Was noch kommen mag. (3)

57 Eintragsentwürfe. Du kennst das ja entzwischen. Diesmal habe ich es dummerweise – kranksheits- und unibedingt – nicht geschafft, alle Entwürfe rechtzeitig zu veröffentlichen, weshalb nun viel Nachdatiert wurde. Dabei ist vieles, was ich eher so meh finde, aber auch ein paar Einträge, auf die ich hier kurz hinweisen möchte.
Weit zurückdatiert ist der zweite Teil einer Eintragsreihe über Selbstzensur: Wenn ich sag was ich denk’ bekomm ich Post von den Bull’n. (2) (Hier Teil 3.)
Der Eintrag mit dem Titel Schrieb mir wirklich der Chefredakteur der Katzenfachzeitschrift? ist eine abgetippte Notiz aus meinem Block und behandelt die Frage, wie weit ich meinen eigenen Erinnerungen trauen darf.
Paint it black. ist ein klischeebeladener Text über das Nichts.
Mehr habe ich hier eigentlich nicht zu sagen.
(Oh, doch, mit den Tasten j und k kannst du auf allen Seiten mit mehreren Beiträgen zwischen denen springen. Erleichtert das ganze ungemein.)

Wir haben jetzt eine Katze.

förstörare
Mein Immunsystem ist eine sehr komische Angelegenheit. Kränkele ich, so füllt sich mit dem ersten Aufbäumen gegen die Erreger meine Nase, mein Kopf schmerzt und die Mauer zwischen realistischer und offensichtlich falscher Wahrnehmung bricht ein. Vorstellungen, Phantasie, Erinnerungen brechen dann einer Flutwelle gleich in die Wirklichkeit ein. Ich sehe Prominenz in fremden Gesichtern, Jesusstatuen, die sprechen und neuerdings sehe ich auch eine Katze.
Die Vorstellung, ihre Flauschigkeit und das leise Miauen, das Herumschleichen und Starren auf der Sofakante, das Erbrechen von kleinen Haarkneulen und Beobachten beim Tippen. Gerade sitzt sie mir gegenüber, blickt halb zu mir, halb in den Fernseher.
Ich bin mir bewusst, dass das am Fieber liegt und doch genieße ich das ein wenig. Zumindest mir einbilden zu können, dass wir eine Katze haben. Oder eine Katze uns.
In Wirklichkeit ist dieses Plastikding das Geschenk meiner Tante. Und knuddelt man sie – die Katze, nicht die Tante – miaut sie.
Vielleicht sollte ich mich wieder hinlegen.

Was noch kommen mag. (2)

78 Eintragsentwürfe. Jetzt reichts.
Alles, was veröffentlichsungsfähig ist, veröffentliche ich nun.
Da mich das „Keine Beiträge an diesem Tag.“ nervt habe ich schon vor geraumer Zeit eine Tabelle in mein Notizbuch gekritzelt, an welchen Tagen noch Einträge fehlen. Diese ekligen Lücken werde ich in den folgenden Wochen versuchen aufzufüllen. (Die Monate mit 15 und weniger Einträgen sind der August, die erste Septemberhälfte, der November, Januar, Februar, Mai und Juni. Ansonsten bestehen teilweise nur kleine Lücken. Im Oktober etwa gibt es an fast jedem Tag einen Eintrag (hier fehlen nur: 19. und 30.))
Wobei das erstmal nur den August betrifft, den ich mit bisher unveröffentlichten Qualitätseinträgen™ füllen möchte. [update. Nur noch 38 Eintragsentwürfe – und das sind meistens nur Überschriften oder kurze, unveröffentlichenbare Notizen – und immerhin 15 geplante Einträge für den gesamten August. Das bedeutet aber auch: Im September werde ich nicht einfach auf Entwürfe zurückgreifen können. :/ ]
Dazu zählen etwa der lange angekündigte Rant über Arbeit, ein sehr kritisierungswürdiger Text über Drogenprohibition, die langversprochene Liste mit Tübinger Bloggern, eine Abrechnung mit Krieg der Sterne und… irgendwas mit Babyelefanten*. Wer nichts verpassen möchte kann unseren wunderbaren RSS-Feed abonnieren. Yeah!
(*Ok, das letzte war gelogen.)

Die Prokrastination wurde von den meisten UN-Ländern noch nicht als eigenständig anerkannt.

Jetzt haben sich in diesem Blog schon weit mehr als siebzig Eintragsentwürfe angesammelt und ich muss sagen, mit einigen bin ich höchst zufrieden. In meinem Notizbuch finden sich noch zirka 300 andere Entwürfe, die noch vernünftig verschriftlicht werden sollten – und ständig kommen neue dazu. Und ich fange sogar an schwedischsprachige Einträge zu schreiben, wobei noch nicht sicher ist, ob ich diese in diesem fabelhaften Blog verarbeiten möchte, oder an anderer Stelle.
Ich entschuldige mich, hauptsächlich bei mir selbst, dass es gerade so wenig hier gibt. Ich bin krank und es stehen Prüfungen und Hausarbeiten und all solches an, und ich schreibe zwar einiges, aber ich scheue mich gerade davor, Dinge zu veröffentlichen. Ich bitte dies nicht zu entschuldigen oder auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Ich schreibe es nur für mich, damit zumindest drin steht, dass gerade nichts drin steht.
Und auch dieser Eintrag lag eine ganze weile herum. Aber, immerhin, soviel verspreche ich:
Das Blog ist nicht tot! Es riecht nur komisch.