und leider auch die Erkenntnis, dass ich das nicht könnte (meine Hände sind nichteinmal gut darin, um Eingabegeräte (Tastaturen usw.) zu benutzen, im handwerklichen Bereich bin ich aber schlicht untalentiert.) -, da bezichtigte er mich ihn anzulügen oder mich über ihn lustig zu machen.
Aber, ja, ist ok. Vielleicht sollte ich einfach aufhören mit ihm zu reden.
„Es tut weder mir noch dir gut, wenn wir miteinander reden, deshalb habe ich mich dazu entschlossen, dass ich von meiner Seite nichts mehr beitragen werde.“
Und mit all den anderen Leuten, die meinen Vater auf Leserbriefe ansprechen, obwohl ich diese geschrieben habe.
Dabei wäre es so leicht, die Ansichten der Leute argumentativ zu zerlegen (wenn ich denn nicht so Probleme dabei hätte, meinen Mund aufzumachen, anstatt nur Tasten zu drücken). Es wäre auch leicht, die meisten von Ihnen Dinge zu sagen, welche die Diskussion sofort sprengen. Vorwürfe, persönliche Anmerkungen, Kleinigkeiten. „Du hast in XY versagt und willst mir jetzt zu Z etwas sagen? Dass ich nicht lache.“ Aber darum kann es mir nicht gehen. Ich will nicht gewinnen und niemand überzeugen.
Ich will, dass es besser wird. Und ich glaube nicht, dass es besser wird, wenn ich auf Beleidigungen reagiere.

Selbstverständlichkeiten loben

Aus meinem Notizbuch abgetippt. Datiert mit 05.01.15.
Auf Facebook loben sich Leute grundsätzlich dafür, dass sie Dinge tun, die nicht mehr alle tun, aber die eigentlich selbstverständlich sein sollten.
Z.B. wenn jemand eine Bankkarte findet und ankündigt, die bei der entsprechenden Bank abzugeben. „Yeah, supergeil von dir!“ „Da sollten sich alle mal ein Beispiel nehmen!!!“ „Du bist toll!“
FUCK. THAT. SHIT.
Du bekommst keinen Kuchen für die Scheiße, die verdammt nochmal selbstverständlicher fucking zwischenmenschlicher Umgang sind. Du gibst deinem Haustier keine Leckerli dafür, dass es nicht auf den Teppich scheißt oder dem Briefträger nicht kratzt. Du gibst Leckerli als Belohung für z.B. Tricks. Basic human behavior ist kein fucking Trick. Es ist nicht was man belohnen müsste. Natürlich sollten wir gewisses Verhalten belohnen und anderes Verhalten ächten. Z.B. ist es ziemlich shitty von dir, unsolidarisch zu sein. Wenn du dich wie ein Arsch verhälst und nur Scheiße aus dir rauskommt, dann wunder dich nicht, wenn ich dich wegwische.
Man belohnt die Fucker nicht für Shit, den sie tun sollten. Denn was ist denn das Ergebnis davon? Ich verhalte mich nur noch wie ein Mensch wenn ich dafür belohnt werde?
In einer Gesellschaft, die auch für basic bullshit lobt, kann ich nicht leben. Eine Gesellschaft, die basic bullshit noch belohnt werde ich bekämpfen müssen.
Nieder mit deiner Facebookgruppe! (Die nervt eh.)

