Warum jeder Versuch die Welt zu retten zum Scheitern verurteilt ist.

apfelgesicht
Neulich fiel mir ein schönes Bild für unsere Situation ein:

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Wir sitzen in einem Auto, welches auf eine Mauer zu rast.
Im Wageninneren diskutieren wir:
Sollen wir das Lenkrad verwenden, um abzudrehen? Vielleicht streifen wir die Mauer dann nur. Sollen wir die Bremse drücken? Oder wenigstens runter vom Gas? Dann kommen wir vielleicht mit Blechschaden davon. Unsere Rettungsvorschläge werden alle abgelehnt. Manche glauben nicht an die Mauer, andere nicht an den gemeinsamen Wagen. Manche Insassen wollen sich nicht anschnallen. Zu bequem ist die Fahrt, um an ihr Ende zu denken.
Außerdem: Unsere Ideen könnten ja den Reifen schaden.

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Bestimmt habe ich das nur irgendwo gelesen. Und zu lang ist es eigentlich immer noch.
Unsere Ohnmacht deprimiert mich. Eigentlich weiß ich, dass diese Welt nicht mehr zu retten ist. Weil wir zwar begreifen, uns aber weigern, zu handeln, weil wir Ja sagen, jedoch immer nur mit „aber“. Wir haben es nicht mehr verdient, gerettet zu werden. Es wird keine Arche geben für uns Menschen, keinen Gott, der uns rettet, wir können nur hoffen, dass es schnell vorbei ist.
Wer begreift, wird ohnmächtig. Wer ignoriert, verschwendet Chancen. Wer handelt, dessen Tun verpufft im Nichts.
Und wehe jemand kommt mit diesem verdammten Schmetterlingsspruch.

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