Vor uns die Sintflut. Wir sind die Maden.

„Nach uns die Sintflut“ ist nämlich gar nicht. Wir, wir sind die Sintflut. (Georg Schramm)

Aus Papier habe ich mir eine Bischofsmütze gebastelt. Die Gäste trinken uninteressiert ihre Biere, während ich mit zusammengeknoteten Füßen langsam auf die Bühne hüpfe. Niemand blickt auf. Das Schauspiel ist ja schon bekannt. Ich krame ein Blatt Papier hervor, zerknülle und stopfe es mir in den Mund. Leicht zurückgebeugt spucke ich es in die Menge. Ich erhebe meine Stimme, wie als würde ich gleich singen, und stoße dann leicht auf. Einen zerknüllten Zettel aus meiner Gesäßtasche wird geholt, dann beginne ich laut zu sprechen:

„Mir ist heute, im Frust meiner Existenz, etwas klar geworden. Menschen wie ich sind nicht dafür da, ein Leben in Würde oder mit Sinn zu führen. Wir begleiten den Untergang, und gehen dann, wenn es soweit ist, lachend in unser Grab hinein. Diese Welt ist geweiht und wir machen große Schritte dem Ende entgegen. Menschen wie wir, die keinen Sinn in einem vernünftigen Beruf sehen, die nur Gelegenheiten, aber keine Hoffnung sehen, die dazu da sind, die Leben anderer zu unterstützen, ebenso wie auszubeuten, sind die Maden in deinem verrottenden Bein, die das zusammenhalten, was davon übrig ist.
Die Generation vor uns hat uns vieles hinterlassen. Einen zerstörten Planeten, der mit jeder Sekunde weiter stirb, eine Wirtschaft, die sich nicht um Menschenleben sondern Statistiken kümmert, Menschen, die ihren eigenen Henker wollen, eine wachsende Ungleichbeteiligung von Menschen … Noch nie wurden so viele Schlafmittel verschrieben, soviel Müll produziert, soviele sinnlose Blogeinträge erbrochen. Ja, wir sind die Maden. Wir fressen und wir sterben. Niemand hat uns eingeladen, niemand hat uns gewollt, doch wir sind da, weil wir es sind, weil wir es müssen. Weil wir euch begleiten, die die Welt ins Unglück gestürzt haben, bis zum Ende.
Wenn ich einmal alt sein werde, bekomme ich keine Rente. Nicht aus einem Generationenkonflikt heraus, sondern einem Klassenkonflikt. Nicht, weil die Rentenkasse nicht funktionieren würde, sondern weil sie zu gut funktioniert hatte und niemand mehr Geschäfte damit machen konnte. Deshalb haben wir die Welt zerschlagen, weil sich mit der Angst mehr verdienen lässt. Terrorismus ist nur die aktivste Form des Wettbewerbs.
Wir haben zugelassen, dass wir überwacht werden, weil deiner Mudder egal ist, ob jemand ihre Katzenbilder mitschaut. Wir haben Soldaten in Kriege geschickt, und nicht verlernt, was das eigentlich ist. Wir haben das Leiden nicht verringert, nur outgesorced. Raus aus unseren Städten, in Containersiedlungen oder ans andere Ende der Welt. Aber wenn kümmert das schon. Die Welt endet. Wir haben sie ins Koma versetzt, und wenn der letzte Täter gegangen ist, dann ziehen wir Maden den Stecker.
Nun sitzen sie zusammen, bei Bier und guter Laune. Die Sintflutmenschen. Sie lachen wieder über Judenwitze und klagen über das teure Öl und den Islam und überhaupt sei alles schlecht. Doch wer hat es schlecht gemacht? Wer hat das Patriarchat gestärkt? Wer hat neue Lösungen verhindert, weil früher alles besser war? Wer hat Frauen und Kinder vergewaltigt, geschlagen, ausbluten lassen? Wer hat den Planeten vergiftet? Wer hat es versäumt, eine bessere Generation Kinder aufzuziehen, als man selbst war?