Kriminalität ist Kapitalismus

Bei einem Moderator einer Millionen-Gewinn-Sendung, der nun für die ARD talkt, sitzen Vertreter einer Millionenindustrie, die von unserer Angst lebt, ebenso wie ein Bundesinnenminister, der die anlasslose Überwachung von Millionen von Bundesbürgern zulässt, aber die Bürger davor schützen will, dass Einbrecher_innen die Unterwäscheschubladen seiner Bürger_innen durchwühlen und so in ihre Privatsphäre eindringen.
Ich sträube mich gegen den Gedanken, dass es Menschen gebe, die böses aus böser Absicht tun, weil sie böse sind. Es wäre verkürzt zu behaupten, die Gesellschaft wäre das Verbrechen, und es wäre verleugnend zu behaupten, dass es einen letzten Grund für kriminelles Handeln gäbe und dass wir, wenn wir eine Sache ändern, plötzlich alles gut machen könnten. So ist es, bedauerlicherweise, nicht. Aber ich halte es ebenso für höchst verwerflich zu glauben, dass die meisten Menschen, die schlechte Dinge tun, diese Dinge tun, weil sie schlechte Menschen seien. Viel mehr glaube ich, dass viele schlechte Dinge durch einige Grundgedanken unserer Gesellschaftsformen, durch Zielsetzungen und Förderungen Aufschwung erhalten, während eigentlich positive Dinge aufgeschoben werden. So sehe ich Kriminalität, sei es die Herstellung und der Verkauf von Drogen, der Handel mit Waffen oder gar Menschen, ebenso wie Einbrüche, Hehlerei und Steuerhinterziehung als Teil einer Kultur, die solches Verhalten befördert. Wo Gewinnen und Überlegenheit vergöttert werden und Profitstreben als etwas normales, ja wünschenswertes, gesehen wird, kann nur Kriminalität entstehen. Denn Kriminalität ist genau das: Gewinnstreben ohne Rücksicht auf Gesetze, auf Mitmenschen, auf Moral oder Richtig-Falsch.
Es ist etwas zutiefst perverses daran zugleich den Menschen einzutrichtern, es ginge nur um den eigenen Erfolg und sich dann zu beschweren, dass es Menschen gibt, die dies auch befolgen.
Verbrecher handeln auch nach dem Kosten-Nutzen-Prinzip. Sie wissen, dass sie aufgrund ihrer Herkunft usw. mit einer „ehrlichen Arbeit“ keinen vernünftigen Lebensunterhalt erreichen werden oder zumindest einen deutlich geringeren, und handeln deshalb Gesetzwidrig. Ebenso sind Steuerhinterzieher_innen keine per se schlechten Menschen. Sie handeln nur so, wie es für sie am Besten ist. Und uns wurde eingetrichtert: Wenn jeder nur an sich denkt, ist an alle gedacht.
Wie in jedem Bereich gibt es aber wohl auch unter den Straffälligen einen gewissen Anteil, die dies aus einer inneren Motivierung tun, also aus Freude am Verbrechen. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Leute sich nicht mit Enkel-Tricks, Beschaffungskriminalität oder Einbrüchen aufhalten. Terrorismus, als extreme Form der Kriminalität, ist so gesehen auch ein Wettbewerbsinstrument. Was nicht mehr durch Aktienhandel, Umstrukturierungen oder Feindliche Übernahme zu regeln ist, wird durch die Ausstattung und Verbrüderung mit Gegnern deines Feindes erfüllt. Terrorismus als Marketinginstrument. Mir wird ganz schwindlig bei dem Gedanken.

Nach dir wird nie jemand suchen, so scheiße wie du bist.

