Diese Zeiten waren golden doch jetzt sind sie vorbei.

Leute, stellt mal kurz die Tassen weg, ich hab was zu sagen. Erinnert sich noch jemand daran? Egal. Heute ist ja Wiedervereinigungstag und so… Ich feier heute – wie Alex meinte – „Tag der Blogbefreiung“. Halt, soweit war ich ja noch gar nicht. Shit.. Äh…. Nochmal von vorn, bitte.

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Nun. Es ist soweit.

Ich kehre Blog.de den Rücken und wechsele zu WordPress.

Ab jetzt geht es hier weiter.
Ich liebe Blog.de und ich will diese Zeit hier nicht missen müssen und vermutlich hat Populis die besten Mitarbeiter, die man sich nur wünschen kann, aber ich weiß genausogut wie Du – ja, nach all der Zeit können wir das heute auf einem Du belassen -, dass man neue Sachen entdecken muss. Und weil ich mit WordPress noch nicht so gut klar komme, deshalb wechsele ich jetzt dorthin. Selbstgehostet. Oder so ähnlich. Hier der erste Eintrag im neuen Blog.
Geholfen hat mir bei Blogumzug nämlich vor allem Alex, auf dessen Server das Blog liegt und der ungefähr 1 Milliarde mal mehr von … schätzungsweise allem …. versteht als ich. Achja: Ich soll noch sagen, er hätte noch ein paar Plätze auf ebendiesem Server frei. Wer also Interesse hätte könne sich melden.
Geholfen hat mir aber vor allem auch Blaubeerina und all die anderen Mokonoianer. Über all die Jahre sind mir die Leute im Office in der Oranienstraße ziemlich ans Herz gewachsen. Für diese ganz großartige Zeit… einfach… Danke.
So. Ich fang jetzt aber nicht mit Heulen an. Schwenkt mal kurz auf das Maskottchen des neuen Blogs… Moment…

Also… Hier gibts noch genau einen Eintrag, den vermutlich niemand verstehen wird, weil keiner damals dabei war, und dann steht dieses Blog still. Das ganz großartige, neue Blog (an dessen Design ich noch tüfteln werde) ist hier und natürlich hat es auch nen RSS-Feed.
So. Und jetzt kannst Du nach deinem Tee schauen. Ist bestimmt schon kalt geworden.

Warum blogge ich immer noch?

Bäm! Sieben Jahre, 2 Monate, 17 Tage, 12 Stunden und – lass mich kurz die Uhr checken – gut 30 Minuten blogge ich schon. Teilweise auf über 10 Blogs zeitgleich. Und trotzdem habe ich keine Ahnung, worum’s überhaupt geht.
Koljah, damals Teil der Anti Alles Aktion, rappt in „Du weiszt“ darüber, worum es geht:

Es geht doch immer um mehr als Musik zu machen
Es geht um Lieben und Hassen verschiedene Sachen
Um dies und das
Psychatrie und Knast
Spiel und Kampf
Genie und Wahn
Doch es geht auch darum n klaren Kopf zu bewahr’n
Und auch manchmal jemandem den Kopf einzuschlagen
(Egotronic: Du weiszt (feat. Koljah & Thai Phun) (Spotify).)

So dämlich das klingt, aber es geht um mehr als um das Bloggen. Es geht um Lieben und Hassen, und verschiedene Sachen. Es geht darum einen klaren Kopf zu bewahren. In letztgenanntem Sinne baue ich mir hier ein Gedächtnis auf. Eines, welches mich nicht täuscht. Ich selbst erzähle meinem zukünftigen Ich, wie ich war. Und weil es einen Einschnitt in meinem Leben geben soll, geben muss, deshalb blogge ich nun nicht mehr da, wo ich selbiges bisher tat, sondern hier. Glaube ich SMBC, dann ist das jetzt der richtige Zeitpunkt.

Glaube ich meinem halb leeren Zimmer im Elternhaus und fast vollständig eingerichteten Zimmer in der neuen WG, die allerdings eher noch eine Baustelle ist, dann ist das der verdammte richtige Zeitpunkt.
Glaube ich der verdammt großartigen letzten Fasnet und der nun folgenden (Einträge dazu folgen), glaube ich meiner Studienbescheidigung (Ich bin eingeschrieben für Skandinavistik), glaube ich meinem eigenen Gefühl, dann ist der der verfickt richtige Zeitpunkt.
Das meiste bleibt gleich. Es gibt dann aber auch wieder neues Zeug. Außerdem wollte ich zuerst wissen, ob ich mit WordPress und alledem klar komme. Die Antwort: Ja. Naja. Es gibt hier schon ein paar wirklich lesenswerte Einträge

Haben Sie's schon gehört?

Tapete
Haben Sie’s schon bemerkt? Gerochen? Geseh’n?
Das Nichts.
Es breitet sich aus.
Die Stille ist wieder da.
Wir können Sie hören, weil andernorts lautes Geschrei ist.
Die Stille ist so wunderschön, den sie gibt jedem Wort, dass es zulässt, ohne ganz zu verschwinden, ein Gewicht. Erst die Stille macht uns hörbar.
„Beliebtsein?“ sagte Langeweile am Telefon. „Bliebtsein. Du machst mir Sorgen. Dein letzter Blogeintrag… der klang so… komisch.“ „Fürchte dich nicht“ manifestierte er ins Telefon, als würde er von einer Kanzel sprechen. „Am 3. Oktober wird alles von Neuem beginnen.“ Stille. Langeweile hörte nur das Lächeln ihres Gesprächspartners, und legte dann, wie immer ohne ein Wort des Abschieds, einfach auf.

Miau.

Elisabeth, die Gärtnereikatze
Parteien? Sexuelle Orientierung? Cola oder Pepsi? Alles unwichtig. Die entscheidende Frage ist doch: Team Hund oder Team Katze. Alles andere ist optional.
(Heute mal nur ein Bild unserer Gärtnereikatze Elisabeth. Ja, Katzen kann man steuerlich absetzen, weil sie Mäuse jagen. Nehmt das, Hunde-Fans!)