"We're Not Programs, Gerty, We're People"

Duncan Jones‘ Regiedebüt Moon überrascht – trotz geringen Budgets – mit gewaltigen Bildern und eine Geschichte, über die man auch noch nach dem Abspann nachdenken muss. Science-Fiction, wie sie sein sollte und wie sie – auch dank des hervorragenden Soundtracks und dem überragenden Sam Rockwell – auf jede gute „schon gesehen“-Liste gehört. (Jaja, ich lehne mich mal wieder weit aus dem Fenster, aber von Moon war ich tatsächlich sehr begeistert.)

Die Frage ist nur noch: Special Edition oder die Normale? Die gut 5 Euro teurere Special-Editon (soviel habe ich zumindest mehr bezahlt) weiß zwar durchaus durch Aufmachung (glänzende Papphülle, darin Plastikhülle in schlichtem Design mit 2 DVDs) und kleine Einzelheiten – etwa die Interviews mit Duncan Jones und ein Making Of der Visuellen Effekte (erstaunlich, wie viel heute gemacht wird) – und Bild und Ton sind auch hervorragend (zumindest im Vergleich zu dem, was ich ansonsten gewöhnt bin), aber in der Plastikhülle finden sich statt Informativem Booklet nur blödsinnige Werbung, auch die DVD hat zu viele unüberspringbare Anfangsinformationen, die die Freude über das ansonsten perfekte Design kaputt machen. Zudem findet sich ein Rabattgutschein von Game World in der DVD-Hülle, was ich nicht nur dreißt finde – bei knapp 16 Euro will ich nicht auch noch Werbung sehen müssen -, sondern auch beinahe ein bisschen beleidigend. Schließlich unterstellt man mir damit indirekt, weil ich diesen Film mag, muss ich automatisch Weltraumspiele zockender Nerd sein. Hätte der Film nicht schon mein Herz im Sturm erobert, hätte ich diese Punkte tatsächlich negativ bewertet.
Sollte die Bild- und Tonqualität jedoch bei der normalen Version (Amazon-Partnerlink im Kasten oben) ebenso gut sein wie die in der Special Edition, lohnt sich meiner Meinung nach die Mehrkosten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Vielleicht, wenn sich in 2 Jahren herausstellt, das Moon zu einem absoluten Kultfilm empor gestiegen ist. Dann, aber nur dann, kaufe ich mir nochmal eine Special Edition mit mehr Special und weniger Werbung drin.
Hier gehts zur Special Edition (Amazon-Partnerlink), hier die Kurz-Rezession von Rotwang, hier der Hinweis auf Moon bei Life in Babylon und natürlich Wikipedia, IMDB und die Filmseite.

Reign Over Me


Gestern sah ich den 2007er Film „Reign Over Me“ (teilweise auch als „Die Liebe in Mir“ zu kriegen) mit Adam Sandler in einer – wait for it – ernsten Rolle.
Charlie Fineman (Adam Sandler) ist ein Mann, der sich im Grunde ständig mit Musik, Arbeit oder Videospielen abzulenken versucht. Er gibt vor, er könne sich nicht an seine Familie, die am 11. September in einem der Flugzeuge umkam, erinnern. Als ihn ein alter Studienfreund zufällig trifft, beginnt holprig eine Art Freundschaft. Charlie schottet sich von der Welt ab, aber sein ehemalige Zimmergenosse versucht ihn zurück ins Leben zu holen.
Viel Geschrei, viel Drama, eine teilweise überspitze Rahmenhandlung, manche Szenen gingen völlig daneben. Es hätte nicht der 11. September sein müssen. Dieses menschliche Unglück ist vielleicht zu groß, als das dieser Film ihm gerecht werden könnte. Adam Sandler nimmt man – nach Filmen wie „Klick“, „Leg dich nicht mit Zohan an“ oder „Mr. Deeds“ – die ernste Rolle im ersten Moment nicht wirklich ab, dennoch muss man den auch Film loben: Zuerst, weil er endlich eine Männerfreundschaft zeigt abseits von Saufgelagen und Unsinn, zweitens, weil Adam Sandler damit einen Schritt geht, den ich nie von ihm erwartet hätte. So wie einst Clint Eastwood oder neuerdings Ben Stiller („Greenberg“) ergreift Adam Sandler damit die Chance, sich von seiner Standardrolle zu lösen. Und das tut gut.
Ich freue mich schon jetzt auf weitere Dramen, weitere ernste Filme mit Adam Sandler. Noch kann er es nicht perfekt, aber er befindet sich auf dem Weg dahin. Seine Komödien werden tiefer, werden reifer (hatte ich zumindest bei Teilen von „Kindsköpfe“ das Gefühl), und Projekte wie „Reign Over Me“ zeigen: Adam Sandler wird ernstzunehmender, wird erwachsener.
Und wenn einem die Geschichte nicht zusagt, dann wissen doch zumindest die wunderbaren Straßenaufnahmen, wie Charlie durch ein praktisch leeres New York auf seinem Roller fährt, zu gefallen.
Fazit: Trotz einiger kleinen Mängel, ein guter Film und allein wegen Adam Sandler mit ohne Unsinn sehenswert.

Eigentlich wollte ich heute etwas für die Schule machen, habe mich dann aber glücklicherweise doch entschlossen, nochmal FANBOYS anzusehen. Gut so!


Eigentlich ist es sinnlos noch etwas über Fanboys zu schreiben. Wer Star Wars liebte, wird diesen wunderbaren Film über fünf Star-Wars-Fanboys, die in George Lucas‘ Haus einbrechen um Episode I sehen zu können, lieben wenn nicht gar vergöttern. Jeder spielt wechselnd die Star-Wars-Rollen und bei jedem sehen fallen mir andere Kleinigkeiten auf. Wie perfekt Carrie Fisher wiedereinmal reinpasst. Und wie wunderschön verdreht sie Zitate aus ihrer Paraderolle sagt. Allein um diese Dialoge („I love you“ – „I know.“) nochmal hören zu dürfen, lohnt sich der Film. Wegen all den Kleinigkeiten.
Ich muss dazu sagen, Fanboys sah ich das erste mal, da hatte ich Star Wars noch nicht gesehen. Trotzdem, obwohl mir alle Einzelheiten fehlten, war der Film perfekt. Eine Geschichte über Freunde, die ein Abenteuer erleben. Heute konnte ich – nach langer Selbstkontrolle – es doch nicht mehr länger aushalten. Ich musste den Film einfach nochmal sehen. Und mit jedem sehen, ob Sie es mir nun glauben oder nicht, wird er besser. Wird er, immer mehr, würdig dem, was er als Vorbild nahm.
Aus dem Wissen heraus, dass ein jeder Star-Wars-Fan Fanboys, wenn nicht im Regal, so doch zumindest auf seiner „schon gesehen“-Liste hat, … Ach, egal, ich setzt trotzdem einen Amazon-Partnerlink (der linke Kasten. Und ja, theoretisch verdiene ich da dran was – falls ich jemals über 25 Euro komme.)
(An der Stelle noch ein dickes Danke an Rotwang, der seinerzeit mir diesen Film ans Herz legte. Und ja, da liegt er noch. Der Film, meine ich.)