Im Internet steht alles – und zu fast allen lässt sich Kontakt herstellen. Menschen, die sich in jemand fremden – oder jemand, den sie kennen, aber noch keinen Kontakt herstellen konnten – verknallen mögen die Möglichkeiten der Crowd (oder wie man das aktuell nennt) sehr verlockend finden.
Den Menschen, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht, im Internet beschreiben, wo man sich traf und vielleicht redete, und dadurch diesen Menschen finden, treffen, lieb haben. Das wäre dann auch eine schöne Geschichte für die gemeinsamen Kinder. „Wo hast du Mutti den kennengelernt?“ „Ich sah sie auf einer Party, aber wir tauschten keine Nummern. Daher setzte ich die ganze Welt in Bewegung, um sie wieder zu finden. Denn ich konnte mir einfach nicht vorstellen, ohne sie weiter zu leben.“
Der Romantiker in mir – ein kleiner Troll mit langen, roten Haaren, der meistens in einer Ecke sitzt und in sich hinein weint – findet das total cute und großartig. Das Internet verbindet Menschen. Der Zyniker – ein gemächlicher alter Mann mit Anstecknadeln am Revers, verkehrtem Lächeln und mit müden Augen auf einer Schreibmaschine Leserbriefe tippend – findet dieses Verhalten doof.
Jener Zyniker hat dann auch einen Anlass, diese Praxis des Menschen findens nervig zu finden. Heute morgen las er in einer Gruppe, die eigentlich zum Austausch von Gebrauchtwaren ist, von einer jungen Frau, die für ihre Freundin nach einem Mann sucht, welchen diese an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit in einem bestimmten Supermarkt gesehen habe. Jener junge Mann hätte Tattoos dort gehabt, ein so-und-solches Auto gefahren, seine Mutter dabei gehabt, welche Nationalität er habe und so weiter.
Warum die junge Frau diesen Mann sucht – also außer, dass sie es im Auftrag einer Freundin tun – war sie nicht bereit mitzuteilen – und postete das ganze, nachdem darüber eine Diskussion entbrannte und sie den Thread löschte, einfach nochmal. Ein Kommentar unter dem Originalpost sprach davon, dass es sie wohl „erwischt“ habe, und ein anderer verteidigte „Liebe“ gegen die Kommentare von Zynikern wie mir (ich löschte meinen Kommentar sofort nach der Veröffentlichung, dessen 30 Sekunden lange Existenz reichte dennoch aus, damit man darauf reagierte).
Was stört dich daran, Zinka Zyniker?
Ich kann nichts dagegen finden, wenn Menschen, die sich verlieren und bei denen beidseitiges Interesse an einem Wiederfinden besteht, das Internet dafür nutzen, sich zu finden. In der Regel geschied dies außerhalb meines Wahrnehmungsbereichs auf „Spotted„-Seiten. Sollten solche „Hilfegesuche“ auf andere Seiten ausgeweitet werden, dann kann ich das auch geflissentlich ignorieren. In diesem speziellen Fall ist dem aber nicht so.
Im ihn* beschreibenden Text ist kein Hinweis darauf, warum er* gesucht wird – und von wem. Wenn sich Menschen nicht gegenseitig suchen, sondern eine Person öffentlich aufruft, einen bestimmten Menschen an sie zu melden, dann ist das mMn eine Fahndung. Gesucht wird ein kleiner PKW mit grauem Lack und cutem Fahrer. Das macht normalerweise nur die Polizei, oder sehr schlechte Radiosender, und die Polizisten dürfen das auch nur bei Tatverdächtigen machen (AFAIK).
Vielleicht möchte dieser junge Mann gar nicht gefunden werden. Es ist ihm freigestellt, nicht gefunden zu werden. Niemand muss wissen, wann ich wo war, wer ich bin und warum. Will ich das nicht teilen, muss ich mich nicht öffentlich von jemand darstellen lassen. (Wobei ich das durchaus differenziert sehe, ob man nun eine Einzelperson sucht und beschreibt, oder beispielsweise ein bestimmtes Verhalten an mehreren, in der Masse wiederum anonymen, Beispielen festmacht; vllt. wieder anders bei Personen des ‚öffentlichen Lebens‘?, usw.)
Dazu kommen einige Aspekte, die dieses Thema teilweise schneidet. Etwa die Annahme, dass jemand, weil er ein Mann sei, in einer bestimmten Art gekleidet oder ähnliches, automatisch an Frauen Interesse haben müsste (Heteronormativität ist voll schwul.) und man deshalb in seinem Interesse handele (Entmüdigung, „jeder seines nächsten Eigentum“), wenn man ihn mit einem interessierten potenziellen Partnermenschen zusammenbringt. Würden wir die Gender hier vertauschen – würde also eine Frau gesucht werden durch einen Mann, die an einem bestimmten Ort zu bestimmter Zeit war -, so wäre (auch für mich) der Fall klarer, da bekannter und schon öfter kritisiert. Ich glaube aber, dass es schwierig ist, zu argumentieren, warum wir die Sexualisierung, die Objektifizierung, die Herabwürdigung eines Menschen zu „Seen it, want it“, bei einem Geschlecht* bekämpfen müssen, während wir es bei einem anderen Geschlecht* nicht tun müssen. (Binäre Geschlechtervorstellungen sind auch voll schwul.)
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Dass ich dies kritisiere soll und darf selbstverständlich nicht den Umgekehrten Fall verharmlosen. Die hier geäußerten Gedanken dürfen auf keinen Fall so verstanden werden, dass „es ja auch übergriffiges Verhalten von Frauen gibt“ und Übergriffiges Verhalten durch Männer deshalb „weniger schlimm“ sei. That’s Bullshit and you know it.
Der kleine rothaarige Troll in mir, nennen wir ihn Thorsten Treudoof („Ey!“), würde nun fragen, ob die Liebe oder das Verliebtsein nicht rechtfertigt, dass man Grenzen überschreitet. Ich sage – (wer immer das gerade ist) – aus voller Überzeugung:

