"Folgen Sie dem Licht!"

Eiffelturm bei Nacht
(Produkt-Review. Oder so ähnlich. Es geht um leuchtende Pariser. Symbolbild.)
Die 17-jährige kleine Schwester meines Kumpels schickte mir neulich einen Link zu einem Kondom, das leuchtet. Dahinter setzte sie einen lächelnden Smilie. Offenbar muss in ihrer Familie eine große Diskussion darüber gehalten worden sein, denn mein Kumpel schickte mir wenig später den gleichen Link – ohne Smilie. Ich, neugierig wie ich nunmal bin, bestellte selbige „Leuchtkondome“ (Artikellink am Ende) um dann festzustellen, dass ich aktuell Single bin. Ärgerlich, dass mir diese Beziehungsfreiheit die Zeit gibt, über derartige Kondome zu schreiben, aber die Möglichkeit verwehrt, sie zu testen.
Was zuerst auffällt ist der Widerspruch in der Beschreibung auf der Rückseite der Kondomverpackung: Um es zum Leuchten zu bringen, „muß das Kondom ca. 30 Sekunden in helles Licht gehalten werden“, einige Sätze weiter steht aber: „Kondome kühl, trocken und vor Sonnenlicht geschützt aufbewahren“. Es muss also ins Licht gehalten werden, darf aber nicht im Licht sein. Interessant ist auch die neunsprachige „Gebrauchsanweisung“, welche in ihrer deutschen Fassung erklärt „Wie Man(n)’s macht …“, „Was Man(n) noch wissen muss …“, „Und weitere Hinweise …“ gibt.
Kommen wir nun zu den Kondomen selbst. Sie sind in quadratischer, auf einer Seite in undurchsichtiger, auf der anderen mit durchsichtiger Folie verpackt, so dass man sie auch vor dem Auspacken zum Leuchten bringen kann. Im angelieferten Zustand sind sie hellgelb und leuchten nach 30 Sekunden unter meiner Schreibtischlampe schwach gelblich-grün. Ich könnte mir vorstellen, dass nur in dunklen Räumen der Effekt überhaupt vernünftig sichtbar wird. Ein „hell dunkel hell dunkel“, wie mein Kumpel mit mir scherzte, halte ich für eher unwahrscheinlich. Ebenso entspricht die Vorstellung in diesem Ragecomic, den mir ein anderer Freund zum Thema Leuchtkondome schickte, nicht der Wirklichkeit. Es fehlt das „Tscherm“ und die Farbe ist auch einfach nicht die Richtige. Man wird also – wie gesagt habe ich es nicht getestet – eher einen leicht leuchtenden Penis haben, als das Gefühl eines mächtigen Lichtschwert zwischen den Schenkeln (was nebenbei gesagt alles andere als erotisch ist).
(Mehr völlig bezugsloses Gelaber, der Artikellink und eine lange Leiter nach dem Klick.)
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A Hard Mac's Night

Macbook
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Seufz.
Hrr.
Grrr!
Hmpf!

Seufz.

.
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Langsam nervt mich mein Macbook.

Es wird immer langsamer, es ist laut, vollgemüllt und am schlimmsten:

Es frisst meine Datenträger!
Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. CDs funktionieren noch wunderbar – die zerstört hauptberuflich mein veralteter CD-Spieler -, auch DVDs – die mein immerhin 7 Jahre alter DVD-Spieler zerstört – lassen sich im Macbook meist problemlos abspielen. Jedoch: Meine heiß geliebte externe Festplatte, liebevoll „My Mind“ genannt, wird nur noch von Windows-Rechnern erkannt. Auch die Speicherkarte in meinem Mobiltelefon behauptet bei 1,3 GB freiem Speicher, sie sei zu „voll“, um noch irgendwas aufzunehmen.
Ich wäre ja, ehrlich gesagt, nicht so schlecht gelaunt, wenn die Speichermedien tatsächlich nicht mehr funktionieren würden. Ich wäre nur kurz sehr schlecht gelaunt, und dann würde ich mich damit abfinden und weiter konsumieren. Aber sie funktionieren – zumindest „My Mind“ – noch auf Windows-Rechnern. Vielleicht bin ich einfach von der Funktionalität meines Macs zu lange verwöhnt, mit Sicherheit sind es Luxusprobleme, die ich hier beklage, aber verdammt: Ich habe lange für all das sparen müssen und ich möchte, dass es auch funktioniert!