Warum VWL in der Wirtschaftsschule?

Anm.: Ob Volkswirtschaftslehre (VWL) eine vollwertige Wissenschaft ist und ihre Berechtigung hat soll hier nicht begründet werden (ich gehe davon aus, dass sie eine Berechtigung hat). Die Frage, die hier geklärt werden soll, ist statt dessen ob VWL an einer Wirtschaftsschule unterrichtet werden muss. Die Darstellungen hier beziehen sich deshalb auch nur auf die Unterrichtung der Fächer in schulischem Zusammenhang. Und: Entwurfsstatus, fuck yeah!
Der heilige Gral der Betriebswirtschaftslehre ist die Kosten-Leistung-Rechnung. Es geht niemals darum, ob etwas richtig ist oder sinnvoll oder menschenwürdig, sondern ob es sich rechnet. Das mag gegen eine Menschliche Natur gehen und ein rein wirtschaftliches Handeln ist in vielen Fällen nicht sinnvoll, aber ebenso wie die Juristerei nicht nach richtig und falsch, sondern gesetzeskonform und nicht (bzw. vertretbar und nicht) fragt, fragt die Betriebswirtschaftslehre eben nicht nach dem Menschen außerhalb von bestimmten eng eingegrenzten Anbieter- (Arbeitskraft) und Nachfrager-Kategorien.
Diese Denkstrukturen funktionieren in einer völlig Entfremdeten Gesellschaft Menschenansammlung ohne jede Organisationsstruktur. Mit der Realität hat dies dann aber wenig zu tun. Zum einen, weil sich unter den gegebenen Bedingungen von Raum und Zeit keine Markttransparenz herstellen lässt (man denke allein wie schwierig es ist, die beste Bäckerei im Ort zu finden. Selbst Hochfrequenzhandel leidet/funktioniert dank den minimalen zeitlichen Unterschieden von Orten auf dieser Erde und Verzögerungen im 100stel-Sekunden-Bereich bringen unglaubliche Marktvorteile.), zum anderen, weil Menschen einfach nicht wirtschaftlich sinnvoll handeln (Frag mal Amazon, wieviel Blödsinn die verkaufen…).
„Warum VWL in der Wirtschaftsschule?“ weiterlesen