Nichts ändert sich. Alles wird nur noch schlimmer und wir, die Maden, sind machtlos gegen die Elite unserer Eltern, unserer Chefs und Freunde. Wir sind machtlos gegen die Mario Barths und die Alice Schwarzers und all jene, die an das Gute nur für sich selbst glauben. Wir machen uns bucklig, weil nichts mehr bleibt, als das untergehende Schiff zu stützen. Wir können nichts mehr anders tun, als in den Trümmern zu leben, und zu lachen, wenn uns die Turbine zerquetscht.
Ja, es ist herrlich, zu wissen, dass wir Maden die Letzten sein werden. Wir setzen keine Kinder in die Welt, wir schauen unseren Eltern beim sterben zu, und wenn sie gegangen sind, dann sind wir auch endlich befreit von unserem Fluch. Wir werden die Letzten sein. Wir werden den Stecker ziehen. Die Welt geht unter, das Ende wird da sein, und wir werden lachen und ruhen, weil all das dann endlich vorbei ist.
Und zugleich ist es egal. Weil nichts zählt und nichts einen Unterschied macht.“
Niemand hörte zu. Aber der Wirt ist zufrieden. Schon wieder GEMA gespart.

Voller Pispers

[Entwurf vom 23. Mai 2015. Unbearbeitet veröffentlicht.]
Der Volker Pispers in meinem Kopf ist endgültig zum Zyniker geworden. Mit einem Tetra-Pak Rotwein, aus dem er sich immer wieder seine Kaffeetasse nachfüllt, steht er auf der Bühne.

„Das ist schon unfair, wie sie und ich hier unheimlich viel arbeiten, jeden Tag ihre 12, 14 Stunden, und andere liegen nur auf der faulen Haut. Zum Beispiel die Bettler und Asylanten, oder die schwer körperlich oder geistig Behinderten, alles faule Säcke. Sie zahlen brav ihre Steuern, aber die tragen nichts bei. Sind vielleicht sogar Diebe. Versuchen, Spendengelder abzugreifen und nutzen den armen Staat aus. Betrügen bei Hartz IV. Sauerei, diese faulen faulen Arbeitslosen, Bettler, diese… Asozialen. Sitzen den ganzen Tag nur rum und machen gar nichts, während sie ihre 14, 18 Stunden pro Tag schuften.
Was wollen Sie mit denen eigentlich machen? Sollen wir sie verhungern lassen? Oder in kleine Miet-Käfige am Stadtrand stecken, mit klitzekleinen Zimmern und ewigem Weg zum Supermarkt? Sollen wir kleine Bänke nur noch anbieten, damit da die Penner nicht mehr drauf schlafen können? Oder alle in ein Heim, und dann zuschließen? Was sollen wir mit den Arbeitsunwilligen machen? Einsperren? Verhungern lassen? Gerade soviel geben, dass sie noch leben können? Oder auspeitschen, damit sie doch arbeiten? Kommt dabei was rum, hm? Glauben Sie das? Man muss diese Leute nur ausreichend motivieren, dann wird das schon? Die eine Hälfte Langzeitarbeitslose bekommt geladene Pistolen und 5 Euro die Stunde und hält die dann der anderen Hälfte an den Kopf. Denen braucht man dann auch nur 2 Euro zahlen, sind ja schon ausreichend motiviert. Und nach einer Weile wechseln wir dann durch. Jeder darf mal Gutverdiener sein, und jeder hat mal die Waffe am Kopf. Und wenn dem ein oder anderen mal der Finger ausrutscht ists ja nicht schlimm. Haben ja eh nichts gearbeitet. Diese Asozialen.
Nein, das fänden sie nicht in Ordnung? Ach, sie sind eher so der Verhungern-lassen-Typ? Bekanntermaßen schätzen wir ja Menschen danach ein, wieviel sie produzieren. So, an Gehalt. Deshalb sind Kinder bei uns ja auch so unbeliebt. Und Rentner, natürlich. Alles Asoziales Pack. Und die Bettler. Organisierte Banden! Wer dort auf der Straße sitzt, der verdient recht ordentlich, sagen Sie. Warum setzen Sie sich dann nicht? Achso? Ist Ihnen zu kalt. Und Sie seien ja auch kein Asozialer.
