Moby: We are all made of Stars.

Das muss jetzt einfach sein. Weil ich das Lied sehr mag und Astronautenanzüge und… wussten Sie, dass Moby der Ur-Ur-Großonkel von Herman Melville ist, dem Autor von… na, das würde jetzt zu weit führen.

Gemeinleid < Einzelleiden

Wenn Einzelne anderen Einzelnen Leid zufügen schreien die Massen gleich nach einem Henker. Wenn die Gesellschaft oder eine gesellschaftliche Gruppe einer anderen gesellschaftlichen Gruppe Leid zu fügen, halten wir das für normal.
Wie soll man das nur einem Außerirdischen erklären.

Scheiter für mich

Da versucht man stundenlang einen Text über das Versagen zu schreiben und scheitert auch daran kläglich. Dabei ist Versagen das einzige, das ich wirklich gut kann. Mit Versagen habe ich Erfahrung. Mehr als genug Erfahrung.
[Niemals weiter geschrieben.]

Geht zum Friseur: Facebook-Fotoalbum mit 305 neuen Fotos.

Vielleicht werde ich alt, vielleicht passiert auch einfach zu wenig in meinem Leben, aber die ursprüngliche Idee, hier täglich zu bloggen, muss ich verwerfen. Es fühlt sich schlicht nicht richtig an, jeden Tag eine Nebensächlichkeit aufzublasen. Ich interessiere mich einfach nicht für irgendwelche Ereignisse, die durch die Medien getrieben werden (deshalb könnte ich auch nie Journalist sein). Die CSU war schon immer ein korrupter Haufen und dass Politiker dieser Partei versuchen, Journalisten zu beeinflussen, ist mir nicht einmal ein Gähnen mehr wert. Auch die trotzige Verschlossenheit der Kirche, wie sie einer meiner absoluten Lieblingsblogger hier anlässlich des Jahrs des Glaubens beschreibt, gehört für mich zur Alltäglichkeit. Warum erzählen wie etwas ist, wenn es alle schon wissen und sich eh niemand dafür interessiert. Warum soll ich darüber berichten, dass ich eine ganze Stunde durch die Tübinger Innenstadt wanderte, um eine Küchenwaage zu finden? Natürlich rege ich mich gerne über so etwas auf und – wenn gut geschrieben – liest Du so etwas auch gerne. Aber es ändert einfach nichts an der Situation. Egal wie vielen Zeilen ich schrieb / über die Scheiße die passiert: Die Scheiße passiert. (Panik Panzer: Rechtfertigung) Warum soll ich aus dem Gefühl heraus, hier Output liefern zu müssen, etwas bloggen, was ich nicht so interessant finde? Weil ich es möchte. Aber im Moment – heute – will ich halt einfach nicht. Morgen kann das ganz anders sein.
Ich liebe es zu schreiben. Ich liebe auch meine Ansprüche an dieses Blog. Ehrlich zu sein, nichts zu erfinden, was nicht als Erfindung kenntlich ist, Kleinigkeiten zu hinterfragen und nicht nur zu erzählen. Aber im Moment gibt es einfach keinen Text, auf den ich Lust hätte (außer diesen hier, weshalb ich ihn jetzt auch schreibe). Ich habe – heute – keine Lust über den Schaal meiner Ex-Freundin zu schreiben, oder über irgendeine Scheiße, die gerade im Netz abläuft. Ich hab auch keine Lust meine Studienleistung zu hinterfragen, hier meine Kommilitonen abzufeiern oder mich über meine Dozenten zu beschweren. Eigentlich will ich nur Daheim sitzen und die Nebelmaschine anwerfen. (So wie Funny van Dannen). Weil es halt einfach manchmal sein muss.
Und weil es irgendwo albern ist, hier alles reinzuschreiben. Ich habe ein Notizbuch, ich schreibe außerdem an einem zweiten Themenbezogenen, ich twittere sehr grottig und unglaublicherweise kommuniziere ich auch mit anderen Menschen.
Heute reicht mir das. Heute, an diesem kalten Novembertag. Morgen will ich dann vielleicht wieder über diese verdammte Katze schreiben, die neulich an mir vorbei ins Haus huschte, als ich die Türe öffnete. Bis dahin behalte ich das aber für mich. Wie so vieles.
Oder, dem Blog nach zu urteilen, viel zu wenig.
Wer als Erstes „Könntest ruhig öfter mal die Fresse halten“ kommentiert bekommt ein freundliches „Arschloch“ als Antwort.

Yeah, Winter!

Stauwehr Tübingen
[Eintrag darüber, wie toll es ist, dass es schneit, obwohl meine Schuhe völlig durchnässt sind.]