Liebe ist keine Ausrede.

Dabei mag auch ein wenig Wehmut mitschwimmen, aber übergriffiges Verhalten, öffentlich machen des Verhaltens von Privatpersonen, all diese Dinge, die durch das Posting einer jungen Frau, die nach einem jungen Mann fahndet, berührt wird, braucht einen wichtigeren Grund – der dann auch genannt werden sollte.

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Offenlegung: Vor einigen Jahren suchte ich einmal eine junge Frau über das Internet, welche ich bei einem Fest kennengelernt hatte und von der ich den Eindruck hatte, dass ein Interesse an einem gemeinsamen Kaffee und ‚Beschnuppern‘ beidseitig sei, es aber leider nicht zum Austauschen von Nummern kam (weil keiner sich traute zu fragen).

Zu jung fürs Ignorieren, zu alt für ergebnisoffene Diskussionen.

Ich bin an einem unangenehmen Punkt angelangt. Noch bin ich zu jung, dass mir alles scheiß egal wäre und ich auch mit beispielsweise einem schwer-rassistischen Nachbarn Biertrinken gehe, schlicht, weil ich dankbar bin, überhaupt menschliche Beziehungen zu haben. Gleichzeitig bin ich schon so alt (hehehe), dass es mir körperlich schwer fällt, Meinungen zu ertragen, die ich für absoluten Bullshit halte. (vgl. auch: Allison Weiss: Say what you mean) Einige Beispiele:
Menschen, die „den“ Feminismus für schädlich/gefährlich halten.
Ernsthaft, Leute, ernsthaft? Erstens gibt es nicht „den“ Feminismus, zweitens kannst du doch nicht ersthaft dagegen sein, dass Frauen wählen dürfen und nicht nur in der Küche stehen dürfen. Patriarchat (buzzword, sorry.) schadet dir, selbst wenn du ein weißer CIS-Mann bist, denn wie sollst du je sicher sein können, nicht aufgrund deines Geschlechts und deiner Orientierung erfolgreich zu sein, sondern weil du etwas gut kannst? Was? Du glaubst, dass Frauen keine Seele haben, sondern erst in der Hochzeitsnacht eine in sie eindringt? Los, zurück ins 18. Jahrhundert!
Menschen, die Genderforschung für „ideologisch geprägt“, aber Wirtschaftswissenschaften für objektiv halten.
Oh! Diese! Schmerzen! Natürlich ist Genderforschung ideologisch geprägt. Alle, die behaupten, sie seien „ideologiefrei“ sind entweder sehr dämlich oder sehr hinterlistig. Alles – alles! – hat irgendeine Form von Ideologie dahinter – auch wenn du dir dieser oft nicht bewusst bist und sie nicht benennen kannst. Auch z.B., wie du Blut siehst, wie Honig riecht, wie du Texte liest und deutest, die komplette Wissenschaft, schlicht: Alles. Irgendjemand vorzuwerfen, sie_r oder das was sie_r macht sei ideologisch geprägt ist ungefähr so sinnvoll wie schockiert auszurufen: „Aber DER DA HINTEN atmet den ganzen Sauerstoff weg!“.
Menschen, die Esoteriker, Reichsbürger, Truther, Chemtrail-People und Männeraktivisten sind.
