Coolnessverschiebung

Ich habe ja seit jeher ein mittelgroßes Problem mit dem richtigen Timing. Ich meine jetzt nicht einmal meine Angewohnheit, erst nach Beginn der Klausur zu Frühstücken, was zu hitzigem Schreiben in den letzten Minuten führt, ich meine ebenso nicht meine Art, nur nichts zu tun, wenn ich dringend etwas machen müsste.
Viel mehr meine ich meine beinahe alberne Verehrung des „richtigen Moment“, die mich abhält, selbigen jemals zu treffen, was dazu führt, dass ich ihn für gewöhnlich immer verpasse. Entweder, weil ich viel zu spät etwas mache – wie meistens bei Blogeinträgen (heute hätte ich beispielsweise fast etwas zum JMStV geschrieben, der Hype ist aber schon so lange rum, dass man nur noch „aaalt“ kommentieren könnte) oder ich leiste mir Schnellschüße, die im Nichts verpuffen.

Home Taping papaichundwurstaKunst MobiltelefonIMG_1786

Im Davor bin ich genauso Fehl am Platz wie im Danach.
Wie ich nämlich gerade wieder feststellen darf, ist meine Aufkleber-Aktion (jaja, gibts noch) von „neulich“ mal wieder viel zu früh gewesen. Oder sagen wir es besser so: Bis meine Sachen angesagt sind, dauert es immer so lange, bis man sie nicht mehr mir zuschreiben kann. Man könnte das jetzt den Faulitfluch nennen – selbigen wissenschaftlich erforschen und dann einen spannenden Text darüber schreiben, aber bis ich mich dazu aufgerafft habe, haben wir schon Web 4.0 -, und das ist möglicherweise auch einer der Gründe, also neben meiner absoluten Uncoolness und meinen Monstersätzen, warum ich nicht wie andere Blogger von Gratisscheiße überflutet werde – der andere Grund könnte sein, dass dieses Blog immer noch niemand interessiert eine Liebhaber-Niesche besetzt. Anyways.
Bärte werden übrigens auch gerade wieder angesagt, und solche Mützen sowieso. Noch drei/vier Wochen und Übergewicht ist auch wieder voll im kommen. Meine Coolnessverschiebung ist da relativ unzuverlässig. Naja… kind of.
Aktuell bedeutet das: Domainanmeldungen werden in zirka einem halben Jahr extrem in die Höhe schnellen, weil meine Person es tatsächlich sich erlaubt hat, eine selbige – für gut 5 Euro pro Jahr – zu machen – und ehrlich gesagt verstehe ich rein gar nichts davon.
Wer herausfindet, wie die .de-Adresse – die noch ins Nichts führt – heißt, darf sie behalten kriegt nen virtuellen Keks. „Zeitnah.“
„Hey, Beliebtsein?“ Langeweile atmete wie immer kurz, aber bestimmt. „Du weißt schon, dass du nur näher an den Trends bist, weil du dich weiter weg vom Leben aufhälst, und deshalb alle hippen Sachen bei dir früher ankommen?“ „Kann sein.“ Beliebtsein versuchte nicht darüber nachzudenken. „Was machst du jetzt eigentlich mit deiner Internetadresse? Wohin soll die führen?“ Beliebtsein seufzte: „Keine Ahnung.“