Aber, wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Gut.“ Mein Kopf-Pispers läuft gemütlich zum Tetra-Pak, hält seinen Becher darunter, füllt ihn bedächtig und trinkt dann den voller Becher auf einem Zug leer.
„20 Stunden am Tag. Und teilweise sogar noch Sonntags! Sie sind wirklich zu bemitleiden. Aber diese Asozialen, die es sich in der sozialen Hängematte bequem gemacht haben… unerhört. Die Bettler und Asylanten. Pack! Was wollen Sie mit denen machen? Dem ‚Lumpenproletariat‘, das sogar Marx, der alte Kapitalismusfeind, so verabscheute. Sei zu nichts nütze, die fahrenden Leute und Bettler und Arbeitslosen. Alle nur auf der faulen Haut. Was sollen wir mit denen machen? Möchten Sie dem nächsten, den sie sehen, ein Messer rein rammen? Ach? Das ist ihnen jetzt doch ein bisschen zu … menschenfeindlich? Soso. Aber wer nichts Arbeitet soll auch nichts essen. Oder ist Ihnen das nur zu schlecht bezahlt? Das Bettler um…siedlen? An einen besseren Ort, sie wissen schon. Klar, wenn man etwas gut kann, dann soll man das nicht umsonst machen. Das muss man Ihnen lassen. Produktiv sind sie ja, die Menschenfeinde.
Das macht sich ja auch nicht so schön… die Bettler. Sollen mal runter von der Straße und was ordentliches Arbeiten. Banker oder sowas. Damit dabei auch was rum kommt. Runter von der sozialen Hängematte. Sie zahlen schließlich auch Steuern und arbeiten ihre 22, 23 Stunden am Tag.
Jedes Jahr produzieren wir mehr Güter. Mehr Autos, mehr Häuser, mehr Gesetze, mehr Playmobilfiguren. Von allem gibt es mehr – außer vielleicht von Ambossen. Und nicht nur hier, sondern auf der ganzen Welt. Wachstum. So ein Baum, der nicht jedes Jahr gemessen am Vorjahr um 2 % wächst, der ist schon faul. Macht es sich da in der sozialen Hängematte bequem. Arbeitet ja gar nichts. Zumindest nicht die 25, 26 Stunden, die Sie so am Tag arbeiten. Produktiv, produktiv, muss ich schon sagen.
Wer soll das denn alles kaufen? Fahren sie gerade zwei Autos gleichzeitig? Oder werfen von jeder Packung Toastbrot 2/3 weg? Sie wissen, bald schon müssen sie sich eine zweite Packung nur zum wegwerfen kaufen. Kann man sich ja auch nicht leisten, wenn die ganzen Sozialschmarotzer das ganze Steuergeld abgreifen. Und sie müssen vielleicht sogar noch einen Monat warten, bis sie sich ihren zweiten BMW kaufen können. Achso? Sie können sich gar kein Auto leisten? Müssen Sie halt mehr arbeiten.
Es ist doch so: Die meisten Menschen wollen mit ihrem Leben etwas tun. Wenn man Ihnen die Wahl lassen würde – Geld spielt keine Rolle -, dann würden sie doch auch nicht nur rumsitzen und nichts tun? Ja, vielleicht drei, vier Wochen im Jahr. Aber denken Sie nur an ihren letzten längeren Urlaub. Klar, dumm als er rum war. Aber hätten Sie noch länger ausgehalten, nichts zu tun? Irgendwann fangen die meisten Leute an etwas zu machen. Politische Arbeit – so im Kleinen und Großen -, Fürsorgearbeit, Lohnarbeit – das ist die, bei der Sie aktuell ihr Geld verdienen -, und natürlich noch andere Formen von Arbeit. Irgendwas werden Sie schon zu tun haben.