Vor einigen Jahren dachte ich, „Jo, wenns den Leuten im Alltag hilft, dann soll’n sie doch“. Inzwischen wird mir schon beim ersten Satz, den jemand zu diesem oder angrenzenden Themen spricht, richtiggehend übel. Vor allem jener Zweig dieser Leute, die Missionarisch auftreten und „Homosexuelle heilen“ wollen oder etwas gegen die „Propaganda der Massenmedien“ machen wollen. Gleichzeitig bin ich selbst „Aluhut“, glaube ich doch, dass Geheimdienste uns überwachen, hohe Politiker nicht ehrlich spielen und Medien niemals wirklich komplett frei berichten (und natürlich hänge ich da auch mitdrin, mit verinnerlichtem Männer- oder Frauenbild.) .
Menschen, die für/gegen die Antifa sind.
Dass keine Neo-Nazis vor deiner Haustüre gegen Flüchtlinge demonstrieren ist vor allem einer Antifa zu verdanken, die sich unermüdlich an jenen reibt. Nazis, die Antifas prügeln und Antifas, die Nazis prügeln, prügeln nicht dich/dein Nachbarn. Und es ist nicht wirklich vergleichbar, Links- und Rechtsextremismus. Weil die einen Menschen ermorden, Flüchtlingsheime anzünden, und die anderen prügeln Nazis und machen – allenfalls – Autos kaputt. Wer Links- und Rechtsterror gleichsetzt, versucht vor allem Angst zu machen vor der gesellschaftlichen Wirkung von Aufständen (ohne Riots hättest du noch nen Fürsten, 12-Stunden-Arbeitstag und keinerlei Rentenversicherung, Gleichstellung, Wahlrecht, Menschenwürde, yada yada yada).
Andererseits muss man auch Antifas kritisch finden. Wie es keine Solidarität mehr gibt, weil sich alles aufspaltet und… meh.
Menschen, die Homosexualität als Krankheit / gegen Gott / etc. halten
Gott hat Homosexuelle so geschaffen, wie sie sind. Wenn Gott uns so schafft, aber nicht möchte, dass wir unsere Homosexualität mit Partner_innen ausleben, die das auch wollen, ist Gott ziemlich … fies. Punkt.
Menschen, die mich weiterhin für zurechnungsfähig halten.
Was ist denn bitte mit dir los? Du glaubst auch nur ein halbes Wort, dass ich hier schrieb? Das ist alles Bullshit. Alles ist Bullshit. Ich, du, Müllers Kuh, Müllers Bullshit… wir. Alles in diesem Blog ist fiktional, ich meine nichts mehr ernst, alles… Bullshit.
Menschen, die Katzen nicht mögen.
Ernsthaft? ERNSTHAFT? Wie … also… NEIN!
Die Angst, dass jemand, den ich mag oder von dem ich hoffe, sie_ihn mögen zu können, Bullshit sagen könnte, sorgt dafür, dass ich lieber nichts mehr sage, keine mir wichtigen Themen anspreche. Banalität, Banalität. Ich mag die Menschen weiter, die ich mag, auch wenn sie Dinge sagen, die ich nicht hören will. Aber ich kann niemanden mehr kennenlernen, denn zu schnell stoße ich an eine Betonmauer. Zu schnell lasse ich Mitmenschen gegen meine Betonmauer laufen. Doch wie Rassisten akzeptieren, die selbst zuwanderten, wie Nazis akzeptieren, wie Leute gut finden, die Merkel mögen oder die Piraten wählen oder die Linke oder sonst wen?
Ich mag nicht einmal mich selbst, wie soll ich dann jemand anderen mögen lernen?
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