Nun gibt es aber auch Menschen, die können wir peitschen und schlagen und zwingen. Die wollen – oder können – einfach nicht. Die schicken wir auf Arbeit, aber es kommt einfach nichts bei rum. Manche davon sind krank, haben zum Beispiel Depressionen und können deshalb mittelfristig halt nicht, oder sie sind zu jung oder zu alt. Und dann gibt’s auch Manche, die wollen einfach nicht. Asoziale, sagen Sie da, faules Pack, in der sozialen Hängematte. Wollen Sie ernsthaft ihre Zeit und ihr Geld darauf verschwenden, jemanden zu etwas zu zwingen, was er oder sie gar nicht will? Immer mit der Peitsche in der Hand? Nur, damit dann irgendwas bei rum kommt, was nicht mal entfernt an den Aufwand ran reicht? Lassen Sie doch einfach diese Leute nix tun – oder ihre eigene Arbeit suchen. Muss ja nicht Lohnarbeit sein. Wenn sie nicht wollen, wieso dann dazu zwingen. Macht Sie unglücklich, macht die unglücklich. Aber, nein, klar, wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Schließlich haben Sie auch ihre 189-Stunden-Woche. Wäre ja unfair, wenn Sie soviel arbeiten, und die bekommen ihr Geld einfach so. Dürfen einfach so auf dem Planeten leben, auf dem sie geboren wurden.
Aber, natürlich, Menschenwürde. Das halten Sie schon hoch. Niemand soll sagen können, Sie wären unfair oder ungerecht. Oder – Gott bewahre – faul. Nicht so wie dieser Schöpfer, der am Ende der Woche einfach blau machte, weil es genug war und schön aussah. Nein, Sie arbeiten ihre 30 Stunden pro Tag. Wären ja sonst auch asozial. Und den Bettlern und Prostituierten – ganz American Psycho – stecken sie zu Phil Collins eine Axt in den Rücken. Machen ja auch nix. Liegen nur rum. Hängematte.
Aber Sie… Sie arbeiten ihre 36 Stunden am Tag. Ist schon viel zu tun, stimmt schon. Aber Sie müssen das auch positiv sehen. Bis vor ein paar Jahren waren es noch 40 Stunden, die Sie am Tag gearbeitet haben. Und dann kam diese Gewerkschaft, und hat ihre Arbeitszeit verkürzt. Sind ja auch produktiver geworden. Muss man schon sagen. Fühlen Sie sich seit dem auch Asozial? Arbeiten ja weniger.
Hat vielleicht ihre Würde als Mensch gar keinen direkten Zusammenhang mit ihrer Produktivität? Sind sie vielleicht auch so ein netter Mensch? Ohne ihre 38-Stunden-Tage? Ja, produktiv sind sie, die Menschenfeinde. Das muss man ihnen lassen. Aber die Obdachlosen und Bettler, die Arbeitslosen und Asozialen, die sollte man… ja… genau.“
Kopf-Pispers wirft einen Blick in die Runde, schaut sich still um. Dann packt er den Rest des Rotweins und verschwindet von der Bühne.

1, 2, 3, 4 – Für den Untergang sorgen wir!

Ich trage das Kostüm eines indischen Generals. Grün-Rot-Blau-Lila. Dicke Haare. Barett. Aus meinem Schritt hängt ein Taschentuch. Seide. Ich kratze mich darunter. Die Menschen in der Kneipe schauen irritiert und trinken ihre Biere. Ich erhebe meine Stimme. Leise: Fuck. Laut:
„Unsere Eltern haben uns verraten. Jede Generation sollte es besser gehen als der Vorherigen, haben sie gesagt. Aber was unsere Großeltern erreichen wollten, war ein guter Lebensabend. Die Welt wurde nicht gerettet. Ihr seid nur ausgestiegen, bevor die Konsequenzen eures Handelns eintraten. Ihr habt keine Welt gerettet. Nicht mal deine kleine. Ihr habt Öl verbrannt, habt Arbeitskämpfe vernachlässigt für eine gute Beziehung zum Chef. Ihr, die ihr heute Kinder in die Welt gesetzt habt. Weil es so ein tolles Lifestyle-Accessoire ist. Schicke Chuck-Taylor-Schuhe, wo die Kinder noch nicht mal gehen können. Und seine Altersgenossen nähen diese in Fernost. Mit ihren süßen Patschehändchen. Sagen „Nike“, bevor sie „Mama“ sagen.
Ihr habt zugelassen, dass Flüchtlingsheime angezündet werden. Ihr hattet das Feuer in den Händen und habt es auf eure Nachbarn geworfen. Habt keine Gewalt bekämpft, sondern Gewalt geschürt. Habt ferngesehen, habt uns großgezogen. Alles kannst du werden, habt ihr gesagt. Und, du musst dich gegen die anderen durchsetzen. Aber es kann keinen Kampf zwischen uns geben. Wir müssen gemeinsam streiten. Müssten. Denn eigentlich haben wir schon verloren. Wer heute 20 ist, wer heute 30 ist, der sieht das Ende noch beginnen. Die Jüngeren werden Selbstmord begehen, sich tot saufen, rot tragen oder sehen, wie wir – du und ich – uns in peinliche Ausreden werfen. Wir hätten eh nichts mehr tun können. Wir waren der Untergang… und… sorry und so. Wer heute 30 ist und sich halbwegs gesund ernährt, wird sehen, wie wir die Welt untergehen lassen. Wie wir als Letzte versuchen, den unmöglichen Generationenvertrag zu erfüllen. Wie es zusammenbricht. Völlig egal alles. Wie wir uns völlig entsolidarisieren. Wie beim Klassenkampf alle verlieren. Hauptschule gegen Gymnasium. Niemand gewinnt. Wie wir Mitleid haben werden mit den Unterdrückern und Unterdrückte in den Dreck schicken werden. Eurer Flüchtlingsboot entspricht keiner Norm, zurück aufs Meer. Wie wir zusehen, wie an einem Ende der Welt Menschen massenhaft sterben. Und wir sagen: Wir haben unsere moralische Verantwortung erfüllt. Wir christliches-abendland-Leute sagen uns dann gute Nacht und schlafen den Schlaf der Selbstgerechten. Diese Menschen sind keine Asylbewerber_innen, sondern Armutsflüchtlinge. Jaja. So wie die Iren und Deutschen und Schweden, die nach Amerika auswanderten. Nur haben diese wenigstens die dort lebende Bevölkerung abgeschlachtet, in Reservate gesteckt, ausgebeutet. Die Germanen haben Rom erobert, als sie vor den Hunnen flohen. So funktioniert eine vernünftige Flucht. Alles kaputt machen, was dir im Weg liegt. Nicht in einem Container ziehen und hoffen, dass man nicht abgeschoben wird. Kaputtschlagen, was dich kaputt macht.
Alles wird zusammenbrechen. Wir werden uns weigern. Werden Widerstand leisten gegen uns selbst. Kein Bier, kein Wein, kein hier, kein sein. Wir sind der Untergang. Es gibt kein Abenteuer mehr, sagen sie, also zerstören sie die Gesellschaft. Sie sagen, es geht nicht um den Kuchen, sondern die Bäckerei. Wir werden Terroristenversteher. Werden Kapitalistenversteher. Werden Lügenpresse(für)sprecher. Wir sind der Untergang. Wir sorgen für dich. Wir sorgen für uns. Wir lassen es enden. Die einzige Form der sozialen Wärme ist der Brandanschlag. An einer Wand steht: Soziale Kälte gegen Klimawandel. Ich ignoriere die Zukunft, tausche meine Hoffnung gegen billige Klamotten. Sehe die Antikapitalisten von Sonderangeboten schwärmen.“
Die Leute trinken desinteressiert ihre Biere. Ich schreie, so laut ich nur kann, meine Parole: „1, 2, 3, 4 – Für den Untergang sorgen wir!“